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Erfolgreichster Torschütze für die Handballer des VfL Gladbeck im bisherigen Saisonverlauf in der Dritten Liga West war Michael Kintrup. Der Rückraumrechte erzielte in der Hinrunde 80 Treffer für die Rot-Weißen.

Michael Kintrup führt die interne Torschützenliste des VfL Gladbeck nach dem Ende der Hinrunde mit 80 Treffern an. Damit nimmt der Rückraumrechte in der Torschützenliste der Dritten Liga West den 14. Platz ein.

Für die Rot-Weißen trafen darüber hinaus Thorben Mollenhauer (73), Max Krönung (67), Jörg Schomburg (54/50), Alexander Tesch (44/2), Sebastian Schmedt (37), Andreas Hüsener (20), Sven Deffte (11), Recep Koraman (9), Steffen Lüning (5), Jonas Dommann (5), Freddy Steinbach (4), Don Singh Toor (4) und Pascal Kunze (2).

VfL-Mittelmann Jörg Schomburg verwandelte – siehe oben – in den bisher absolvierten 15 Saisonspielen 50 Siebenmeter. Mehr Treffer vom Punkt als der 29 Jahre alte Recklinghäuser erzielte kein Akteur in der Dritten Liga West. In dieser Statistik belegt Frank Berblinger (TuS Wermelskirchen) mit 45 Treffern den zweiten Rang, auf dem dritten Platz folgt Jens Reinarz (Leichlinger TV), der bislang 44 Siebenmeter in die Maschen setzte. Während Berblinger und Reinarz auch aus dem Spiel heraus torgefährlich sind – für den Erstgenannten stehen 110, für den anderen 117 Tore zu Buche – traf Schomburg insgesamt 54 mal.

Quelle: WAZ Gladbeck – Thomas Dieckhoff

„Wir sind in der Liga angekommen.“ Dieses Fazit zieht Holger Krimphove, der Trainer der Drittliga-Handballer des VfL Gladbeck, im Interview mit der WAZ nach der Hinrunde. Der Neuling aus Gladbeck überwintert mit 12:18-Punkten auf dem elften Tabellenplatz.

Die Handballer des VfL Gladbeck überwintern in der 3. Liga West mit 12:18-Punkten auf dem elften Tabellenplatz. Über den Verlauf der Hinrunde, den Abstiegskampf, mannschaftliche Geschlossenheit und mögliche Neuverpflichtungen sprach WAZ-Redakteur Thomas Dieckhoff mit VfL-Trainer Holger Krimphove.

Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende entgegen. Wie würden Sie die vergangenen zwölf Monate aus Sicht der VfL-Handballer bewerten?

Wenn man das ganze Jahr betrachtet, war es für uns überaus erfolgreich. Das hat natürlich mit dem Aufstieg in die Dritte Liga zu tun. Das hat aber auch mit der Hinrunde zu tun. Unser Ziel ist es, in der laufenden Saison 25 Punkte zu holen. Zwölf sind es nach der ersten Serie, das heißt, wir sind auf einem guten Weg. Wir haben eine Zeit lang gebraucht, um in der Liga anzukommen, zum Schluss lief es ganz ordentlich. Trotzdem müssen wir im neuen Jahr weiter hart arbeiten, um regelmäßig zu punkten und unser Ziel zu erreichen. Jetzt die Beine hochlegen, das geht nicht, schließlich wartet auf uns gleich am ersten Rückrundenspieltag Gummersbach. Am 2. Januar geht es daher im Training sofort wieder in die Vollen.

Sie sprachen gerade die anfänglichen Schwierigkeiten in der neuen Klasse an. Kann es sein, dass der eine oder andere VfL-Spieler die Dritte Liga unterschätzt hat?

Das glaube ich nicht. Fakt ist, dass die Mannschaften in der Dritten Liga eine andere Qualität haben als in der Oberliga, die meisten Vereine verfügen über einen breiteren Kader und zudem wird in dieser Spielklasse ein deutlich höheres Tempo gegangen. Daran mussten wir uns gewöhnen. In den letzten sechs Spielen konnten wir 8:4-Punkte holen, und dadurch sind wir in der Liga angekommen. Und nochmals: Ein Ruhekissen darf das nicht sein!

Sie gehen davon aus, dass 25 Punkte zum Klassenerhalt reichen . . .

In den vergangenen Jahren haben 25 Punkte immer gereicht. Deshalb hoffe ich, dass das auch dieses Mal so ist. Deshalb lautet unser Ziel, diese 25 Punkte erst einmal zu erreichen.

Würden Sie meiner Einschätzung zustimmen, dass nur noch ein Abstiegsplatz ausgespielt wird, weil Königshof und Düsseldorf, die jeweils nur fünf Punkte auf dem Konto haben, schon zu weit abgeschlagen sind?

Nein! Königshof und Düsseldorf sind definitiv noch Konkurrenten. Bei den Düsseldorfern handelt es sich um eine junge Mannschaft, die sich weiter entwickeln wird. Und aus Königshof ist zu hören, dass man personell nachlegen will. Der Rest in der unteren Tabellenhälfte liegt nahe beieinander, von Altenhagen bis Rheinhausen sind es noch weitere sieben Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen.

Königshof will personell nachlegen, Hagens Trainer Khalid Khan fordert schon seit längerem neue Spieler, Korschenbroich hat in Christian Rommelfanger bereits einen starken Mann zurückgeholt. Wird sich auch der VfL auf dem Transfermarkt tummeln?

Wir stehen nicht unter Zugzwang. Unsere Mannschaft hat ja das Vertrauen, das wir in sie gesetzt haben, bestätigt. Deshalb tun wir das, was wir immer tun. Wir halten die Augen offen und gucken nach links und rechts. Sollte uns dabei jemand über den Weg laufen, werden wir uns unterhalten.

Wer war aus Ihrer Sicht der Gewinner und wer der Verlierer der Hinrunde?

Ich würde sagen, dass wir immer dann Erfolg hatten, wenn wir als Mannschaft aufgetreten sind. Wir haben zwei gute Torhüter, unsere Deckung hat sich gesteigert und vorne war es mal Kintrup, mal Krönung, mal Mollenhauer oder auch Schmedt, als er noch regelmäßig trainieren konnte, die stark gespielt und mit ihren Toren Spiele entschieden haben. Die Tiefpunkte waren die Heimspiele gegen Düsseldorf und Bielefeld. Die Punkte, die wir in diesen Partien verloren haben, haben wir uns aber durch die Erfolge in Hagen und gegen Wermelskirchen zurückgeholt.

Das heißt also, dass der VfL im Soll ist?

Wir sind im Soll, nicht mehr, nicht weniger. Und es bedeutet, dass wir am 12. Januar, wenn wir zum Rückrunden-Auftakt Gummersbach empfangen, sofort wieder unter Strom stehen müssen.

Quelle: WAZ Gladbeck – Thomas Dieckhoff

Die Handballer des VfL Gladbeck sorgten im Drittliga-Spiel gegen Tabellenführer TuS Wermelskirchen für eine Sensation. Die Rot-Weißen, die um den Klassenerhalt kämpfen, setzten sich gegen den Spitzenreiter verdient mit 29:25 (15:9) durch.

Vier Minuten vor dem Ende hielt es die begeisterten Gladbecker Anhänger nicht mehr auf ihren Plätzen. Michael Kintrup hatte für den VfL gerade das 24:20 erzielt. Kurze Zeit später stimmten die Fans der Rot-Weißen den Frohsinnsklassiker „Oh, wie ist das schön“ an. 29:25 – die Sensation war perfekt, Tabellenführer TuS Wermelskirchen geschlagen!

VfL Gladbeck –
TuS Wermelskirchen 29:25 (15:9)

VfL Gladbeck: T. Deffte – Hüsener (1), Koraman, S. Deffte, Dommann (3), Krönung (5), Mollenhauer (5), Lüning, Al. Tesch (4), Kintrup (5), Schomburg (4/4), Kunze (2).
Spielfilm: 0:2 (5.), 3:3 (9.), 5:4 (14.), 7:5 (17.), 11:7 (23.), 12:9 (27.), 15:9 (30.), 17:11 (36.), 18:13 (41.), 20:15 (44.), 22:19 (49.), 26:21 (56.), 29:25 (60.).

Vor Beginn des Spiels verteilten die Gladbecker ein paar Nikoläuse aus Schokolade an die Zuschauer. Für den Gast aus Wermelskirchen hatten sie keine Geschenke. In der WAZ hatte Trainer Holger Krimphove angekündigt, der VfL werde um jeden Zentimeter kämpfen. Und genau das taten Thorben Mollenhauer, Michael Kintrup & Co. in den 60 Minuten auf der Platte. „Die Gladbecker“, sagte TuS-Trainer Lars Hepp später anerkennend, „haben mehr gewollt als wir. So spielt eine Mannschaft, die um den Klassenerhalt kämpft.“

Der VfL präsentierte sich also genau so engagiert und leidenschaftlich, wie Krimphove sich das gewünscht hatte. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie einfach ein gutes Spiel abliefern sollen“, so der Übungsleiter der Gastgeber. „Und ich habe ihnen gesagt, dass mir das Ergebnis egal ist.“ Sprach’s und grinste. „Jetzt ist es mir natürlich nicht mehr egal.“

Die Gladbecker boten in der Begegnung mit Wermelskirchen in der Abwehr einmal mehr eine gute Leistung. Die 6:0-Deckung funktionierte prima, dahinter zeichnete sich Torwart Tim Deffte immer wieder mit klasse Paraden aus. In der Offensive bewies der VfL, anders als noch in der Vorwoche gegen die HSG Varel-Friesland, Übersicht und Geduld. Max Krönung, der am Samstag seinen 22. Geburtstag feierte, zog das Angriffsspiel der Gastgeber clever auf und glänzte zudem als fünfmaliger Torschütze. Ebenfalls fünf Treffer steuerten Thorben Mollenhauer und Michael Kintrup bei.

In der 14. Minute brachte Kreisläufer Alexander Tesch die Rot-Weißen erstmals in Front. Wermelskirchen glich noch einmal aus, Kintrup in Unterzahl und Jonas Dommann trafen zum 6:5 und 7:5. Fortan lag der VfL immer in Führung, zur Pause betrug der Vorsprung bereits sechs Tore. Und Wermelskirchens Trainer Hepp wunderte sich darüber, dass bei den Seinen „überhaupt nichts zusammenlief“. Tatsächlich leistete sich der Spitzenreiter überraschend viele individuelle Patzer, die die Gladbecker immer wieder nutzten.

Als die Partie schließlich zu Ende und die Sensation perfekt war, bedankte sich VfL-Trainer Krimphove erst einmal bei den Fans für die Unterstützung von den Rängen. „Das“, so der Übungsleiter, „hat uns sehr sehr gut getan.“ Anschließend dachte er aber schon wieder an die nächste Aufgabe. „Ab morgen werden wir uns nur noch auf das Spiel in Königshof konzentrieren“, sagte der Trainer der Gladbecker, dessen Team dank des Erfolgs über Wermelskirchen nach Punkten mit dem Tabellenzwölften Altenhagen-Heepen gleichgezogen hat.

Quelle: WAZ Gladbeck – Thomas Dieckhoff

In der Dritten Liga setzte es für die Handballer des VfL Gladbeck die nächste Heimpleite. Gegen die HSG Varel-Friesland verloren die Rot-Weißen nach enttäuschender Leistung verdient mit 17:23 (7:12).

Es bleibt dabei: Heimspiele des VfL Gladbeck sind in dieser Saison nicht vergnügungssteuerpflichtig. Auch gegen die HSG Varel-Friesland bot der Drittliga-Aufsteiger in der Riesener-Halle eine überaus enttäuschende Vorstellung und verlor verdient mit 17:23 (7:12). Am nächsten Samstag spielt der VfL schon wieder zu Hause – gegen Tabellenführer Wermelskirchen . . .

VfL Gladbeck –
HSG Varel-Friesland 17:23 (7:12)

VfL Gladbeck: An. Tesch – Dommann (1), Hüsener (1), Steinbach, Koraman, S. Deffte, Singh Toor (2), Krönung (3), Mollenhauer (4), Lüning, Al. Tesch, Kintrup (3), Schomburg (3/2).
Spielfilm: 1:1 (6.), 2:3 (9.), 2:5 (15.), 3:6 (20.), 4:8 (24.), 5:10 (27.), 7:12 (30.), 8:13 (34.), 9:16 (40.), 11:17 (43.), 13:17 (48.), 13:21 (52.), 15:22 (55.), 17:23 (60.).

Knapp fünf Minuten vor dem Ende versuchte Andreas Tesch, der Torwart des VfL, seine Teamkameraden noch einmal aufzumuntern. Das Spiel gegen die HSG Varel-Friesland, die bis dato im Saisonverlauf auswärts noch nicht hatte gewinnen können, war zu diesem Zeitpunkt jedoch längst entschieden. 14:22 hieß es aus Sicht der Rot-Weißen in der 56. Minute, als alles vorbei war, stand es 17:23.

Das Resultat zeigt, dass der Angriff der Gladbecker nicht funktionierte. „Wir waren“, stellte ihr Trainer Holger Krimphove fest, „nicht in der Lage, die sehr gute Deckung der HSG zu knacken.“ Vor der Partie hatte der Übungsleiter der Rot-Weißen ausdrücklich auf die „knackige Abwehr“ der Niedersachsen hingewiesen. Und tatsächlich präsentierte sich die Defensive der Gäste genau so, also knackig. Zudem wies der routinierte Schlussmann der Gäste, Andre Seefeldt, starke Form nach. Dem VfL fiel dagegen nicht allzu viel ein. „17 Tore“, sagte Krimphove, „sind indiskutabel.“

„Wir haben alle den Torwart angeschossen“, übte sich später Michael Kintrup in Selbstkritik. Dem Rückraumrechten, der normalerweise immer für fünf, sechs oder mehr Treffer gut ist, glückten diesmal nur drei Tore. Ebenso oft war Mittelmann Max Krönung erfolgreich, Kreisläufer Alexander Tesch, der in Hagen noch zum Matchwinner avanciert war, bekam praktisch keinen Ball und ging leer aus. Bester Schütze der Gladbecker mit vier Treffern war Thorben Mollenhauer.

Die Zuschauer in der Riesener-Halle sahen eine Partie, die entgegen der Ankündigung von Hallensprecher Klaus Förster („Sie werden Ihr Kommen nicht bereuen“) überhaupt keine Spannung bot. Nach einer Viertelstunde hatte sich die HSG bereits einen Vorsprung von drei Toren erarbeitet, nach 30 Minuten lagen die Gäste mit fünf Treffern in Front. Weil die Gladbecker auch in der zweiten Halbzeit nicht zulegen konnten, kamen die Niedersachsen letztlich zu einem vergleichsweise leichten Erfolg.

Und dann war da noch HSG-Trainer Andrzej Staszewski, der sich gegenüber den Zuschauern hinter seiner Bank unflätig äußerte. „Mich hat er Pisser genannt“, sagte Kai Brockmann, der Trainer der Landesliga-Mannschaft des VfL. Und gegenüber einer Besucherin soll Staszewski verbal in die unterste Schublade gegriffen haben.

Quelle: WAZ Gladbeck – Thomas Dieckhoff


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