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11. März 2014

Das Pech trägt Rot

Handball-Drittligist VfL Gladbeck verliert in Varel-Friesland, das rettende Ufer, das den Abstieg verhindert, ist nun drei Zähler weg. Holger Krimphove ist dennoch zufrieden. Nur das Tabellenbild schmerzt den VfL-Trainer.

Die nackten Zahlen sagen: Schlechter hätte der vergangene Spieltag für den VfL Gladbeck kaum laufen können. Mit 28:29 (14:16) verloren die Rothemden ihr Gastspiel bei der HSG-Varel Friesland, während die direkte Konkurrenz im Kampf gegen den Abstieg punktete. Das Kellerduell Neusser HV gegen die SG Schalksmühle-Halver endete 26:26, das rettende Ufer ist nun drei Zähler entfernt. Der VfL ist sieben Spieltage vor dem Saisonende auf die Hilfe der Konkurrenz angewiesen, soll auch im kommenden Spieljahr Drittliga-Handball in der Riesener Halle zu sehen sein.

Pfosten, Körper, Latte
Holger Krimphove aber sagt: „Die Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt.“ Mehr noch: Eine auf die man im nächsten Duell gegen den TV Korschenbroich (15. März, 19.30 Uhr) aufbauen könne, so der Gladbecker Trainer: „Wir sind immer drangeblieben, haben Moral bewiesen. Das war kämpferisch 1A. Der Gegner war nur einen kleinen Tick besser.“ Dass es schlussendlich nicht zu einem oder sogar zu einem doppelten Punktgewinn reichte, machte Krimphove „an vielen Kleinigkeiten“ fest. Vor allem das so dringend nötige Quäntchen Glück fehlte dem Revierklub im hohen Norden.

Vier Spitzenteams unter sich
Tabellenführer TSV Bayer Dormagen hat das Spitzenspiel gegen den Leichlinger TV mit 28:26 (15:11) für sich entschieden sowie die Tabellenführung und den Status als absolutes Top-Team gefestigt.
Aber auch die Partie zwischen Dormagen-Verfolger TuS Ferndorf und dem Wilhelmshavener HV hatte die Bezeichnung „Spitzenspiel“ ohne Weiteres verdient. Erst mit der Schlusssirene kam Ferndorf zum Ausgleich, nach 18 Siegen und drei Niederlagen war es die erste Punkteteilung für die Kreuztaler.
Bezeichnend dafür war die Schlussphase. Don Singh Toor, an diesem Tag mit fünf Treffern drittbester Schütze in Reihen der Krimphove-Sieben, erzielte zu Beginn von Minute 56 den Ausgleich zum 28:28, die Uhr blieb bei 55 Minuten und 55 Sekunden stehen, als Varels Till Schinnerer zu neuerlichen Führung traf. Es sollte der letzte Treffer des Spiels sein, und das knapp vier Minuten vor dem Ertönen der Schlusssirene. Eine lange Zeit im Handball. Rückkehrer Michael Kintrup, der im dritten Einsatz seine Saisontore 14 bis 19 beisteuerte blieb in der Schlussminute der Ausgleich verwehrt. Auf kurioseste Art und Weise: Kintrups Wurf prallte an den Innenpfosten, von dort an den Körper von Varel-Keeper André Seefeldt und schließlich an die Torlatte. Krimphoves nur zu verständlicher Kommentar: „Bei Mannschaften, die oben stehen, ist das Ding drin.“ Hält man es mit dem VfL, mag man da nicht widersprechen.

Bis dahin hatte der VfL, so Krimphove weiter, „guten Tempo-Handball“ geboten, umso mehr schmerzt ihn das aktuelle Tabellenbild. „Das ist schon sehr enttäuschend. Es wird allerhöchste Eisenbahn, dass wir wieder punkten.“ Beim anstehenden Heimspiel gegen den TV Korschenbroich hofft der Gladbecker Übungsleiter ganz stark darauf, „dass und so viel Pech nicht noch einmal widerfährt“. Verdient hätten das die Rothemden nun wirklich nicht.

Quelle: derwesten.de – Marcel Krischik | Foto: Peter Kupries

Die Drittliga-Handballer des VfL Gladbeck treten am Samstag, 8. März, um 19.30 Uhr bei der HSG Varel-Friesland an. Andrzej Staszewski, der Trainer der Niedersachsen, hat sein Team insbesondere vor Michael Kintrup gewarnt, den Rückraumrechten der Gladbecker.

Vor dem Gastspiel der Drittliga-Handballer des VfL Gladbeck bei der HSG Varel-Friesland am Samstag, 8. März, um 19.30 Uhr hat Andrzej Staszewski, der Trainer der gastgebenden Niedersachsen, die Seinen insbesondere vor VfL-Rückkehrer Michael Kintrup (Foto) gewarnt.

„13 Tore in zwei Spielen sagen schon etwas über die Qualität des Rückraumrechten aus“, wird der Coach der HSG Varel-Friesland auf der vereinseigenen Homepage zitiert.

Er stellt sich auf eine Gladbecker Mannschaft ein, die sich heftig wehren wird. „Das wird eine harte Nuss“, so Staszewski.

Quelle: derwesten. de – Redaktion Gladbeck | Foto: Lutz von Staegmann

Der VfL Gladbeck treibt seine Personalplanungen weiter voran: In Marius Leibner verpflichtete der abstiegsbedrohte Handball-Drittligist nun einen Kreisläufer für die neue Saison. Leibner ist 22 Jahre jung und wechselt vom Verbandsligisten SV Westerholt an die Schützenstraße nach Gladbeck.

Die Handball-Abteilung des VfL Gladbeck meldet den ersten Zugang für die neue Saison: Marius Leibner wechselt vom SV Westerholt an die Schützenstraße nach Gladbeck. Der körperlich robuste Spieler ist 22 Jahre jung und Kreisläufer.

Brandes und Steinbach bleiben
„Er ist ein Mann mit Perspektive“, so Tim Deffte, der neue Sportliche Leiter des VfL, der in diesen Tagen viel zu tun hat. Zum einen will er als Torwart seinen Teil dazu beitragen, dass der VfL Gladbeck auch in der nächsten Saison in der Dritten Liga um Punkte spielen kann, zum anderen bastelt er zusammen mit seinem älteren Bruder Sven, der in der nächsten Punkterunde die Rot-Weißen trainieren wird, und Abteilungsleiter Siegbert Busch am Kader für die Saison 2014/2015. „Dass wir nicht wissen, ob wir in der Dritten Liga oder der Oberliga spielen, macht die Sache nicht leichter“, so Tim Deffte.

Der immerhin am Mittwochabend neben der Verpflichtung von Leibner noch vermelden konnte, dass die Rechtsaußen Heiko Brandes und Freddy Steinbach dem VfL treu bleiben werden. „Beide haben verlängert“, so Tim Deffte. Youngster Steinbach wolle in der neuen Meisterschaftsrunde richtig angreifen.

Marius Leibner absolvierte bei den Gladbeckern einige Trainingseinheiten – und wusste zu überzeugen. „Auch in der Abwehr zeigt er gute Ansätze“, so Tim Deffte über den Akteur aus der Verbandsliga, der hofft, sich an der Schützenstraße auch in höheren sportlichen Gefilden zu bewähren.

Ein Kern steht schon fest
Mit der Verpflichtung von Marius Leibner und den Zusagen von Heiko Brandes sowie von Freddy Steinbach steht bereits der Kern des Kaders für die neue Saison fest. Wie berichtet hatten schließlich davor in Max Krönung, der Haupttorschütze der Rot-Weißen, Thorben Mollenhauer und Pascal Kunze drei wichtige Akteure aus der Stammformation erklärt, beim VfL zu bleiben – unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Tim Deffte wird auch noch ein Jährchen dranhängen. Mit weiteren Zusagen aus dem aktuellen Gladbecker Kader dürfte in den nächsten Tagen zu rechnen sein.

Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Gerhard Schypulla

Von denWestfälischen U16-Jugend-Hallenmeisterschaften in Paderborn kehrte der VfL Gladbeck, der mit drei Aktiven nach Ostwestfalen gereist war, mit dreifachen Edelmetall zurück. Anne Berger bewies Fokus und Vielseitigkeit.

Mehr als zufrieden zeigte sich Gerd Meuer, Trainer der Nachwuchsathletinnen und-athleten des VfL Gladbeck, mit dem Abschneiden seiner Schützlinge bei den westfälischen Hallenmeisterschaften der Jugend U16, die jüngst im ostwestfälischen Paderborn stattfanden. Drei VfL-Athleten gingen insgesamt fünf Mal an den Start, vier Mal reichte es für eine Platzierung unter den besten acht Startern.

Gleich zwei Erfolgserlebnisse gab es für Anne Berger, die im Stabhochsprung und im Kugelstoßen der Altersklasse W15 antrat – mit dem Handicap, dass beide Disziplinen nahezu parallel ausgetragen wurden. Allerdings ging Berger ganz pragmatisch mit der Situation um, sich mental auf zwei Wettkämpfe einzustellen. So genügte ihr im Kugelstoßen genau ein Versuch, um eine neue persönliche Bestleistung aufzustellen: Bei 10,39 Meter landetet das runde Metall, was Berger in der Endabrechnung den achten Platz ihrer Altersklasse bescherte. In der Folge ließ sie die Kugel ruhen und entschied sie sich, ihre Konzentration ganz auf den Stabhochsprung zu legen. Eine weise Entscheidung der jungen Athletin: Mit einem Satz über 2,50 Meter setzte Berger abermals einen neuen persönlichen Rekord, der ihr sogar Bronze einbrachte

Ebenfalls eine Bronzemedaille brachte Emely Rickert mit zurück nach Gladbeck. In der Altersklasse W14 zeigte sich die Hochspringerin bei ihren ersten Westfalenmeisterschaften zunächst ein wenig verunsichert und zitterte sich regelrecht über die Höhe von 1,48 Meter. Dann aber legte Rickert ihre Nervosität ab und übersprang 1,52 Meter – was einer neuen persönlichen Bestleistung gleichkam. Erst bei einer Höhe von 1,56 Meter scheiterte sie, und das hauchdünn. Die Freude über Platz drei jedoch blieb.

Rusch sprintet auf Platz vier
Im 60-Meter-Hürdensprint trat Rickert auch an, hier aber verpasste sie – trotz der nächsten persönlichen Bestmarke von 10,26 Sekunden – den Endlauf um gerade einmal 15 Hundertstel-Sekunden. Der dritte VfL-Athlet im Bunde war Fernando Rusch in der Altersklasse M15. Seine neue Bestzeit von 9,71 Sekunden im 60-Meter-Hürdensprint brachte ihm einen achtbaren vierten Platz ein.

Quelle: derwesten.de – Redaktion Gladbeck | Foto: Rainer Krüger

Max Krönung, der zweitbeste Schütze der Dritten Handball-Liga West, wird auch in der nächsten Saison für den VfL Gladbeck auflaufen. Der Rückraumspieler, dem viele Angebote vorlagen, gab jetzt seine Zusage, in Gladbeck zu bleiben – auch im Falle des Abstiegs in die Oberliga!

Er ist erst seit Freitag offiziell als Sportlicher Leiter der VfL-Handballer im Einsatz. Schon zwei Tage später konnte Tim Deffte die erste gute Nachricht vermelden: Max Krönung gab seine Zusage, auch in der nächsten Saison für die Rot-Weißen zu spielen. Und zwar unabhängig davon, ob die Gladbecker die Dritte Liga halten oder in die Oberliga absteigen. Gleiches gilt für die Ur-VfL-er Thorben Mollenhauer und Pascal Kunze.

Tusem soll interessiert gewesen sein
„Das ist“, so Tim Deffte mit Blick vor allem auf die Entscheidung Krönungs, „für den Verein und unsere Mannschaft natürlich ein riesen Zeichen.“ Kann man wohl so sagen. Max Krönung spielt schließlich eine überragende Runde und liegt mit 166/40 Treffern auf dem zweiten Platz der Torschützenliste der Dritten Liga West. Die konstant starken Leistungen des 23 Jahre jungen Rückraumakteurs haben etliche andere hochklassige Vereine aufhorchen lassen. Dem Vernehmen nach soll unter anderem Zweitligist Tusem Essen, für den Krönung in der Jugend aktiv war, an einer Verpflichtung Krönungs interessiert gewesen sein. Und auch die finanziell viel besser gestellten Gladbecker Ligarivalen Eintracht Hagen und HSG Krefeld sollen ihre Fühler nach dem torgefährlichen VfL-Akteur, der als Polizist seine Brötchen verdient, ausgestreckt haben.

Krönung und der VfL, das passte von Anfang an. Denn der 1,87 m lange, technisch beschlagene Rückraummann, der vor zwei Jahren von den Hamborner Löwen an die Schützenstraße wechselte, ist ein Handballverrückter durch und durch. Der Gelsenkirchener, natürlich ein Schalke-Fan, wurde einmal gefragt, was er als König von Deutschland tun würde. Seine Antwort: „Dann würde Handball populärer als Fußball sein.“ Ein wichtiger Punkt für seine Entscheidung pro Gladbeck war die Kameradschaft in der Mannschaft. Am gestrigen Sonntag etwa traf sich Krönung mit einigen VfL-ern, um auf dem Rosenhügel am Schubkarren-Umzug teilzunehmen.

Handballverrückt und waschechte VfL-er, das trifft auf Thorben Mollenhauer und Pascal Kunze gleichermaßen zu. Sowohl der Rückraumlinke als auch der Rechtsaußen werden ihre Karriere in Gladbeck fortsetzen – ebenfalls unabhängig davon, ob Rot-Weiß weiter in Liga drei oder doch wieder in der Oberliga spielen wird.

„Damit steht bereits ein Gerüst für die neue Saison“, so Tim Deffte, „ein Gerüst, auf dem wir in der Dritten Liga aufbauen können. Und falls wir den Klassenerhalt doch nicht schaffen können, haben wir damit schon eine Basis, um den direkten Wiederaufstieg anzupeilen.“

Quelle: derwetsen.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Lutz von Staegmann


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