2:28,59 Min. hätten Steiger für das WM-Halbfinale gereicht

Sie hatte es eilig. Unmittelbar nach dem Frühtraining am Donnerstag düste Jessica Steiger schnell nach Hause, um sich die Vorläufe der Schwimm-Weltmeisterschaft über 200 Meter Brust anzugucken. Auch ihr Trainer Harry Schulz verfolgte das Geschehen im ungarischen Budapest ganz genau.

2:28,59 Minuten hätte die Top-Schwimmerin des VfL Gladbeck anbieten müssen, um bei der WM das Halbfinale zu erreichen. Eine Zeit, die die 25-Jährige ohne Wenn und Aber drauf hat. „In diesem Jahr“, so Harry Schulz, „ist Jessi sechsmal unter dieser Zeit geblieben.“ Einmal ist ihr dies im DM-Finale geglückt, als sie nach 2:25,00 Minuten angeschlagen und damit einen Deutschen Rekord aufgestellt hatte.

Vorbereitung auf die Universiade in China

Doch die vom Schwimmverband geforderte WM-Norm von 2:22,87 Min., die hatte Jessica Steiger verfehlt. Und deshalb hält sich die VfLerin derzeit nicht in Budapest auf, sondern im heimischen Gladbeck, wo sie sich ganz akribisch auf ihren Start bei der Universiade in China vorbereitet.

Schulz erneuerte gestern im Gespräch mit der WAZ seine Kritik an den hohen Normen: „Damit macht man sich die Basis kaputt, viele haben doch wegen der Normen schon aufgehört.“

Das Netz wundert sich über Steigers Nichtnominierung

Auch im Netz fanden sich nach den WM-Vorläufen über 200 Meter Brust Stimmen, die Unverständnis über Jessica Steigers Nicht-Berücksichtigung für Budapest äußerten.

Auf der Facebookseite der Schwimmsportnews etwa schrieb User Peter Ortwein: „Jessica Steigers Deutscher Rekord hätte heute im Vorlauf für Platz 8 bei den Weltmeisterschaften gereicht. Seit 2014 hat sich Jessica um ca. 2,5 Sekunden pro Jahr über diese Strecke verbessert. Dank der derzeitigen Qualifikationsvorgaben kann sie sich die Rennen im TV anschauen. Wenn das nicht motiviert.“

Jessica Steiger setzt ihr Trainingsprogramm fort

Becken Rand kommentierte: „Jessica Steiger wäre mit ihrer 2:25,00 von den DM immerhin als 8. im Halbfinale (rein hypothetisch). Christian Diener mit seiner Zeit von 1:57,51 als 9. auch im Halbfinale. Schade. Hätte man gerne gesehen.“

Was hat eigentlich Jessica Steiger gemacht, nachdem sie sich die WM-Vorläufe über 200 Meter Brust angeschaut hatte? Klar, eine weitere Trainingseinheit absolviert. „Wir“, so Harry Schulz, „wussten ja im Vorfeld, dass es utopisch ist, die Norm für Budapest zu schaffen.“

Quelle: waz.de – Thomas Dieckhoff

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