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Quelle: WAZ Gladbeck – Foto: Lutz von Staegmann

Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat seine U23-Jahresbestenliste veröffentlicht. Gleich zwei Gladbeckerinnen zählen zur nationalen Top-5.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat jetzt seine offizielle Jahresbestenliste der Altersklasse U23 veröffentlicht. Zwei Gladbeckerinnen zählen zur nationalen Top-5. Dabei handelt es sich um Stabhochspringerin Anne Berger (VfL) und um Hürdensprinterin Neele Schuten (TV).

Von Rainer Krüger

Am 3. Oktober 2021 fand im Gladbecker Stadion der traditionelle Werfertag des VfL Gladbeck statt. Allerdings hatten die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Johannes Waschelewski kein Glück mit dem Wetter. Dauerregen während der ganzen Veranstaltung machten das Leben der Athleten unnötig schwer. Dennoch nahmen an dem Werfertag über 90 Athleten aus 45 Vereinen aus ganz Nordrhein-Westfalen teil.

Großes Lob und gute Leistungen

Gute Kritiken gab es dann auch für den Veranstalter, der den Athleten zum Saisonabschluss noch einen Wettkampf ermöglichte. Auch Athleten des VfL Gladbeck konnten sich in die Siegerlisten eintragen.

In der Altersklasse männliche Jugend U18 siegte Alexander Jungnitsch mit einer Weite von 39,39 m im Diskuswurf. Zwei Silbermedaillen gab es für ihn im Kugelstoßen mit einer Weite von 11,97 m und im Speerwurf mit einer Weite von 40,53 m.

Marvin Bright siegte im Kugelstoßen der AK M13 mit 7,73 m und im Diskuswurf mit 18,21 m. Im Speerwurf wurde er Zweiter mit einer Weite von 22,07 m.

Siegerin im Speerwurf der Altersklasse weibliche Jugend U20 wurde Emily Klein vom VfL Gladbeck mit 35,82 m. Im Kugelstoßen der gleichen Altersklasse wurde sie Zweite mit 9,47 m, ebenso  im Diskuswurf mit 24,31 m. Siegerin im Diskuswurf wurde Giulia Postel mit 25,29 m.

Zwei zweite Plätze gab es für Meret Menzel in der Altersklasse weibliche Jugend U18. Im Diskuswurf erreichte sie eine neue Bestweite mit 30,31 m und im Kugelstoßen kam sie mit einer Weite von 9,87 m auf Platz 2.

Die jüngste Teilnehmerin des VfL war Lucienne Tibulsky in der Altersklasse W12. Luci siegte im Kugelstoßen mit einer Weite von 6,79 m. In ihrem ersten Speerwurf-Wettkampf kam sie auf eine Weite von 16,88 m, mit der sie Zweite wurde. Insgesamt ein versöhnlicher Abschluss der zweiten Corona-Saison für die Sportler des VfL Gladbeck.

Fotos und Beitrag von Rainer Krüger

Im Gladbecker Stadion wurden die Kreisbestenkämpfe ausgerichtet. Dabei gab es auch vom Leichtathletik-Nachwuchs des VfL Gladbeck 1921 allerlei gute Leistungen zu sehen.

Eine starke Leistung zeigte Marvin Bright in der Altersklasse M13. Er siegte im Kugelstoßen mit einer Weite von 8,16 m, im 75 m-Sprint wurde er als Zweiter nur hauchdünn um eine Hundertstelsekunde geschlagen und kam nach 10,59 Sekunden ins Ziel. Neue Bestleistungen erreichte er darüber hinaus noch im Weitsprung mit 4,32 m (Silber) und Hochsprung mit 1,33 m (Bronze).

Sechs Titel für Noel Nzeh

Überragender Sportler in der Altersklasse M12 war Noel Nzeh, der gleich sechs Kreismeister-Titel gewann. Er siegte im 75 m-Sprint (10,59 s), im 800 m Lauf, (2:42,82min.), im 60 m-Hürdensprint mit 11,15 s, im Hochsprung mit 1,39 m und im Weitsprung mit einer Weite von 4,23 m. Siegerin im 800 m Lauf der Altersklasse W13 wurde Sina Schäfer mit einer Leistung von 2:36,29 Minuten.

Zwei Siege in der Altersklasse W12 gab es für Lucienne Tibulsky. Sie siegte im Hochsprung mit 1,20 m und im Kugelstoßen mit einer Weite von 6,79 m. Dritte wurde sie noch im 75 m-Sprint mit einer Leistung von 11,41 Sekunden und im Weitsprung kam sie mit einer Weite von 3,80 m auf Rang vier. Leonie Banken holte Silber im 800 m-Lauf in 3:06,55 min. Larina Neusässer wurde in ihrem ersten Hochsprung-Wettkampf mit einer Höhe von 1,10 m Dritte. Josy Oelmüller belegte Rang 3 im Speerwurf mit 12,06 m.

Zweimal siegreich in der Altersklasse M11 war Simon Rapacki. Er siegte im 50 m -Sprint deutlich mit einer Leistung von 8,02s und im Weitsprung mit einer Weite von 3,71 m. Vierter wurde er im 800 m Lauf mit 3:15,05 min. In der Altersklasse M10 wurde Daniel Unrau im 800 m-Lauf Dritter mit einer Leistung von 3:16,06 min.

Dreimal Bronze in der Altersklasse W11 gab es für Liska Reinsch im 50 m Sprint mit 8,83s, im Weitsprung mit 3,37 m und im Schlagballwurf mit 23 m. Silber holte sie im 800 m-Lauf in einer Zeit von 3:10,37 min.

In der Altersklasse W10 gab es zweimal Bronze im Schlagballwurf mit 16 m und 800 m-Lauf in 3:25,00 min. für Charlene Nzeh.

Silber für die 4x50m-Staffel

Die Silbermedaille gab es für die 4x50m-Staffel des VfL Gladbeck in der Altersklasse U10. Hier liefen Daniel Mittelstein, Maurits Eisema, Attila Schrötges und Samuel Lange in 37,95s ins Ziel. Die zweite Staffel des VfL Gladbeck in der Besetzung Rafael Wetzl, Kevin Shehu, Lio Swantusch und Tom Prediger kam hauchdünn dahinter in 37,97 s ins Ziel.

In den Einzeldisziplinen erreichte Mauritz Eisema im 50 m-Sprint mit 9,17 Sekunden Rang Drei, Daniel Mittelstein kam in 9,59 Sekunden auf den fünften Platz. Im 800 m Lauf wurde Samuel Lange in 3:14,08 min. Dritter vor Moritz Eisema der 3:15,42 min. benötigte. Platz 5 und sechs gingen an Johannes Schemberg und Daniel Mittelstein. Eine weitere Bronzemedaille holte Atilla Schrötges in der Altersklasse M9 im Weitsprung mit 3,03 m für den VfL Gladbeck. Daniel Mittelstein wurde Dritter mit 28 m im Schlagballwurf vor Samuel Lange der 22 m weit warf.

Zwei weitere Siege in der Altersklasse M8 gab es für Rafael Wetzl, der im 800 m Lauf in 3:26,88 min. siegte vor Giorgios Franco der 3:28,88 min.  benötigte. Die umgekehrte Reihenfolge gab es für die beiden im Schlag Ballwurf: hier siegte Giorgios Franco mit einer Weite von 26 m vor Rafael Wetzl, der 2x die gleiche Weite warf wie Giorgio Franco und nur auf Grund des schlechteren dritten Versuchs Rang zwei belegte. Tom Prediger wurde hier Vierter mit 16 m.

VfL-Solo in der W9

Alle Einzelsiege in der Altersklasse W9 gingen an den VfL Gladbeck. Über 50 m siegte Melina Sommerfeld in 8,39 s, Bronze holte hier Luna Schäfer in 9,07 s. Im 800 m Lauf holte Luna Schäfer Gold in 3:4,22 min. vor Nele Banken, die 3:09,60 min. benötigte. Melina Sommerfeld (Rang vier in 3:29,37. Im Weitsprung holte Melina Sommerfeld ihre zweite Goldmedaille mit einer hervorragenden Weite von 3,82 m, auf Platz 2 kam Luna Schäfer mit 2,91 m, hauchdünn dahinter belegte Elin Reinsch mit 2,90 m Rang drei. Einen weiteren Dreifachsieg gab es für die VfL-Kinder im Schlagballwurf: hier siegte Nele Banken mit 21 m vor Luna Schäfer mit 19 m und Melina Sommerfeld, die 16 m warf

Die beiden 4×50 m-Staffeln der weiblichen Kinder U10 kamen auf Rang zwei, drei und fünf. Platz zwei belegte das Team Elin Reinsch, Annika Klaus Marie Tobis und Melina Sommerfeld in 37,66 Sekunden. Bronze holte das Team Lea Chaymowski, Aleyna Max, Irena Schrötges und Lena Korus in 41,46 s und das dritte Team mit Marie Heimann, Sofia Vittori, Elena Ziebell und Antonia Krisement kam in 44,44 Sekunden auf Rang fünf.

Drei Siege gesteuerten noch die Kinder der Altersklasse W8 zum guten Gesamtergebnis bei. Zweimal siegreich war Lena Korus im 50m-Lauf mit 9,01 Sekunden, Lena  siegte auch im Weitsprung mit 2,79 m. Die Siegerin im 800 m-Lauf dieser Altersklasse hieß Aleyna Max die in 3:20,87 min. vor Sofia Vittori, die in 3:23,45 min. durchs Ziel lief. Eine Silbermedaille holte noch Elena Ziebell im Schlagballwurf mit 15 m, Sofia Vittori erzielte 12 m und kam auf Rang vier.

Von Gerd Meuer

Vier Treppchenplätze waren die erfolgreiche Ausbeute der VfL- Leichtathleten und -Leichtathletinnen bei den Westfälischen Jugendmeisterschaften am vergangenen Wochenende in Lage.

Den Beginn machte Emily Klein im Speerwurf der weiblichen U20. Sie schleuderte gleich im ersten Versuch das 600 g schwere Arbeitsgerät auf die neue persönliche Bestweite von 37,08 m und führte damit lange Zeit das Feld an, ehe sie im vierten Versuch knapp von der Favoritin Anna Deitert aus Bünde übertroffen wurde.

Der Vizemeistertitel und die Bestätigung, dass es im Speerwurf weiter aufwärts geht, stellten ihren Trainer Gerd Meuer dennoch zufrieden. Am zweiten Wettkampftag ließ sie noch den vierten Platz im Kugelstoßen mit 9,22 m folgen.

Zufrieden war Gerd Meuer auch mit der Platzierung seines zweiten Schützlings, Alexander Jungnitsch im Speerwurf der männlichen U18. Der dritte Platz entsprach seiner Platzierung in der Meldeliste, die Weite von 45,87 m stellte den Trainer jedoch nicht zufrieden. „Alexander kann deutlich weiter werfen, dies hat er bei den Bezirksmeisterschaften unter Beweis gestellt. Diesmal bekam er seine Technik allerdings nie richtig in den Griff,“ so Meuer. Einen weiteren dritten Rang gab es für ihn am zweiten Wettkampftag im Diskuswurf. Das 1,5 kg schwere Gerät flog auf 38,95 m, dieselbe Weite wie der Zweitplatzierte, der allerdings den besseren zweiten Versuch aufwies. Dennoch Zufriedenheit bei VfL-Trainer Wolfgang Mai, der ihn im Diskuswurf betreute.

Die vierte Treppchenplatzierung steuerte Meret Menzel zum guten Ergebnis der Rothemden bei. Der zweite Schützling von Wolfgang Mai verfehlte im Diskuswurf der weiblichen U18 mit 29,98 m zwar ihre Bestleistung knapp, erreichte damit aber ihre zweitbeste Weite bisher und wurde mit dem dritten Platz belohnt.

Von Gerd Meuer – Fotos von Rainer Krüger

Gut vorbereitet für die Westfälischen Jugendmeisterschaften am kommenden Wochenende präsentierten sich, sehr zur Freude ihrer Trainer Wolfgang Mai und Gerd Meuer, die Jugendlichen des VfL Gladbeck bei den Bezirksmeisterschaften im Wattenscheider Lohrheide-Stadion mit dem Gewinn von neun Bezirksmeistertiteln.

Allen voran Alexander Jungnitsch, der in der Altersklasse U18 drei Bezirksmeistertitel einheimsen konnte und dabei zwei persönliche Bestleistungen aufstellte. Titel und Bestleistung Nummer eins gab es für ihn in seiner momentanen Paradedisziplin Speerwurf. Gleich im ersten Versuch schleuderte er das 700 Gramm schwere Gerät auf 50,83m und verfehlte damit den Vereinsrekord lediglich um 56 cm. Die nächste Möglichkeit diesen Rekord zu überbieten steht ja bereits am nächsten Wochenende an. Sieg und Titel Nummer zwei gab es für ihn dann im Diskuswurf mit soliden 37,69 m, bevor er sich am späten Nachmittag beim abschließenden Kugelstoßwettbewerb seinen dritten Titel sichern konnte. Er übertraf steigerte dabei seine persönliche Bestleistung um fast anderthalb Meter auf sehr gute 13,14 m.

Drei Titel steuerte auch Emily Klein in der Altersklasse U20 zum Erfolg der Rothemden bei. 33,39 m zu Beginn im Speerwurf sicherten ihr Titel Nummer eins mit deutlichen Vorsprung vor der Konkurrenz. Titel zwei und drei gab es im Hochsprung und Weitsprung mit 1,45 m bzw. 4,66 m.

Zwei Titel gab es für Meret Menzel in der Altersklasse U18 weiblich. Im Diskuswurf schleuderte sie das 1kg schwere Gerät auf 29,02 m, ihre zweitbeste Weite in diesem Jahr mit der Wurfscheibe. Auch sie zeigt sich damit für die Westfälischen Jugendmeisterschaften gerüstet. Im Speerwurf stellte sie anschließend mit 27,94 m eine neue persönliche Bestleistung auf und damit auch ihren zweiten Titel sicher. Zum Abschluss der Veranstaltung holte sie im Kugelstoßen noch einen Vizemeistertitel mit 9,52 m um einen Zentimeter an ihrer Bestleistung vorbei.

Den neunten Titel für die VfLer gab es durch Giulia Postel im Diskuswurf der weiblichen U20. Mit Jahresbestleistung von 27,33 m holte sie sich den Sieg.

Von Rainer Krüger

Das Corona-Virus hat auch die Leichtathletik-Saison der VfL-Leichtathleten stark beeinflusst. Mit einer späten Saison soll jedoch noch ein guter Abschluss erreicht werden. Mit guten Ergebnissen kehrten drei Sportlerinnen des VfL Gladbeck vom Werfermeeting der DJK Witten-Annen am Wochenende zurück. Zwei Siege und weitere Treppchen-Platzierungen waren die starke Ausbeute.

Im Speerwurf der Altersklasse U20 der weiblichen Jugend zeigte sich Emily Klein deutlich verbessert.  Nach einem schwachen Beginn ließ sie im 3. Versuch das 600 Gramm schwere Wurfgerät auf die neue persönliche Bestleistung vom 36,75 Meter fliegen. Eine Weite mit der ihr Trainer Gerd Meuer sehr zufrieden war und die keine ihrer Konkurrentinnen mehr toppen konnte. Mit einem weiteren Versuch über 35 Meter zeigte sie dann, dass diese Weite keine Eintagsfliege war. Eine Bestleistung gab es im selben Wettbewerb auch für Giulia Postel. Sie schleuderte den Speer auf 28,62 Meter und belegte damit Rang vier.

Siegreich: Meret Menzel

Für den zweiten VfL-Sieg sorgte Meret Mentzel im Diskuswurf der weiblichen Jugend U18. Sie schleuderte ihr ein Kilogramm schweres Arbeitsgerät auf 26,46 Meter und konnte sich damit zur Freude ihres Trainers Wolfgang Mai deutlich vor der Konkurrenz durchsetzen. Im Kugelstoßen mit 9,05 Meter und im Speerwerfen mit 25,96 Meter ließ sie noch zwei dritte Plätze folgen.

Von Thomas Dieckhoff (WAZ Gladbeck)

Nach dem Aus im Vorkampf bei der U23-EM in Tallinn flossen bei Stabhochspringerin Anne Berger (VfL Gladbeck) erst einmal Tränen der Enttäuschung.

Mit ihrer Prognose lagen Anne Berger und Trainer Christian Bludau vom VfL Gladbeck goldrichtig. 4,20 Meter werde sie in Tallinn bei der U23-Europameisterschaft im Stabhochsprung meistern müssen, um sich für das Finale am Sonntag (11. Juli) zu qualifizieren, so die gemeinsame Mutmaßung. Tatsächlich erreichten alle die, die am Freitag die 4,20 m überspringen konnten, den Endkampf. Anne Berger gehörte jedoch nicht dazu.

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Von Thomas Dieckhoff (WAZ Gladbeck) | Foto von Wolfgang Birkenstock

Bei der U23-Leichtathletik-DM trumpfte Anne Berger (VfL Gladbeck) groß auf. Zwischenzeitlich hatte sie jedoch aus schlechtem Grund große Zweifel.

Nein, Partymachen war am Sonntagabend nicht mehr angesagt. Am Tag nach ihrem tollen Coup bei den Deutschen U23-Meisterschaften musste Anne Berger nämlich ab 8 Uhr in der Früh vor ihrem Computer sitzen, um per Zoom Vorlesungen zu verfolgen. Innere Medizin und Chirurgie standen auf dem Plan der für den VfL Gladbeck startenden Stabhochspringerin. In der nächsten Woche wird sie aber einige Uni-Veranstaltungen verpassen.

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Von Thomas Dieckhoff (WAZ Gladbeck) | Foto: Wolfgang Birkenstock

Irrer geht’s kaum: Bei der U23-DM war Stabhochspringerin Berger (VfL Gladbeck) zu Beginn schon fast ausgeschieden. Dann knackte sie die EM-Norm!

Diese Deutschen U23-Meisterschaften wird Anne Berger vermutlich nie mehr vergessen. Die Stabhochspringerin des VfL Gladbeck hatte nämlich in Koblenz einen völlig verrückten Wettkampf erlebt – und am Ende mit übersprungenen 4,25m die Silbermedaille gewonnen und die Norm für die U23-EM in Tallinn geknackt!

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Von Peter Middel (FLVW) – Foto: Tim Tersluisen

Schwierige Wochen, eventuell sogar Monate stehen der westfälischen Leichtathletik bevor. Gundolf Walaschewski, Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), zitierte daher zu Beginn der virtuellen Frühjahrstagung der Vorsitzenden der Kreis-Leichtathletik-Ausschüsse (VKLAs) William Shakespeare, um die augenblickliche Situation zu beschreiben: „Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode“. Damit sprach er die aktuellen Corona-Regelungen an. Sie sind seiner Meinung nach völlig unübersichtlich und unverständlich. Sie bereiten dem FLVW nicht nur im Fußball, sondern auch in der Leichtathletik zunehmend Probleme.

„Ich gebe zu, dass ich immer ein Verfechter eines harten Lockdowns gewesen bin, weil ich geahnt habe, dass die Entwicklung so werden würde, wie sie jetzt ist. Ich kann nur hoffen, dass wir im Frühjahr wieder dazu kommen, Sport im Freien treiben zu können, vor allem auch in Wettbewerben, denn eine Leichtathletik ohne Wettkampfcharakter ist für mich wie Weihnachten ohne Christstollen“, betonte Gundolf Walaschewski.

Der FLVW-Chef bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen des Verbandes für ihr großes Engagement in den zurückliegenden Monaten. Er wünschte allen viel Kraft und Motivation für die bevorstehenden Aufgaben, weil die Vereine hoffen, dass der FLVW sie in den augenblicklich schwierigen Zeiten weiterhin nicht allein lässt.

Stolz auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verband, in den Kreisen und in den Vereinen ist auch FLVW-Vizepräsident Leichtathletik Peter Westermann: „Alle, die in unserer Sportart Verantwortung tragen, haben in der Vergangenheit mit ihrem unermüdlichen Einsatz und kreativen Ideen Großes für die Leichtathletik geleistet. Das vergangene Jahr war nicht einfach und je länger die Pandemie dauert, desto größer werden die Herausforderungen. Mit dem vorbildlichen Engagement, das alle in der Vergangenheit gezeigt haben, werden wir auch die zukünftigen Aufgaben meistern können“, zeigt sich der westfälische Leichtathletik-Chef optimistisch. Seine Devise lautet: „Wir reden nicht nur, wir handeln auch.“

FLVW ist im organisatorischen Bereich gut aufgestellt

Dass im FLVW im organisatorischen Bereich gut aufgestellt ist, zeigten die deutschen Hallenmeisterschaften am 20./21. Februar in Dortmund, die nur aufgrund eines umfangreichen Sicherheits- und Hygienekonzepts durchgeführt werden konnten. So wurden an zwei Tagen 1.000 Schnelltests vorgenommen, von denen keiner positiv war. Zuschauer waren bei der Veranstaltung nicht zugelassen. „Die Hallen-DM hat uns bestärkt, dass wir in der westfälischen Leichtathletik auf dem richtigen Weg sind, Veranstaltungen mit Schnelltests durchzuführen, sodass für alle Beteiligten eine größere Sicherheit gegeben ist“, erklärte Tagungsleiter Bernhard Bußmann. Befremdlich war für ihn lediglich, dass bei den ansonsten optimal verlaufenen Titelkämpfen wegen der fehlenden Zuschauer kein Beifall aufbrandete, als zum Beispiel Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar) im 60-Meter-Finale mit ausgezeichneten 6,51 Sekunden den deutschen Rekord einstellte. Beeindruckt zeigte sich Bernhard Bußmann vom vorbildlichen Einsatz der Kampfrichterinnen und Kampfrichter sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FLVW-Geschäftsstelle. Alle haben mit ihrem unermüdlichen Engagement zum großartigen Gelingen der Meisterschaften beigetragen.

Der VKLA des Kreises Soest, Sebastian Moritz, hat als Mitglied der WDR-Wissenschaftsredaktion in den Sendungen „Hier und Heute“ und „Aktuelle Stunde“ schon viele Fragen zu Corona beantwortet. Anlässlich der virtuellen VKLA-Tagung versuchte er, ein wenig Klarheit in die augenblicklichen Corona-Regelungen zu bringen. „Im Dezember vergangenen Jahres war im Sport fast gar nichts mehr erlaubt. Da hat sich in nun schon ein wenig geändert. Aktuell können wir mit 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahren, die von zwei Übungsleitern betreut werden, ein Training an der frischen Luft durchführen. Bei Älteren ist nur ein Training zu zweit oder alleine erlaubt. Bei einigen Kommunen, bei denen der Sieben-Tage-Inzidienzwert über 100 liegt, können immerhin noch zehn Kinder am Training teilnehmen. Alles gilt natürlich nur unter Vorbehalt. Ausschlaggebend ist immer, was die Verantwortlichen vor Ort entscheiden“, erläuterte Sebastian Moritz.

Ein wenig Hoffnung bescheren seiner Meinung eventuell die Modellregionen, die in der vergangenen Woche von der Landesregierung bekannt gegeben wurden. Diese sechs Regionen ermöglichen ab dem 19. April – einige von ihnen auch eine Woche später – Lockerungen, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert unter 100 liegt und gewährleistet ist, dass bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein negativer Schnelltest vorliegt. In den einzelnen Regionen wird es Modellprojekte geben. So finden im Sport Pilot-Projekte in Coesfeld, Warendorf, Münster und Paderborn mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten statt.

Auch in Zukunft wird es Einschränkungen geben

Dennoch wird es in nächster Zeit wahrscheinlich noch deutliche Einschränkungen geben. So lässt jetzt sich noch nicht abschätzen, welche Konsequenzen das neue Infektionsschutzgesetz der Bundesregierung, zu dem allerdings noch Bundestag und Bundesrat zustimmen müssen, für den Sport hat. „Wie die Infektionslage sich entwickelt, kann niemand voraussagen, und bedingt nur selber beeinflussen. Wichtig ist nur, dass wir eindeutige Rahmenbedingungen haben, in den wir uns bewegen können“, sagte Sebastian Moritz.

Die Rückkehr zur Normalität wird eventuell noch ein weiter Weg sein, aber den Leichtathleten geht bekanntlich nicht so schnell die Puste aus.


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