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Die Gladbecker Schwimmerin hat alles auf Tokio 2020 ausgerichtet – aufgrund des Coronavirus werden die aber verschoben, für Steiger ein Problem.

Die Olympischen Spiele 2020 in Tokio sollten der krönende Abschluss für die Karriere von Jessica Steiger werden – dieser Plan der Schwimmerin vom VfL Gladbeck geht nicht auf. Die Spiele werden aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf 2021 verschoben.

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Die Gladbeckerin Jessica Steiger hat alles auf die Olympischen Spiele 2020 ausgerichtet. Werden die verschoben, wartet eine bittere Entscheidung.

Schwimmen kann Jessica Steiger nicht, unter anderem mit Yoga und Joggen hält sich die Top-Schwimmerin des VfL Gladbeck in Bewegung – und verfolgt die Diskussion um eine mögliche Verschiebung der olympischen Spiele. Olympia 2020 in Tokio sollte der krönende Abschluss für Steigers Karriere werden, der ist jetzt akut gefährdet.

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Marcel Karow will seiner Athletin zur Olympia-Teilnahme verhelfen

Beim VfL Gladbeck muss sich der Hammer Schwimmtrainer Marcel Karow großen Herausforderungen stellen. Jessica Steiger träumt von Olympia und er soll dabei helfen.

Hamm – Mittlerweile ist der Alltag wieder in das Leben von Marcel Karow eingekehrt. Die größte Aufregung hat sich gelegt. In der ersten Woche nach seinem Wechsel vom Swim-Team des TuS 59 Hamm Anfang Dezember zum VfL Gladbeck, wo er Jessica Steiger zu den Olympischen Spielen in Tokio führen soll, war dies allerdings ganz anders.

„Da war ich schon arg angespannt“, gibt der 29 Jahre alte Hammer unumwunden zu. „Denn für einen jungen Trainer wie mich, der diesen Job erst seit fünf Jahren ausübt, ist das eine riesengroße Aufgabe. Da spürt man schon den Druck, denn man will der Athletin ja nicht ihren großen Traum kaputt machen.“

Inzwischen aber ist Karow bei seinem neuen Arbeitgeber bestens angekommen, auch wenn er eingesteht, dass der Job beim VfL mit seiner stark besetzten ersten Mannschaft weiterhin „sehr intensiv und aufregend“ ist, zumal er seit Anfang Februar, als der bisherige VfL-Coach Harry Schulz die Gladbecker verlassen hat, alleinverantwortlich für das Team und vor allem für Steiger ist.

So war er Ende Januar mit seiner neuen Vorzeigeschwimmerin beim „EuroMeet“ in Luxemburg, wo ihm unter anderem so Weltklasseathleten wie der Franzose Florent Manaudou, die Ungarin Katinka Hosszú oder die Schwedin Sarah Sjöström über den Weg liefen. „Das war eine Schwimmveranstaltung in einer Größe, wie man es in Deutschland nicht kennt“, zeigt sich Karow sichtlich beeindruckt von der Welt, in der er sich jetzt bewegt.

Karow begeistert von Jessica Steiger

Sehr angetan ist er aber auch von Jessica Steiger und ihrem großen Ehrgeiz, sich mit 27 Jahren unter der Regie des Hammers ihren Olympia-Traum zu erfüllen. „Es ist für sie die letzte Möglichkeit“, erklärt er. „Denn sie will nicht noch einmal so einen Vier-Jahres-Zyklus auf sich nehmen, sondern nach den Spielen ins Berufsleben einsteigen.“ Daher steckt Karow eine Menge Energie in das Projekt Tokio.

So fährt er mit Steiger, die zuletzt ein 22-tägiges Höhentrainingslager in der Sierra Nevada absolviert hat, am Freitag nach Antwerpen, um dort den ersten Qualifikationswettkampf für Olympia zu bestreiten. Ende März geht es dann in das norwegische Bergen und Anfang April nach Stockholm zu den beiden Stopps der Scandic-Tour. „Dort muss jeder Meter sitzen“, sagt Steiger, die sich zusammen mit Karow diese Wettkämpfe ganz bewusst ausgesucht hat.

Der Hammer Schwimmtrainer verspürt einen gewissen Druck. Schließlich will Marcel Karow seiner Athletin zur Olympia-Teilnahme verhelfen.© Rother

Denn die Qualifikation kann nicht auf jedem Wald- und Wiesenwettkampf geschehen. Es muss ein vom internationalen Schwimmverband Fina abgezeichneter Wettkampf sein, damit die Zeit überhaupt zählt. Einen Tag nach der Rückkehr aus Schweden steht direkt ein zahntägiges Trainingslager auf Kreta an, ehe dann zwei Wochen später die Deutschen Meisterschaften vom 30. April bis 3. Mai in Berlin anstehen, bei denen die letzte Möglichkeit besteht, sich für Japan zu qualifizieren.

„Wir wollen aber vorher alles fix haben“, betont Karow, dessen Schützling seinen deutschen Rekord von 2:25,00 Minuten über die 200 m Brust um eine Zehntelsekunde verbessern muss, um die erforderliche Zeit zu schaffen. „Eine Zehntel hört sich nicht viel an. Aber das ist schone eine Hausnummer, wenn man die deutsche Bestzeit unterbieten muss, um bei Olympia dabei zu sein“, erklärt Karow. Neben den 200 m Brust nimmt das Duo auch noch die 100 m Freistil und die 100 m Brust in Angriff, um über diese beiden Strecken einen Platz in der Staffel zu ergattern.

Coronavirus beeinträchtigt Planungen nicht

Dass die Olympischen Spiele in Japan wegen des Coronavirus bedroht sind, kümmert den Hammer dabei derzeit überhaupt nicht. „Das ist bei uns bislang nicht zum Thema geworden“, sagt er. Es habe vom Deutschen Schwimm Verband lediglich eine Warnung gegeben, dass die Trainer und Athleten bei Trainingslagern entsprechend Vorsicht walten lassen sollen. „Daher ziehen wir unsere Planungen voll durch und sind auf unser Ziel fokussiert“, fügt Karow hinzu. „Sollte sich da kurzfristig etwas ändern, müssen wir umstrukturieren.“

Ein wenig umstrukturieren musste der Hammer seit Dezember auch seinen Rhythmus im Alltag. Seine Schwimmer trainieren morgens meistens zwischen 8.30 und 10.30 Uhr. Und am Nachmittag steht nach der Krafteinheit von 15.45 bis 16.45 Uhr erneutes Wassertraining von 17 bis 19 Uhr an, so dass der Hammer meist von frühmorgens bis zum Abend in Gladbeck weilt und meist erst spät nach Hause kommt. „Das bringt der Beruf nun mal mit sich“, sagt er. „Und ich mache das auch gerne. Denn ich bin den VfL-Verantwortlichen und vor allem Jessica sehr dankbar, dass sie mir zu 100 Prozent vertrauen. Das ist ein großes Glück.“

Glücklich ist er auch darüber, dass der Kontakt zu seinen früheren Athleten vom Swim-Team nicht abgerissen ist. So gehört Karow weiter zu einer Whatsapp-Gruppe, so dass er über das Geschehen bei den Hammer Schwimmern weiter informiert ist und er sich mit ihnen auch mal abends trifft, um gemeinsam etwas essen zu gehen. „Ich bin ja im Guten gegangen“, sagt er – und fügt hinzu: „Aber der Wechsel nach Gladbeck war für mich die richtige Entscheidung.“

Beitrag: Patrick Droste – Wa.de | Fotos

Mit einer Übergangsfrist von einem Jahr werden das Schwimmabzeichen Seepferdchen und der Deutsche Jugendschwimmpass umgestellt. Zum 01.01.2020 gelten die neuen Pässe und Urkunden. Um einen reibungslosen Übergang zu garantieren, behalten die bisherigen Pässe und Urkunden bis zum 31.12.2020 ihre Gültigkeit. So kann der Wechsel in einer komfortablen Übergangsfrist von einem Kalenderjahr von statten gehen. Es ist deshalb für alle Beteiligten möglich den Umstellungszeitraum selbst zu bestimmen. Selbstverständlich behalten die bisher abgenommenen Schwimmabzeichen ihr Gültigkeit.

Was hat sich geändert? PPP Änderungen Schwimmprüfungen

Beim Frühschwimmer Seepferdchen wurde jetzt die Prüfungsanforderung genauer beschrieben. Die Prüfung beginnt mit einem Sprung vom Beckenrand mit anschließendem 25 m Schwimmen in einer Schwimmart in Bauch- oder Rückenlage. Die Ausführung erfolgt in der Grobform bzw. Grobkoordination. Dies bezeichnet die erste Phase des motorischen Lernens (Aneignungsphase), „die bereits alle wesentlichen Merkmale (Grundzüge) der angestrebten Bewegungshandlung aufweist, wobei jedoch noch Mängel und Unvollkommenheiten auftreten. (Schnabel & Thieß, 1993, S. 355). Danach wird die Grundfertigkeit „Orientierung unter Wasser“ durch das Heraufholen eines Gegenstandes mit den Händen aus schultertiefem Wasser (Schultertiefe bezogen auf den Prüfling) geprüft.

Die Kenntnisse der Baderegeln werden den Kindern im Laufe des Schwimmkurses kindgerecht vermittelt. Kenntnis von Baderegeln bedeutet, dass die Baderegeln sinngemäß durch den Prüfling verstanden worden sind. Das Verständnis kann z.B. durch Nachfragen wie „Darf ich in einem Freibad oder See baden gehen, wenn es gewittert?“ oder „Was sollten wir immer tun, bevor wir schwimmen gehen?“ überprüft werden. Hierzu können auch die Baderegeln im gemeinsamen Gespräch erarbeitet werden. Das bloße Auswendiglernen und Aufsagen der Baderegeln sollte hier nicht passieren.

Der Deutsche Schwimmpass für Erwachsen und der Deutsche Jugendschwimmpass werden zu einem zusammengefasst.

Das Ergebnis ist der Deutsche Schwimmpass.

Die Abzeichen werden vom Deutschen Jugendschwimmpass übernommen. Das für die Schule wichtige Deutsche Schwimmabzeichen in Bronze ist jetzt eindeutig formuliert. Die Aufgabe besteht darin, mit einem Sprung kopfwärts beginnend, 15 Minuten am Stück zu Schwimmen. In dieser Zeit sind mindestens 200 m zurückzulegen, davon 150 m in Bauch- oder Rückenlage in einer erkennbaren Schwimmart und 50 m in der anderen Körperlage. Der Wechsel der Körperlage erfolgt während des Schwimmens auf der Schwimmbahn ohne Festhalten. Die Tauch- und Sprungaufgabe sind geblieben. Die Stufen Silber und Gold wurden ebenfalls zusammengeführt. Die Altersbegrenzung für die Stufe Gold ist aufgehoben.

Als Mitglied im Bundesverband zur Förderung der Schwimmausbildung (BFS) hat der DSV wesentlich dazu beigetrage, die Prüfungsanforderungen so zu gestalten, dass vor allem der Schulterschluss mit der Kultusministerkonferenz-Sport gewährleistet ist. Dem DSV war es wichtig, das zum einen in den Schwimmvereinen aber auch in den Schulen bundesweit dieselben Prüfungsbedingungen gelten und zum anderen Konsens über die Definition herrscht, wann ein Kind oder Erwachsener Schwimmen kann. Es ist dem DSV gelungen, diese Anforderungen in das Schwimmabzeichen Bronze zu implantieren. In einer gemeinsamen Erklärung haben die Verantwortlichen der Kultusministerkonferenz und des BFS ein gemeinsames Statement abgegeben, das unter anderem beinhaltet, dass auch Sportlehrkräfte in den Schulen zur Abnahme der Schwimmprüfungen berechtigt sind.

Ein weiterer Vorteil für Schwimmer: Im Zuge der Überarbeitung wurden auch Vorgaben des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für das Deutsche Sportabzeichen berücksichtigt. Daher ist die erfolgreiche Prüfungsleistung für das Deutsche Schwimmabzeichen Gold künftig auch durch den DOSB für das Deutsche Sportabzeichen in der Disziplingruppe Ausdauer anerkannt.

Die neuen Pässe und Urkunden sind über die bekannten Stellen zu beziehen.

Unverändert bleiben:

  • das Vielseitigkeitsabzeichen Seehund TRIXI.
  • der Deutsche Leistungsschwimmpass.

Quelle: Deutscher Schwimm-Verband

In Amsterdam startet sie, Tokio hat sie im Kopf. Für Jessica Steiger, Schwimmerin des VfL Gladbeck, dreht sich ab sofort alles um Olympia 2020.

Für die meisten deutschen Spitzenschwimmer steht ein wichtiger Formtest an. Beim Swim Cup in Amsterdam (13. bis 15. Dezember) geht es erstmals wieder auf die Langbahn. Jessica Steiger wird in den Niederlanden auch an den Start gehen. Die Vorbereitung verlief für das 27-jährige Aushängeschild des VfL Gladbeck jedoch nicht optimal.

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30. Nov 2019

Road to Olympia

Hallo Leute,

die Olympischen Spiele 2020 in Tokio – mein großer Traum rückt näher. Auch wenn die Qualifikationsphase erst am 01. Januar 2020 beginnt, steigt in mir schon die Nervosität – eine positive Nervosität, die mich täglich durch das Training begleitet und mich harte Trainingseinheiten überstehen lässt. Jetzt wird die Grundlage gelegt, um Anfang des Jahres schnell sein zu können. Das bedeutet Kilometer schwimmen ohne Ende, um meine Ausdauer zu stärken. Mitte Dezember fahre ich mit meinem Trainer nach Amsterdam zu einem Testwettkampf. Hier wollen wir überprüfen, ob ich auf einem guten Weg bin oder wir doch noch an ein paar Ecken schrauben müssen 😉

Hier ein paar Bilder

Ausruhen an Weihnachten und zwischen den Jahren ist nicht drin

Wer denkt, dass ich danach erst einmal die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel genießen kann, liegt falsch. Die einzigen freien Trainingstage sind an Heilig Abend und an Neujahr. Ganz nach dem Motto: die Konkurrenz schläft nicht! Ehrlich gesagt finde ich das Training an den Weihnachtstagen gar nicht so schlimm – man kann direkt das Essen abtrainieren und sich auf das nächste Essen freuen 😉 Zu wild gefeiert wird an Silvester natürlich auch nicht – am 04.01 geht es für mich direkt ins Trainingslager nach Fuerteventura. Da ich mich zu Jahresbeginn immer gern mit einer Erkältung anstecken lasse, versuche ich dem Winter in Deutschland ein wenig zu entfliehen. Trainingslager sind natürlich auch immer gut, um sich komplett auf das Training zu fokussieren und dazwischen zu regenerieren. Kein Alltagsstress also.

Fuerteventura, Luxemburg, Sierra Nevada – ich bin viel unterwegs…

Ende Januar folgt der „EuroMeet“ in Luxemburg, wo ich bereits versuchen werde, mich in guter Form zu präsentieren. Einen Monat später folgt -mal wieder- ein dreiwöchiges Trainingslager in der Sierra Nevada. Und dann wird es  im April ernst! Bei der Nordic Swim Tour werde ich zuerst in Bergen und anschließend in Stockholm schwimmen – dort muss bereits jeder Meter perfekt sitzen! Diese beiden Wettkämpfe habe ich mir „ausgesucht“, um dort eine perfekte Leistung abzuliefern. Übrigens: Die Qualifikation kann nicht auf jedem Wald – und Wiesenwettkampf geschehen. Es muss ein von der FINA (wie beim Fußball die FIFA) abgezeichneter Wettkampf sein, damit meine Zeit überhaupt zählt. Zudem muss meine Zeit unter elektronischer Zeitnahme gemessen werden, damit es fair bleibt und kein Kampfrichter zu schnell oder zu langsam mit seiner Hand auf die Stoppuhr drückt. Die Qualifikationsphase endet mit den Deutschen Meisterschaften, die vom 30.04-03.05.2020 in Berlin ausgetragen werden. Nur wenn ich am 04.05.2020 die schnellste Deutsche über 100m Brust bin oder zu den Top 4 über 100m Freistil gehöre, darf ich mit nach Tokio zu den Olympischen Spielen!

Bloß nicht krank werden

Manche Schwimmerinnen und Schwimmer werden ihren Höhepunkt sicherlich bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin setzen. Ich habe jedoch mit meinem Trainer beschlossen, nicht bis zum letzten Tag der Qualiphase zu warten, um dort schnell zu sein. Zum einen ist mir das Risiko zu hoch, vielleicht genau an diesem Wochenende erkältet zu sein oder durch andere Umstände nicht 100% geben zu können. Zum anderen könnten wir immer noch rechtzeitig reagieren, sollte es in Bergen oder Stockholm doch noch nicht perfekt laufen. Ich denke jeder kennt das Gefühl, heute keinen perfekten Tag erwischt zu haben. Es bleibt sowieso bis zum letzten Tag spannend! Jeder möchte zu Olympia – Hundertstel werden letztendlich über Freud und Leid entscheiden. 1/100 kann ausschlaggebend dafür sein, ob sich die Jahre voller Anstrengungen, Fleiß und Ehrgeiz auszahlen. 

Also: Drückt mir die Daumen 😉

Bis bald!

Eure Jessy

Beitrag von Radio Emscher Lippe

Deutsche Kurzbahnmeisterschaften bescherten Medaillenregen

Vier Schwimmerinnen erhielten am Dienstagabend eine besondere Ehrung ihrer Leistungen bei den DSV-Kurzbahnmeisterschaften in Berlin. Die Ehrung des Quartetts aus Jessica Steiger, Mareike Ehring, Lisa Ortberg und Marina Koop fand im VfL-Treff statt.

Jessica Steiger mit doppeltem Hattrick

Siegbert Busch, Erster Vorsitzender des VfL Gladbeck, begrüßte die vier Sportlerinnen sowie deren Trainer Harry Schulz und den Abteilungsvertreter Ralf Steiger. Busch stellte den besonders freudigen Anlass der Zusammenkunft heraus. Dabei verwies er auf die einmalige Bilanz Jessica Steigers, die als erfolgreichste Deutsche Schwimmerin der Kurzbahn-DM mit drei Gold- und drei Bronze-Medaillen sowie einem siebten Platz in einem A-Finale heimgekehrt ist. Für Jessica sind es die Meistertitel acht, neun und zehn, die sie bei einer DM erworben hat.

Mareike Ehring auf der Überholspur

Ebenso stark hatte sich Mareike Ehring gezeigt. Sie kehrte als Deutsche Jugendmeisterin in drei Disziplinen heim. In der offenen Wertung belegte Sie den siebten A-Finalplatz.

Fototermin mit der WAZ: Lutz von Staegmann komponiert das Foto
Fototermin mit der WAZ: Lutz von Staegmann komponiert das Bild

Staffelergebnis: Platz vier

Abgerundet wurde die Deutsche Kurzbahnmeisterschaft mit einem undankbaren vierten Platz: Nur sieben Hundertstel lagen Ortberg, Koop, Ehring und Steiger hinter der SG Mittelfranken und schrammten damit um eine halbe Fingerlänge am Podiumsplatz vorbei.

Heimatstadt gratuliert

Für die Stadt Gladbeck gratulierte Rainer Weichelt (1. Beigeordneter). Besonders freute ihn die gute mediale Begleitung der Schwimmerinnen, besonders diejenige im Blätterwald. „Hinter jedem Erfolg steckt eine Menge Arbeit“, so Weichelt, „die auch honoriert werden muss.“ Damit Sportler ihre Leistung entfalten und Potentiale ausschöpfen können braucht es dazu ein Team aus Familie, Trainern und Helfern. Weichelt drückt den Schwimmerinnen die Daumen, dass sie weiterhin ein solches Team um sich herumhaben.

Die Leistungen der Kurzbahn-Heimkehrerinnen im Überblick

Jessica Steiger

100 m Brust in 1:06,22 Min. (Gold)
100 m Lagen in 0:59,67 Min. (Gold)
200 m Brust in 2:22,21 Min. (Gold)
100 m Freistil in 0:53,42 Min. (Bronze)
50 m Freistil in 0:24,55 Min. (Bronze)
50 m Brust in 0:30,80 Min. (Bronze)
200m Freistil in 1:56,42 Min. (Platz 7)

Mareike Ehring

200 m Schmetterling in 2:14,08 Min. (Junioren-Gold)
100 m Schmetterling in 0:59,84 Min. (Junioren-Gold)
50 m Schmetterling in 0:27,09 Min. (Junioren-Gold)

Lisa Ortberg

100 m Schmetterling in 1:02,56 Min. (Platz 24)
50m Rücken in 0:29,61 Min. (Platz 28)
100m Rücken in 1:02,84 Min. (Platz 25)

Marina Koop

200 m Brust in 2:34,08 Min. (Platz 18)
100 m Brust in 1:11,65 Min. (Platz 25)
50 m Brust in 0:33,53 Min. (Platz 34)

Alle DM-Ergebnisse finden Sie hier.

Beitrag und Fotos: Tim Tersluisen

Wer Sonntagnachmittag nach Abschluss der Int. Deutschen Kurzbahnmeisterschaften Schwimmen in Berlin in die Gesichter der Abreisenden blickte, sah fast überall nur Freude. Mit vielen starken Leistungen hatten die Athlet*innen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) zu Beginn der Olympiasaison vier Tage lang Optimismus geschürt. „Es macht richtig Spaß, wenn nicht nur die etablierten Kräfte überzeugen, sondern auch viele junge Kader für Konkurrenzkampf sorgen“, sagte Teamcoach Hannes Vitense.

Das war so auch im letzten Finalabschnitt zu sehen: Jessica Steiger (VFL Gladbeck 1921) holte sich über 100m Lagen ihren zweiten Titel und durchbrach in 59,67 zum ersten Mal die Minuten-Marke. Silber gewann Youngster Zoe Vogelmann, die zudem erneut in 1:00,04 einen neuen Deutschen Altersklassenrekord für 16-Jährige aufstellte. Nach seinem Sieg über 200m Lagen schaffte Philip Heintz (DSV) auch über 100m Lagen den Sprung ganz nach oben auf das Podest. In 52,91 ließ der Heidelberger die Konkurrenz deutlich hinter sich.

Für die Überraschung des Abends sorgte dann Isabel Gose (SV Nikar Heidelberg). Über 400m Freistil schlug die 17-Jährige nicht nur die frischgebackene 800m-Weltrekordhalterin Sarah Köhler (SG Frankfurt), sondern unterbot dabei auch deren nationalen Rekord. Mit ihren 3:58,91 Minuten reihte sich Gose in der internationalen Spitze ein. „Ich habe mit dem Gedanken gespielt, ob ich Sarah Köhler schlagen kann. Bei 200 Metern habe ich gemerkt, dass es richtig super läuft, und dann habe ich einfach nochmal versucht alles zu geben“, erzählte die fünfmalige Jugend-Europameisterin Gose: „Aber dass es dann zum deutschen Rekord reicht, hätte ich niemals gedacht“.

Sarah Köhler, die direkt aus dem Höhentrainingslager zur DKM angereist war, erwies sich übrigens als faire Verliererin. „Ich freue mich für Isabell und ziehe den Hut“, betonte Köhler als Zweitplatzierte (4:00,46): „Ich bin der Meinung, es ist gut, wenn unsere deutschen Rekorde gebrochen werden, ob nun meiner oder nicht. Und mein gestriger Weltrekord macht den Verlust ja wett.“

Anschließend holte sich Florian Wellbrock (SC Magdeburg) über 400m Freistil in 3:40,83 Minuten den dritten Titel dieser Meisterschaften. Zweiter wurde in 3:41,20 Poul Zellmann (SG Essen), der ebenfalls unter der Normzeit für die Kurzbahn-EM in Glasgow (04. – 08. Dezember) blieb. Auf dem vierten Platz landete mit Altersklassenrekord von 3:43,17 der 17-jährige Sven Schwarz (WaSpo 98 Hannover).

„Ich bin ganz froh, dass ich jetzt auf der Kurzbahn auch nochmal ein Stückchen zulegen konnte im Vergleich zum letzten Jahr. Das liegt besonders an meinen verbesserten Wenden, damit kann ich jetzt auf die Langbahn“, erzählte Wellbrock: „Mein nächster Wettkampf ist dann auch im Dezember in Magdeburg schon auf der langen Bahn und danach geht es bis zum neuen Jahr ins Trainingslager. Es kommt viel, viel harte Arbeit auf uns zu.“

Über 100m Schmetterling lieferten sich Aliena Schmidtke (SC Magdeburg), Angelina Köhler (W98 Hannover) und Lisa Höpink (SG Essen) das erwartete Kopf-an-Kopf Rennen, was im Anschlag Nachwuchstalent Angelina Köhler für sich entscheiden konnte. In fantastischen 56,95 holte sie sich den Titel und stellte erneut einen Altersklassenrekord für 19-Jährige auf. Nur 3 Hundertstelsekunden dahinter schlug Schmidtke in 56,98 als Zweite an. Dritte wurde Höpink in 57,26. Damit blieben alle deutlich unter der geforderten Qualifikationszeit für Glasgow. „Ich bin auf jeden Fall happy, was die Saisonplanung betrifft. Nach dem Höhentrainingslager weiß man das ja immer nicht so genau und ich hätte nicht gedacht, dass es jetzt schon so gut passt.“

Eine Goldmedaille gab es über 100m Schmetterling der Männer für Marius Kusch (DSV). In 50,21 siegte er deutlich und schlug vor Ramon Klenz (SG Neukölln Berlin, 51,24) und Philip Heintz (DSV, 51,36) an. Auch hier blieben alle drei Schwimmer unter der Normzeit für die Kurzbahn-EM. „Das war ein super Rennen, aber gefeiert wird nicht, morgen geht die harte Arbeit direkt weiter. Mein Ziel ist es, die Norm für Olympia bereits im Januar zu brechen“, sagte Kusch.

Im Finale über 200m Brust gab es dann gleich drei Altersklassenrekorde auf einmal. Als Zweite stellte Malin Grosse (SGS Hannover) in 2:23,41 Minuten einen für 17-Jährige auf, Kellie Messel (SG Mittelfranken) brach in 2:25,39 den für 15-Jährige und landete auf dem fünften Platz vor Kim Herkle (SV Cannstatt), die in 2:25,63 den Rekord für 16-Jährige unterbot. Den Sieg holte sich mit deutlichem Vorsprung Jessica Steiger in 2:22,21. „Das macht echt Mut für mehr“, sagte die 27-jährige Steiger als erfolgreichste DKM-Teilnehmerin mit jeweils drei Gold- und Bronzemedaillen.

Die 200m Brust der Männer wurden erst im Anschlag entschieden. Im Endspurt setzte sich Maximilian Pilger (SG Essen) in 2:07,52 knapp vor Yannis Merlin Willim (SSG Leipzig) in 2:07,74 durch. Dabei verpassten beide Athleten die Normzeit für die Kurzbahn-EM (2:07,00) nur um wenige Zehntelsekunden. „Das ist mein erster Titel und das ist ein super gutes Gefühl, da verschmerzt man auch die knapp verpasste EM-Qualifizierung“, meinte Pilger.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde noch einmal gesprintet. Im 50m Rücken-Finale der Frauen holte sich Laura Riedemann (SV Halle/Saale) in 27,10 die Goldmedaille. Auf dem zweiten Platz landete Kim Kristin Krüger (SG Dortmund), die ihren am Vormittag aufgestellten Altersklassenrekord für 16-Jährige noch einmal auf 27,41 verbesserte. Auch Celina Kühne (Ratzeburger SV) stellt einen neuen Altersklassenrekord für 17-Jährige auf (27,71). „Zwei Titel in zwei Tagen, das freut mich riesig. Aber jetzt heißt es, weiter zu trainieren mit dem Ziel Olympia. Im Januar geht es dann richtig mit der Quali für Tokio los“, sagte Riedemann.

Den letzten Sieg des Abends holte sich über 50m Rücken dann Ole Braunschweig (SG Neukölln Berlin) in 23,45. Jan-Philip Glania (SG Frankfurt) feierte bei seiner Comeback-Meisterschaft noch einmal den Vizemeistertitel und holte sich in 23,90 Silber. „Nachdem ich hier zweimal gegen Christian Diener verloren habe, ist der Sieg jetzt echt eine Genugtuung. Der Einsatz bei der EM in Glasgow wäre mein erster internationaler Einsatz und ich freue mich total und hätte mega Bock auf die Rennen dort.“

Der Kader für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Schottland wird vom DSV dann voraussichtlich am Montag (18. November) offiziell bekannt gegeben.

Quelle: Deutscher Schwimm-Verband

Mit dreimal Gold und dreimal Bronze trumpft die Gladbeckerin bei der Kurzbahn-DM auf. Auf die Europameisterschaft verzichtet die VfLerin.

Quelle: waz.de

„Ich war auch erst mit 18 erfolgreich“, sagt der ehemalige Weltklasse-Athlet, der zum ersten mal beim Volksbank-Schwimmcup vorbeischaute.

Fünf Jahre lang hat der VfL Gladbeck versucht, Paul Biedermann zum Volksbank-Jugend-Schwimmcup zu holen. Am Samstag war es soweit: Bei der elften Auflage der Veranstaltung war der zweifache Weltmeister und Weltrekordhalter über 200- und 400-Meter-Freistil nun in Gladbeck zu Gast.

Bei seiner Vorstellung im Hallenbad begrüßte ihn der Sprecher mit den Worten: „Im Wasser war er alles andere als bieder, Mann.“ Viele der jungen Sportler waren noch gar nicht geboren, als Biedermann im Jahr 2009 in Rom gleich zweimal Weltmeister wurde.WERBUNG

Schwimmstar gibt Autogramme

„Man sieht richtig, wie viel Herzblut und Engagement in diesem Event steckt, wenn man sich ein bisschen umschaut“, sagt Biedermann. Von solchen Wettkämpfen lebe der Nachwuchs im Schwimmsport: „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es eine vergleichbare Veranstaltung in meiner Jugendzeit gegeben hat.“ Der 33-Jährige verfolgte vor seiner Autogrammstunde einige Läufe vom Beckenrand aus. „Man sieht schon, ob jemand eine gute Wasserlage hat. Aber ich war auch erst mit 18 Jahren erfolgreich“, sagte er.SCHWIMMENVolksbank-Cup Gladbeck: Triple-A heißt „anders als andere“

In jungen Jahren sei man noch weit davon entfernt, als Schwimmer komplett zu sein. Denjenigen, die als Leistungssportler Fuß fassen wollen, gibt er mit auf den Weg: „Man muss sich mit der Familie zusammensetzen und drüber reden. Denn es ist mit viel Trainingsaufwand und Freizeitverzicht verbunden.“

Biedermann kann sich gut vorstellen noch einmal in Gladbeck aufzuschlagen . Zwar sei es bei ihm immer eine Zeitfrage, aber vom Konzept der Veranstaltung sei er überzeugt. „Ich werde auf jeden Fall versuchen, ein bisschen Werbung für den Volksbank-Schwimmcup zu machen, wenn ich unterwegs bin“, sagt Biedermann, der sich im Beisein von Bürgermeister Ulrich Roland noch ins Goldene Buch der Stadt eintrug.

Quelle: WAZ Gladbeck – Felix Lampert | Foto: Heinrich Jung (Funke)


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