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Jessica Steiger hat bei den German Open in Essen über 100 Meter Brust deutsche Jahresbestzeit geschwommen. Sie schlug nach 1:08,44 Min. an.

Jessica Steiger, Topschwimmerin des VfL Gladbeck, überzeugte zum Auftakt der German Open in Essen. Über 100 Meter Brust stellte die 26-Jährige im Vorlauf eine deutsche Jahresbestzeit auf. Steiger schlug nach 1:08,44 Min. an.

Damit setzte sie sich in der nationalen Jahresbestenliste eine Hundertstel vor Anna Elendt (Darmstadt). Elendt hatte in der ersten Phase des Qualifikationszeitraums für die Schwimm-Weltmeisterschaft 2019 in 1:08,45 Minuten die schnellste Zeit über die 100m Brust abgeliefert und sich damit ihre Fahrkarte für die WM-Lagenstaffel gesichert.

Jessica Steiger gewinnt den Endlauf in 1:08,71 Minuten

Gut drauf: Jessica Steiger, Topschwimmerin des VfL Gladbeck. Oliver Mengedoht left Steiger, die von Haus aus Brustschwimmerin ist, hatte sich dagegen als Teil der 4x100m Freistilstaffel für die Weltmeisterschaften im südkoreanischen Gwangju qualifiziert. Mit ihrem Auftritt bei den German Open deutete die VfLerin an, dass sie aber auch für einen Einsatz in der Lagenstaffel bereit wäre. Über die Besetzung der Staffeln wird erst vor Ort bei den Weltmeisterschaften selbst entschieden. Im Essener Endlauf über 100 Meter Brust steigerte Steiger sich übrigens nicht mehr. In 1:08,71 Min. sicherte sie sich ungeachtet dessen den ersten Platz.

Von Thomas Dieckhoff (WAZ Gladbeck) | Foto: Oliver Mengedoht

Die offizielle Mail lag ihr am Donnerstagvormittag (2. Mai) zwar noch nicht vor. Ungeachtet dessen darf sich Jessica Steiger, die Topschwimmerin des VfL Gladbeck, ab sofort auf ihren Start bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Gwangju vorbereiten. Am 1. Mai endete der Quali-Zeitraum für die deutschen WM-Staffeln – und Jessica Steiger lag am Stichtag in der deutschen Jahresbestenliste mit der Zeit von 00:54,82 Minuten über 100 Meter Freistil auf dem zweiten Platz.

In Gwangju geht es auch um die Olympia-Qualifikation

Somit wird die 26-jährige Gladbeckerin beim Saisonhöhepunkt (12. bis 28. Juli) in der weiblichen 4×100-Meter-Freistilstaffel die deutschen Farben vertreten. Viel steht in Südkorea auf dem Spiel, es geht nämlich nicht nur um Gold, Silber und Bronze. „Es geht“, betont Steiger, „auch um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020.“ Die im WM-Vorlauf besten zwölf Staffeln einer jeden Strecke sind für Tokio gesetzt. „Das“, sagt die VfLerin, „wollen wir natürlich schaffen.“

Dass die Brustspezialistin Jessica Steiger im Juli als Mitglied der Freistilstaffel zu den Weltmeisterschaften nach Gwangju fahren wird, sagt vor allem etwas aus über die Schwierigkeiten, mit denen sich die Gladbeckerin im Jahresverlauf konfrontiert sah. Immer wieder warfen gesundheitliche Probleme die 26-Jährige zurück. Zwischenzeitlich drohte Steiger gar das Saison-Aus. Zuletzt hatte Steiger mit einer hartnäckigen Erkältung zu kämpfen. Ausgerechnet in Stockholm, wo sie sich über die 100 Meter Brust ihren Startplatz für die deutsche WM-Lagenstaffel sichern wollte, hatte die Krankheit die VfLerin matt gesetzt.

Für Steiger & Co. beginnt die zweite Quali-Phase

„Letztlich haben mir sechs Hundertstel gefehlt“, so Jessica Steiger mit Blick auf ihre Zeit (1:08,51) und der der schnellsten Deutschen in diesem Jahr, Anna Elendt (DSW 1912 Darmstadt; 1:08,45). „Das“, bekennt die Gladbeckerin, „tut verdammt weh.“

Nun beginnt die zweite Qualifikationsphase. Bis zum 12. Mai räumt der Deutsche Schwimm-Verband seinen Aktiven die Möglichkeit ein, bisher noch nicht besetzte Plätze im Weltmeisterschaftsteam zu füllen. Über 200 Meter Brust, Steigers Lieblingsstrecke, hat bislang niemand die geforderte Zeit von 2:24,90 Minuten erreicht.

Jessica Steiger hat jetzt ein neues Ziel vor Augen

Wird die inzwischen genesene Gladbeckerin versuchen, sich auch noch ein WM-Einzelticket zu sichern? „Ich werde vom 10. bis zum 12. Mai an den German Open in Essen teilnehmen und natürlich versuchen, eine gute Zeit zu schwimmen“, betont Jessica Steiger. Und weiter: „Aber ich müsste ja Deutschen Rekord schwimmen, das erscheint mir, nachdem ich im Trainingslager auf Sizilien infolge meiner Erkrankung vier Tage lang überhaupt nicht trainieren konnte, sehr unwahrscheinlich. Die Zeit ist zu kurz, um den Rekord anzugreifen.“

Immerhin: Inzwischen kann Jessica Steiger wieder ihr reguläres Trainingsprogramm abspulen. Mit einem neuen Ziel vor Augen: Gwangju in Südkorea, Austragungsort der 18. Weltmeisterschaften im Schwimmen.

Von Thomas Dieckhoff (WAZ Gladbeck)

Die Schwimmer des VfL Gladbeck absolvieren derzeit auf Sizilien ein Trainingslager. Abteilungssprecher Ralf Steiger meldete sich nun aus Italien.

Das Trainingslager der VfL-Schwimmer auf Sizilien verläuft offenbar erfolgreich. „Die Mannschaft“, meldete jetzt Ralf Steiger, der Sprecher der Abteilung, „hat im Wasser bereits viele Kilometer zurückgelegt.“ Die Stimmung im 24-köpfigen Team sei gut, alle bereiteten sich intensiv auf die nächsten Wettkämpfe vor.

Die Rot-Weißen arbeiten hart, weil die Saisonhöhepunkte nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften etwa gehen bereits vom 28. Mai bis zum 1. Juni in Berlin über die Bühne. Etwas länger dauert es noch, bis die nationalen Titelkämpfen in der Hauptstadt ausgetragen. Sie finden vom 1. bis zum 4. August statt.

Steiger darf auf Teilnahme an der WM hoffen

Und dann ist da ja noch die Weltmeisterschaft, die von 12. bis zum 28. Juli in Gwangju/Südkorea ausgetragen wird. In Jessica Steiger darf sich die Topschwimmerin des VfL Gladbeck Chancen ausrechnen, als Mitglied der 4x100m-Freistilstaffel vom Deutschen Schwimmverband (DSV) nominiert zu werden. Aktuell belegt die 26-Jährige mit ihrer in Bergen geschwommenen Zeit von 0:54,82 Minuten über 100m Freistil in der nationalen Jahresbestenliste zweiten Platz.

Das Qualifikationsfenster für die schnellsten deutschen Staffelschwimmer endet am Dienstag, 30. April. Vom Weltverband Fina anerkannte Qualifikationswettkämpfe finden nicht mehr allzu viele statt: in Deutschland kein einziger, europaweit insgesamt sieben. Jessica Steiger, die dem VfL-Team nach ihren Starts in Bergen und Stockholm hinterhergereist ist, muss sich also in Geduld üben. „Ob ich nun bei der Weltmeisterschaft in Gwangju dabei sein werde, erfahre ich Anfang Mai. Drückt mir die Daumen“, so die Gladbeckerin auf ihrer Facebookseite.

Von Philipp Ziser (WAZ Gladbeck)

Mit belegter, heiserer Stimme meldet sich Jessica Steiger aus Stockholm – und hat erstmal gute Nachrichten. Von ihrem Sturz im Schwimmbad in Bergen ist wohl nicht viel mehr als ein großer Schreck übrig geblieben.

„Ich bin voll auf die Seite geflogen, das hat auch richtig geklatscht“, berichtet die Schwimmerin des VfL Gladbeck, „der Physio aus Luxemburg hat mich auch extra nochmal gefragt, wie es mir geht, weil das so gescheppert hat. Im Moment fühlt es sich aber eher an wie ein blauer Fleck.“

Dieser Unfall steht Steiger also nicht im Wege, wenn sie ab heute beim Swim Cup in Stockholm erneut um gute Zeiten für die WM-Qualifikation kämpft – trotzdem ist ihre Gesundheit ein Fragezeichen.

Gute Ausgangsposition mit Zeiten in Bergen

Steiger plagt sich mit einer Erkältung, legte deshalb auch Sonntag in Bergen eine Pause ein. „Der erste Tag mit vier Starts hat mich ein bisschen umgehauen und Samstag ging es mir schon nicht mehr ganz so gut.“

Husten, Nase zu, keine Stimme mehr – die 50-Meter-Strecken ließ Steiger deshalb ausfallen, um nicht das komplette Wochenende oder gar den ganzen April zu gefährden – in diesem Monat geht es nämlich um die Tickets zur Weltmeisterschaft nach Gwangju in Korea Ende Juli. Und trotz Sturz und Erkältung sieht es nicht schlecht aus.

„Mit den Leistungen aus Bergen bis ich auf jeden Fall zufrieden, über 100 Meter Kraul sieht es mit der Bestzeit ganz gut aus für eine Staffel“, sagt Steiger, die mit ihrer Zeit von 54,82 Sekunden nun die Deutsche Bestenliste anführt. „Da kann ich aber schlecht eine Prognose abgeben. Die Mädels haben ja auch noch Zeit, eine gute Zeit hinzulegen.“

Heute Einstieg mit Start über 50 Meter Schmetterling

Ein Platz unter den besten Vier Ende April würde bedeuten, dass Steiger zur Weltmeisterschaft darf – es wäre ihre erste WM auf der 50-Meter-Bahn, nachdem sie im Winter schon bei der Kurzbahn-WM war.

In Stockholm steigt sie am heutigen Freitag mit einem Start über 50 Meter Schmetterling ein, im Fokus stehen danach die Bruststrecken: Samstag 50 Meter, Sonntag 200 Meter, Montag 100 Meter.

200 Brust: Für die Norm muss ein Deutscher Rekord her

Besonders auf ihrer Lieblingsstrecke über 200 Meter will sie ihre Zeit im Vergleich zu Bergen steigern – dort schwamm sie 2:27,97 Minuten. Steigers Deutscher Rekord liegt bei 2:25:00, die WM-Norm liegt noch eine Zehntel darunter.

„Ich möchte natürlich noch eine bessere Zeit hinlegen. Ob es für die Quali-Zeit reicht, weiß ich nicht, dafür bin ich einfach nicht hundertprozentig fit“, sagt sie. „Aber vielleicht kann ich ja schon mal in die Richtung schwimmen.“

Auch über 100 Meter Brust ist Steiger die beste Deutsche in diesem Jahr, diese Position will sie verteidigen – das ist ein weiterer Weg, sich für die WM zu qualifizieren.

Die Schwimmabteilung des VfL bucht wieder Tickets nach Berlin – vier haben ihres schon beim EuroMeet gesichert.

Mit zwei Medaillen führte Jessica Steiger die Abteilung des VfL Gladbeck beim ersten Wettkampf der Saison an, aber insgesamt erwischte das Team einen starken Saisonstart.

Gleich vier Aktive haben beim hochklassigen Saisonauftaktbeim EuroMeet in Luxemburg auch schon die Qualifikationsnormen für die Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften im Sommer geschafft.

Ehring glänzt in mehreren B-Finals

Zum vierten Mal hintereinander waren die stärksten Schwimmerinnen und Schwimmer des VfL in Luxemburg, um zwischen den Besten der Welt in die Langbahnsaison einzusteigen.

„Mit einem Wettkampf in dieser sehr frühen Phase verfolgt man immer das Ziel, sich Rennhärte und -routine zu erarbeiten“, so Coach Harry Schulz. Und besonders die 17-jährige Schülerin Mareike Ehring fühlte sich in Luxemburg über ihre Paradestrecken sichtlich wohl: über die 50 Meter Schmetterling schwamm sie erst im B-Finale auf den fünften Platz, über die doppelte Distanz sogar auf den Bronzerang.

Der eigentliche Coup gelang Ehring aber mit ihrem Sieg des B-Finals über die 200 Meter Schmetterling. Mit 2:17,83 Minuten wäre sie sogar fünfte im A-Finale gewesen. „Mareike muss definitiv noch viel an Technik und Stehvermögen arbeiten. Verstecken muss sie sich aber garantiert nicht mehr!“, so Schulz.

Auch Wolff, Burda und Ingendoh holen das Ticket

Jolina Wolff, Konstantin Burda und Emma Ingendoh machten bei dieser Gelegenheit ebenfalls ihr Ticket zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin klar.

Wolff hatte es dabei am schnellsten vollbracht: nach 29,03 Sekunden über 50 Meter Freistil stand ihre zweite Teilnahme fest. Eine Premiere wird es dagegen für Emma Ingendoh, die über 100 Meter Freistil 1:01,31 Minuten benötigte. „Ich kann es gar nicht wirklich glauben“, so die 16-jährige stolz, als sie die Zeit an der Anzeigetafel las. Auch Konstantin Burda wird erstmals für den VfL nach Berlin fahren, er knackte die Normen über 50 und 100 Meter Brust.

Frist zur Normerfüllung läuft noch bis 12. Mai

Die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2019 finden vom 28. Mai bis zum 1. Juni in Berlin statt bis zum 12. Mai haben Sportlerinnen und Sportler die Möglichkeit, sich zu qualifizieren.

Für den VfL waren in Luxemburg außerdem am Start: Marina Koop, Marie Kuhlmann, Nele Mense, Marie-Louise Möller, Yamina Peters, Lara Pillokat sowie Mara Verjé.

Quelle: WAZ Gladbeck

Jessica Steiger vom VfL Gladbeck will wieder zur WM – auf ihrer Lieblingsstrecke. Doch bis vor wenigen Tagen befürchtete sie sogar das Saisonaus.

Alles wieder gut. Eine Woche Trainingsrückstand, eine Reihe Extratermine beim Physio und einen großen Schreck hat Jessica Steiger aus den vergangenen Tagen mitgenommen – aber keine schlimme Krankheit. Es waren emotionale zwei Wochen für die Top-Schwimmerin des VfL Gladbeck: Erst die Freude, endlich wieder auf ihrer Lieblingsstrecke schwimmen zu können, dann Sorgen und Tränen, die Angst aufgrund einer Herzmuskelentzündung monatelang aussetzen zu müssen.

Und schließlich die große Erleichterung, als sich der Verdacht nicht bestätigte. Die Schwimmsaison begann aufregend für Steiger, die in diesem Sommer zur Weltmeisterschaft schaffen will – aber jetzt kann sie erst richtig losgehen.

Rippenverletzung behindert die Atmung im Wasser

Ob diese Saison überhaupt richtig losgehen würde, stand nämlich bis vor ein paar Tagen noch infrage. Schon vor dem ersten Wettkampf in Luxemburg quälte sich Steiger mit Rückenschmerzen.

„Je länger die Strecke wurde, die ich geschwommen bin, desto weniger Luft habe ich bekommen und desto mehr bin ich verkrampft“, beschreibt sie.

„Ich wollte dann unbedingt noch die 100 Meter Brust probieren, aber das war eine Scheiß-Idee“, sagt sie über das EuroMeet, bei dem sie immerhin drei Finalteilnahmen über 50 und 100 Meter Brust und 50 Meter Freistil erreichte und zwei Medaillen holte – unter Schmerzen.

Erleichterung nach der endgültigen Diagnose

Mutter Sandra Steiger, Jessicas Trainerin und selbst ehemalige Top-Schwimmerin meinte: „Als Trainer hat man das nüchtern zu betrachten. Aber als Mutter zu wissen, dass sie sich durch ihre Schmerzen quält, ist nicht wirklich schön.“

Zurück in Deutschland ging es zum ehemaligen Schalker Mannschaftsarzt Dr. Rarreck. Diagnose: „Eine Rippe stand heraus, die hat die Atmung blockiert“, so Steiger. Nach einer Unregelmäßigkeit beim EKG stand allerdings kurzzeitig der Verdacht Herzmuskelentzündung im Raum – das hieß sofortiger Trainingsstopp.

Herzmuskelentzündung hätte das Saisonaus bedeutet

„Das wäre eine Katastrophe gewesen“, sagt Steiger. „Ich hätte mindestens einen Monat Pause machen müssen, die Saison wäre vorbei gewesen.“ Umso größer die Erleichterung, dass Steiger gesund ist, die Unregelmäßigkeiten für eine Leistungssportlerin ganz normal waren. So war Steiger schon bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften am vergangenen Wochenende in der 2. Bundesliga für die Mannschaft des VfL ins Wasser ging und Platz zwei holte.

Bei all dem Drama rückte in den Hintergrund, dass die Schwimmerin auch gute Nachrichten bekommen hatte. Ende Januar veröffentlichte der Deutsche Schwimm-Verband die Qualifikationsnormen für die WM in Gwangju in Südkorea.

Neues Team „Tokio 2020“ lockert die Normen

In den vergangenen Jahren hatte Bundestrainer Henning Lambertz auf strikte Normen gesetzt, so dass Steiger ihre Lieblingsstrecke 200 Meter Brust nicht mehr schwimmen konnte. Nach Lambertz’ Rücktritt im Dezember ist nun das von DSV-Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen geleitete „Team Tokio 2020“ zuständig – mit anderen Normen.

Über 200 Meter Brust etwa liegt die Norm nun bei 2:24,90 Minuten, vorher lag sie bei 2:20,00. Als amtierende Deutsche Meisterin und Rekordhalterin steht Steiger bei 2,25:00. „Ich hatte mich schon damit abgefunden, meine Hauptstrecke zu verlassen“, meint Steiger. „Aber jetzt greife ich über 200 wieder an – auch wenn ich meinen Deutschen Rekord da erst mal beweisen und verbessern muss. Aber es klingt wieder machbar.“

Steiger startete 2018 erstmals bei der Kurzbahn-WM

Weiterhin hat sie die Perspektive, sich als Staffelschwimmerin über 100 Meter Brust zu qualifizieren – die Jagd nach den Zeiten beginnt damit ab sofort. „Ich habe 2018 erstmals WM-Luft geschnuppert – da will ich unbedingt wieder hin.“

Quelle: WAZ Gladbeck – Philipp Ziser | Foto: Oliver Mengedoht

Nach den Deutschen Meisterschaften ist für Jessica Steiger vor den Europameisterschaften. Den Trip nach Glasgow, los geht’s mit der Nationalmannschaft am Freitag, 31. Juli, tritt die 26-jährige Topschwimmerin des VfL Gladbeck mit Rückenwind an.

Bei der DM in Berlin sicherte sich Jessica Steiger nämlich über 200 Meter Brust nach 2016 und 2017 erneut den Titel. In 2:27,07 Minuten verwies sie die junge Darmstädterin Anna Elendt und Anna Kroniger (SV Blau-Weiß Bochum) auf die Plätze. Elendt, Deutsche Meisterin über 50 und 100 Meter Brust, benötigte 2:29,72 und Kroniger 2:30,64 Minuten. Eine klare Sache – und doch ein schweres Stück Arbeit, wie die Gladbeckerin der WAZ verriet. „Auf den letzten 20, 25 Metern habe ich gedacht, ich komme nicht mehr an“, so Steiger.

Mit dem Finale über 100 Meter Frust unzufrieden

Mit diesem Rennen war sie ebenso zufrieden wie mit dem über 50 Meter Brust, in dem ihr nur vier Hundertstel zum Titelgewinn fehlten: „Ich bin Saisonbestzeit geschwommen, das war sehr überraschend.“ Überhaupt nicht einverstanden war Jessica Steiger dagegen mit dem A-Finale über 100 Meter Brust.

„Ich habe mir zu viel Druck gemacht“, so die VfLerin, „ich wollte unbedingt gewinnen und ich wollte unbedingt eine gute Zeit schwimmen.“ Das klappte jedoch gar nicht. „Doof“ sei dieser Endlauf gewesen. „Ich war enttäuscht.“

Steiger darf bei der EM nicht nur in der Staffel ran

Ungeachtet dessen gelang es Jessica Steiger, sich neu zu fokussieren. Und so ließ sie der Konkurrenz über 200 Meter Brust, ihrer Lieblingsdistanz, nicht den Hauch einer Chance.

Am gestrigen Sonntag, den letzten Tag der Titelkämpfe, hatte Jessica Steiger frei. Frei? Sie hatte keinen Wettkampf. „Ich war erst bei der Einkleidung für Glasgow, danach habe ich trainiert und schließlich noch Christopher (VfL-Teamkollege Theis, d. Red.) angefeuert.“ Eine gute Nachricht gab’s zudem, die Gladbeckerin darf bei der EM nicht nur in der Lagenstaffel starten, sondern auch über 100 und 200 Meter Brust.

Mareike Ehring erreicht ein weiteres A-Finale

Die VfLerin Mareike Ehring hat bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin ein weiteres A-Finale erreicht. Über 100 Meter Schmetterling landete die Teilnehmerin an den Junioren-Europameisterschaften von Helsinki in 1:01,06 Minuten auf dem sechsten Platz. Über 50 Meter Freistil belegte Ehring zudem in 27,26 Sekunden den 34. Platz.

Ins B-Finale schaffte es über 200 Meter Brust Marina Koop. 2:38,70 Minuten bedeuteten in der Endabrechnung den 13. Rang für die Gladbeckerin, die sich infolge ihrer Abiturprüfungen nicht optimal auf die DM vorbereiten konnte.

Theis schwimmt 1500 Meter Freistil in 16:25,75 Minuten

Christopher Theis ging an den letzten beiden Wettkampftagen zweimal ins Wasser. Über 1500 Meter Freistil erreichte er gestern in 16:25,75 Minuten das Ziel. Tags zuvor stoppte die Uhr für ihn über 200 Meter Freistil nach 1:57,34 Minuten. Damit belegte er in der Juniorenwertung den 13. und in der offenen Wertung den 45. Rang.

Beitrag: waz.de – Thomas DIeckhoff | Foto: Imago/WAZ

Konkrete Ziele hat sie sich noch nicht gesetzt für den Saisonhöhepunkt. „Ich werde versuchen, gut zu schwimmen“, sagt Mareike Ehring. Die 16-Jährige, die für den VfL Gladbeck startet, gehört zum 23-köpfigen Aufgebot des Deutschen Schwimmverbandes für die Jugend-Europameisterschaft im Schwimmen. Die Titelkämpfe werden vom 4. bis zum 8. Juli in Helsinki ausgetragen.

Mareike Ehring ist trotz ihres jungen Alters bereits eine erfahrene Schwimmerin. Im vergangenen Jahr gewann sie bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin Gold über 50 und 100 Meter Schmetterling. Außerdem holte bei nationalen Titelkämpfen des Nachwuchses drei Silbermedaillen. Und mit ihrem VfL Gladbeck ist sie zuletzt in der Zweiten Bundesliga mehrmals West-Meister geworden.

Ehring ist über ihre Nominierung überrascht

Ungeachtet dessen war die Schülerin, die in Bottrop das Josef-Albers-Gymnasium besucht, über ihre Nominierung für die Jugend-Europameisterschaft überrascht. „Ich habe nicht damit gerechnet“, gibt Mareike Ehring zu.

Ihr Gladbecker Trainer Harry Schulz hingegen schon. Er verweist auf die kontinuierliche Entwicklung seines Schützlings und – siehe oben – auf die Erfolge. „An den Einzelnormen“, so der Coach, „ist Mareike ja nur knapp vorbeigeschwommen. Aber ich habe schon damit gerechnet, dass sie für die 4×100-Meter-Lagenstaffel mitgenommen wird.“

Start in der deutschen 4×100-Meter-Lagenstaffel

Und so ist es gekommen. Mareike Ehring wird in Finnland in der Staffel starten und außerdem über 50 und 100 Meter Schmetterling. Was ist drin für das Talent? Harry Schulz traut der deutschen Lagenstaffel das Erreichen des Endlaufes zu. „Im Einzel kann Mareike das Semifinale oder auch mehr erreichen“, so der erfahrene Trainer, der ja auch seit Jahren mit VfL-Topschwimmerin Jessica Steiger erfolgreich zusammenarbeitet. Ehring sei eine Wettkampfschwimmerin, sie rufe, wenn es darauf ankomme, immer ihre Leistung ab.

Wie sieht’s aktuell aus? Beim Swim-Cup in Eindhoven vor knapp einem Monat hatte sie sich ja nur über 50 Meter Schmetterling der starken internationalen Konkurrenz stellen können. Alle anderen Rennen musste Ehring infolge einer Erkrankung absagen. Das ist aber längst abgehakt bzw. die Krankheit auskuriert, wie Harry Schulz im Gespräch mit der WAZ versichert: „Mareike ist gut drauf.“

Jahrgangs-DM findet Ende Mai in Berlin statt

Und sie wird ab sofort ihren Fokus in der Vorbereitung auf die Jugend-EM in Helsinki legen. Die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften, die Ende Mai in Berlin über die Bühne gehen, wird Mareike Ehring daher aus dem vollen Training heraus bestreiten. Sie wird in der Hauptstadt wie in Finnland versuchen, in den Bereich ihrer Bestmarken von 27,63 Sekunden (50 Meter Schmetterling) und 1:01,01 Minuten (100 Meter Schmetterling) zu kommen. Oder, in ihren Worten: „Versuchen, gut zu schwimmen.“

Quelle: WAZ Gladbeck – Thomas Dieckhoff

Am Tag vor dem Maifeiertag müssen wir aus Personalgründen das offene Erwachsenenschwimmen sowie die Wassergymnastik im Hallenbad ausfallen lassen. Wir bitten um Verständnis dafür und wünschen allen einen schönen und entspannten Tag der Arbeit!
Kassel, 06. Dezember 2017. 16 Aktive – sechs Frauen und zehn Männer – umfasst das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Kopenhagen (13. bis 17. Dezember 2017). Angeführt wird das EM-Team unter der sportlichen Leitung von DSV-Chefbundestrainer Henning Lambertz von Vize-Weltmeisterin Franziska Hentke (Magdeburg), Weltrekordler und Weltmeister Marco Koch (Darmstadt) sowie dem Vize-Weltmeister auf der Kurzbahn, Philip Heintz (Heidelberg).

Mit dabei sind auch Sarah Köhler (Frankfurt), die erst vor wenigen Tagen einen neuen Deutschen Rekord über 1500 m Freistil auf der Kurzbahn aufstellte, sowie Christian Diener (Potsdam), der in der zurückliegenden Weltcup-Saison rund ein Dutzend Medaillen gewann.

„Wir schicken in Kopenhagen ein schlagkräftiges Team an den Start, das hoffentlich mit vielen Finalplatzierungen und persönlichen Bestzeiten nach Hause kommen wird“, so Lambertz.

Die 16-köpfige DSV-Mannschaft für die Kurzbahn-EM in Kopenhagen (13. bis 17. Dezember):

Frauen (6): Franziska Hentke, Aliena Schmidtke (beide SC Magdeburg), Sarah Köhler (SG Frankfurt), Nadine Lämmler (SV Nikar Heidelberg), Celine Rieder (Neckarsulmer Sport-Union), Jessica Steiger (VfL Gladbeck 1921)

Männer (10): Christian Diener (Potsdamer SV), Jacob Heidtmann (Swim-Team Stadtwerke Elmshorn), Philip Heintz (SV Nikar Heidelberg), Marco Koch (DSW 1912 Darmstadt), Marius Kusch (SG Stadtwerke München), Clemens Rapp, Fabian Schwingenschlögl (beide Neckarsulmer Sport-Union), Marek Ulrich (SV Halle/Saale), Florian Wellbrock (SC Magdeburg), Damian Wierling (SG Essen)

Quelle: DSV


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