Dortmund. Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Leichtathleten des VfL Gladbeck 1921 am vergangenen Sonntag in der Helmut-Körnig-Halle. Während im Stabhochsprung eine dramatische Entscheidung erst im letzten Moment fiel, fehlte auf der Laufbahn das nötige Quäntchen Glück für den Finaleinzug.
Stabhochsprung-Krimi: Ein Sprung entscheidet zwischen Silber und Gold
Im Stabhochsprung der weiblichen Jugend U18 kam es zu einem hochklassigen Duell zwischen zwei Athletinnen, die eigentlich noch der jüngeren Altersklasse U16 angehören. Sowohl Anna Dierichs vom VfL Gladbeck 1921 als auch Lale Luise Mesch (LG Lippe Süd) stellten mit jeweils übersprungenen 3,40 m eine neue persönliche Bestleistung auf und ließen damit die gesamte ältere Konkurrenz hinter sich.
Dass Anna den Westfalenmeistertitel nur denkbar knapp verpasste, lag an einem unglücklichen Moment bei der Höhe von 3,20 m: Anna hatte die Latte bereits erfolgreich überquert, ließ den Stab dann unglücklich gegen die Latte fallen und riss sie dadurch herunter. Dieser eine Fehlversuch gab am Ende den Ausschlag zugunsten von Lale.
Dennoch überwog die Freude: Beide wurden für den U18-Länderkampf Mitte März nominiert. Dort werden sie nicht mehr als Konkurrentinnen, sondern gemeinsam als Teamkolleginnen im Westfalen-Trikot gegen Auswahlteams aus den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Niedersachsen auf Punktejagd gehen.









Hauchdünne Entscheidung im Sprint
Auf der Laufbahn war das Glück nicht ganz auf Gladbecker Seite. Lea Marie Lüdemann steigerte ihre persönliche Bestzeit über 60 m der U18 auf starke 8,20 s. Dass sie den Einzug ins Finale verpasste, war purer Hauch: Lediglich 4/1000 Sekunden fehlten ihr am Ende für das Weiterkommen.
[Rainer Krüger – VfL Gladbeck]


