24. Feb. 2015
Die Krönung-Show
Die Drittliga-Handballer des VfL Gladbeck sind dem Klassenerhalt durch einen 33:31 (17:18)-Erfolg über den Tabellendritten HSG Krefeld wieder ein kleines Stückchen näher gekommen. Überragender Akteur in der Riesener-Halle war Max Krönung. Der Rückraumlinke steuerte 18/3 Treffer zum Sieg der Rothemden bei!
VfL Gladbeck – HSG Krefeld 33:31 (17:18)
VfL Gladbeck: T. Deffte (1. – 30., 47. – 60.), Schmidt (31. – 47. und bei einem Siebenmeter) – Krings (2), Sankalla (1),Steinbach, Kunze (1), Krönung (18/3), Mollenhauer (5), Bach (1), Leibner (1), Dreiszis (4). Spielfilm: 3:3 (5.), 7:7 (10.), 9:9 (16.), 12:12 (21.), 15:15 (25.), 16:18 (29.), 17:19 (33.), 20:21 (37.), 20:24 (41.), 23:25 (44.), 23:27 (45.), 26:29 (50.), 30:29 (54.), 33:30 (59.), 33:31 (60.).
Das gab’s noch nie
18 Tore eines VfL-ers in einer Partie, das gab’s noch nie. Die bisherige Bestmarke hielt Peter Reisner, der in der Oberliga-Saison 1997/98 gegen die HSG Leo Dortmund 16-mal getroffen hatte. Hat Max Krönung vor der Partie oder während des Aufwärmprogramms eigentlich schon gespürt, dass dieser Abend für ihn ein ganz besonderer werden würde? Der 24-jährige Polizist schüttelte den Kopf. „Überhaupt nicht. Das entwickelt sich“, sagte Krönung.
Die Max-Krönung-Show begann in der ersten Minute mit seinem ersten Tor. Nach zehn Minuten standen für den Rückraumlinken bereits vier Treffer zu Buche. Und so ging es weiter. Krönung schoss, Krönung traf. „Wir hatten uns“, verriet Olaf Mast, der Trainer der HSG Krefeld, „für ihn etwas zurechtgelegt. Aber das hat nicht funktioniert.“ Krönung habe, so der Übungsleiter der Gäste weiter, „sensationell“ gespielt.
Ungeachtet dessen erarbeitete sich Krefeld nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit im zweiten Spielabschnitt eine Vier-Tore-Führung. 20:24 hieß es nach 40 und 23:27 nach 45 Minuten aus Sicht der Gladbecker. Ihr Trainer Sven Deffte reagierte. Und die Mannschaft reagierte. Deffte stellte von der 5:1- auf eine 6:0-Deckung um und seinen Bruder Tim wieder für den durchaus überzeugenden Michael Schmidt ins Tor. Das waren zwei gute Schachzüge.
„Molli (VfL-Kapitän Thorben Mollenhauer, die Redaktion) und ich haben außerdem die Jungs auf dem Feld noch einmal zusammengepackt“, so Krönung. Dadurch sei ein Ruck durch die Mannschaft gegangen.
Tatsächlich dominierte in den letzten zehn Minuten der VfL Gladbeck das Spiel. Als Krönung – wer denn sonst?! – den Anschlusstreffer zum 28:29 erzielte, stand die Riesener-Halle Kopf. Tim Deffte vernagelte nun seinen Kasten und vorne schlugen jeweils zweimal Mollenhauer und Krönung zu. Die Rot-Weißen führten mit 32:30. 98 Sekunden vor dem Ende erhöhte Kreisläufer Sebastian Dreiszis auf 33:30. Damit war die Partie entschieden.
„Wir haben uns ein bisschen in einen Rausch gespielt“, fasste VfL-Trainer Sven Deffte die Schlussphase, die sein Team mit 7:2 gewann, zusammen. „Jeder Wurf“, so der Coach, „war praktisch drin und Tim hat ein paar Bälle gehalten.“
Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Heinrich Jung
17. Feb. 2015
Brockmann-Team feiert Kantersieg
Auf heimischen Terrain gegen Eintracht Hagen ist die B-Jugend des VfL Gladbeck drückend überlegen. A-Junioren verlieren gegen Bösperade-Halingen.
Ganz leichtes Spiel hatte die Handball-B-Jugend des VfL Gladbeck in der Landesliga. Das Team um Trainer Kai Brockmann setzte sich zu Hause gegen den VfL Eintracht Hagen locker durch. Eine Niederlage kassierte dagegen nach schwacher Leistung die A-Jugend der Rot-Weißen. Sie verlor bei der JSG Bösperde-Halingen.
männl. A-Jugend, Landesliga: JSG Bösperde-Halingen – VfL Gladbeck 33:28 (16:10). Pascal Kunze, der Trainer der Rothemden, war nach der Partie angesäuert. „Wir haben nicht gut gespielt“, so Kunze. Vor allem die vielen technischen Fehler, die sich die Seinen erlaubten, konnte der Coach sich nicht erklären. Außerdem kam noch Pech hinzu: Die Gladbecker trafen im Spielverlauf nicht weniger als achtmal Pfosten oder Latte . Außerdem wurde ein Siebenmeter vergeben.
Kunze schaute schon wieder nach vorne: Am Sonntag, 22. Februar, empfängt der VfL um 17 Uhr in der Riesener-Halle SuS Oberaden. „Da haben wir noch eine Rechnung offen“, so der VfL-Trainer. Und weiter: „Wir denken positiv. Denn wir haben noch nicht zweimal gegen die gleiche Mannschaft verloren.“
VfL: Schölich (3), Kramer (7), Scherz (1), Brockmann (7), Tosson (2), Scheffczyk (1), Blum (3), Schmiemann (1), Allkämper (1), Neumann (2), Sieg, Kubitza (Tor).
Männl. B-Jugend, Landesliga: VfL Gladbeck – VfL Eintracht Hagen 36:12 (18:6). Die Gäste aus Hagen waren völlig überfordert. „Die Eintracht“, so VfL-Trainer Kai Brockmann, „hat schon mit der Mannschaft gespielt, die in der neuen Saison die B-Jugend bildet.“ So sahen die Zuschauer in der Riesener-Halle eine überaus einseitige Partie, die für den Gastgeber vermutlich nicht einmal Testspielcharakter hatte. Immerhin: Durch den Erfolg sind die Gladbecker nach Punkten mit dem HC Westfalia Herne gleichgezogen. Weil die Herner, die gegen Spitzenreiter Villigst-Ergste eine Niederlage kassierten, den direkten Vergleich mit Gladbecker aber zu ihren Gunsten entschieden haben, bleiben sie Tabellendritter und der VfL Vierter.
In der Begegnung mit Eintracht Hagen gingen die Rothemden von Beginn an engagiert zur Sache – und zwar sowohl die Mannschaft, die schnell mit 4:1 in Führung lag, als auch Trainer Brockmann. Der kassierte nach nicht einmal 180 Sekunden vom Schiedsrichter eine gelbe Karte wegen Meckerns. Brockmann hatte sich darüber beklagt, dass technische Fehler der Hagener nicht geahndet worden waren.
Ungeachtet dessen eroberte die VfL-Abwehr immer wieder Bälle. Die daraus resultierenden Gegenstöße schlossen die Gladbecker recht konsequent ab. Über 5:3 (11.) und 9:3 (14.) setzte sich der Gastgeber auf 12:3 ab (19.). Die Partie war damit bereits entschieden. Zur Halbzeit lagen die Rot-Weißen mit 18:6 in Führung. „Zu so einem Spiel kann man nicht viel sagen“, so Kai Brockmann. Er lobte, dass seine Mannschaft die Partie trotz der drückenden Überlegenheit in der heimischen Sporthalle „gut zu Ende spielte“ und sich die Akteure keine Lustwürfe nahmen. „Ansonsten“, so der Übungsleiter der Gladbecker, „kann ich mich nur wiederholen: Das Training zahlt sich allmählich aus.“
VfL: Allkämper (7), Schmiemann (3), Kalhöfer (3), Scherz (7), Student (1), Tosson (1), Blißenbach (4), Schröter (2), Diergardt (3), Wuttke (2), Kryzun (3).
Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Gerhard Schypulla
11. Feb. 2015
Sebastian Janus wechselt zum VfL Gladbeck
Handball-Drittligist VfL Gladbeck treibt seine Kaderplanungen für die neue Saison voran und verpflichtete nun Sebastian Janus (Löwen Duisburg).
Zugang Nummer zwei für die nächste Handball-Saison meldet der VfL Gladbeck: Vom Ligarivalen SG OSC Löwen Duisburg wechselt Kreisläufer Sebastian Janus an die Schützenstraße. Der 25-Jährige soll Sebastian Dreiszis ersetzen. Außerdem wird bis zum Ende der laufenden Drittliga-Saison Michael Schmidt mit Tim Deffte das Torwart-Gespann der Rot-Weißen bilden. Bei Andy Tesch wurde nämlich ein Meniskusschaden festfestgestellt. Der Schlussmann, der am Ende der laufenden Meisterschaftsrunde den VfL verlässt, muss unters Messer und danach vermutlich zehn Wochen oder länger pausieren.
Krönung kennt den Neuen gut
„Am liebsten“, betont Tim Deffte, der ja nicht nur das Gladbecker Gehäuse hütet, sondern auch als Sportlicher Leiter für die erste Mannschaft verantwortlich zeichnet, „würden wir mit drei Kreisläufern in die neue Runde gehen.“ Nämlich mit Routinier Sebastian Dreiszis sowie den jungen Marius Leibner und Sebastian Janus. „Sie sind gleichwertig“, betonte Tim Deffte. Letztlich habe sich der Verein für die Perspektive entschieden. Der Sportliche Leiter: „Wir mussten eine Entscheidung treffen.“ Deffte weiter: „Das ist uns überhaupt nicht leicht gefallen.“ Kein Wunder, schließlich versteht sich gerade der Torwart mit Sebastian Dreiszis sehr gut. Und außerdem hat der kampfstarke Zahnarzt in den vergangenen Wochen und Monaten auf der Platte überzeugt.
Sebastian Janus spielte mit einem VfL-er früher schon einmal zusammen – mit Max Krönung bei den Sportfreunden Hamborn. Der Kontakt zu dem Kreisläufer ließ sich daher über den „kurzen Dienstweg“ herstellen. Janus ist der zweite Zugang der Gladbecker, zuvor hatte der Verein bereits die Verpflichtung des Rückraumspielers Dustin Dalian vom Verbandsligisten HSG Vest Recklinghausen bekannt gegeben. Der eine oder andere weitere neue Akteur soll dem Vernehmen nach noch folgen.
Michael Schmidt hilft aus
Eine schnelle Entscheidung mussten die Gladbecker treffen, nachdem feststand, dass Andy Tesch in Kürze operiert werden muss. Der VfL fand eine interne Lösung: Michael Schmidt, der Torwart der Zweitvertretung, erklärte sich bereit einzuspringen. Schmidt bildete bereits in der Vergangenheit in der damaligen Regional- und Oberliga ein erfolgreiches Gespann mit Tim Deffte. Der Schlussmann der VfL-Landesliga-Mannschaft befindet sich aktuell in einer guten Verfassung, er gehörte eigentlich immer zu den Aktivposten der Zweitvertretung.
Quelle: derwersten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Biene Hagel
09. Feb. 2015
Krönung trifft und trifft und trifft
In der Torschützenliste der 3. Handball-Liga West belegt Max Krönung (VfL Gladbeck) Platz zwei. Der Rückraumakteur erzielte bislang 135 Treffer.
Max Krönung, Rückraumspieler des VfL Gladbeck, belegt in der Torschützenliste der Dritten Liga West mit 135/17 Treffern nach dem 20. Spieltag den zweiten Platz.
Beim 36:33-Erfolg der Gladbecker über die HSG Wiesbaden war der Polizist 13-mal erfolgreich. Zweitbester Schütze des VfL ist Thorben Mollenhauer. Für den Kapitän der Rot-Weißen stehen aktuell 115/1 Tore zu Buche.
Gefährlichster Akteur im Westen ist – wie in der vergangenen Saison – Jens-Peter Reinarz. Dem Linksaußen des VfL Eintracht Hagen glückten bislang 146/61 Treffer.
Quelle: derwesten.de – Foto: Lutz von Staegmann
08. Feb. 2015
VfL Gladbeck punktet im Kampf um den Klassenerhalt
In der Dritten Handball-Liga verschaffte sich der VfL Gladbeck durch einen 36:33 (18:15)-Erfolg über die HSG Wiesbaden etwas Luft im Abstiegskampf.
Der VfL Gladbeck feierte in der Dritten Handball-Liga einen eminent wichtigen Sieg. Nach dem 36:33 (18:15) über Schlusslicht HSG Wiesbaden haben die Rot-Weißen nun wieder fünf Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz.
VfL Gladbeck – HSG Wiesbaden 36:33 (18:15).
VfL Gladbeck: T. Deffte – Krings (5/2), Sankalla (2), Kunze (4), Krönung (13), Mollenhauer (4), Bach (4), Leibner (2), Kryzun, Dreiszis (2).
Spielfilm: 3:1 (4.), 4:4 (7.), 7:5 (10.), 9:6 (12.), 11:7 (18.), 14:8 (21.), 17:12 (25.), 18:15 (29.), 21:15 (35.), 22:19 (39.), 26:20 (43.), 27:23 (45.), 32:23 (51.), 35:26 (56.), 36:31 (59.), 36:33 (60.).
Etwas Luft im Abstiegskampf der Dritten Handball-Liga verschaffte sich der VfL Gladbeck. Während die Rot-Weißen in der Riesener-Halle Schlusslicht HSG Wiesbaden mit 36:33 bezwangen, kassierten die Löwen Duisburg im zweiten Kellerduell des Spieltags bei der SG Ratingen eine 22:26-Niederlage. Damit beträgt der Vorsprung der Gladbecker vor dem ersten Abstiegsplatz nun wieder fünf Punkte.
Sebastian Dreiszis atmete nach der Begegnung mit dem Tabellenletzten erst einmal ganz tief durch. „Zum Schluss“, sagte der Kreisläufer des VfL, „haben wir es noch einmal unnötig spannend gemacht.“ Stimmt! Als Björn Sankalla in der 56. Minute das 35:26 für die Gastgeber erzielte, schien die Partie längst entschieden. Das dachten jedenfalls die Gladbecker, die nun kollektiv abschalteten. Pässe kamen plötzlich nicht mehr an, das Team erlaubte sich zudem ein paar technische Fehler und – in Person von Linksaußen Florian Bach – ein vermeintliches Stürmerfoul. Wiesbaden kam noch einmal heran – bis die Zeit abgelaufen war und der VfL mit 36:33 gewonnen hatte. Der Rest war Erleichterung pur.
„Ein bisschen zu früh“, sagte der Gladbecker Trainer Sven Deffte, „hat es in unseren Köpfen klick gemacht.“ Was er auf den ungemeinen Druck zurückführte, der nach 1:7-Punkten in der Rückrunde auf dem VfL lastete. Wie groß dieser war, beweist eine Aussage von Svens Bruder, Torhüter und Sportlicher Leiter Tim Deffte. „Heute“, ließ er die Fans via Hallenheft wissen, „steht für uns eines der wichtigsten Spiele in dieser Saison auf dem Programm.“ Entsprechend konzentriert und engagiert gingen die Gladbecker zur Sache – 56 Minuten lang. Im Gefühl des sicheren Sieges schaltete der VfL in den Leerlauf. „Wir haben bis dahin Emotionen und Willen gezeigt“, lobte Sven Deffte. Und Stephan Metz, Trainer der HSG Wiesbaden, stellte fest: „Der VfL Gladbeck hat uns souverän und verdient geschlagen.“
Die Rot-Weißen boten insgesamt eine gute Leistung. Zwei Spieler ragen ungeachtet dessen heraus. Zum einen Max Krönung, den die Gäste aus Hessen nie in den Griff bekamen. Am Ende standen 13 Treffer für den Rückraumlinken der Gladbecker zu Buche. Zum anderen wusste Tim Deffte im Gehäuse des VfL zu überzeugen. Die Nummer eins hielt in der Phase, als sich seine Mannschaft vorentscheidend absetzte, was zu halten war – und mehr. Außerdem parierte der Schlussmann noch zwei Siebenmeter.
„Wir hatten Heidenrespekt vor Wiesbaden“, gestand VfL-Trainer Sven Deffte. Die HSG hatte zuletzt schließlich mit einem Erfolg beim Tabellendritten HSG Krefeld überrascht und auch beim Soester TV sowie eine Halbzeit lang gegen den VfL Eintracht Hagen starke Leistungen geboten. „Wir haben gut dagegen gehalten“, so Sven Deffte. Und weiter: „Nun wollen wir versuchen, im nächsten Heimspiel gegen Krefeld auch zu punkten.“
Quelle: derwersten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Lutz von Staegmann
In der 3. Handball-Liga steht für den VfL Gladbeck im Kampf um den Klassenerhalt gegen Schlusslicht Wiesbaden ein Vier-Punkte-Spiel auf dem Programm.
Zumindest halbwegs Entwarnung geben konnte Sven Deffte, der Trainer der Drittliga-Handballer des VfL Gladbeck, vor der Partie gegen den Tabellenletzten HSG Wiesbaden (Sa., 7. Februar, 19.30 Uhr, Riesener-Halle). „Die erste Sieben ist an Bord“, so Sven Deffte, der sich zuletzt ja mit erheblichen Personalproblemen konfrontiert sah. An der Zielsetzung der Rot-Weißen lässt ihr Trainer gar keinen Zweifel: „Wir spielen zu Hause gegen das Schlusslicht, da muss es unser Anspruch sein, zu gewinnen.“
Sven Deffte ist sich aber auch bewusst, dass auf den VfL Gladbeck eine deutlich schwerere Aufgabe wartet als noch beim 34:27-Erfolg im Hinspiel: „Damals hatte Wiesbaden ziemliche Verletzungsprobleme.“
Und außerdem, so der Trainer der wie die HSG um den Klassenerhalt kämpfenden Rot-Weißen, reise der Gegner mit Rückenwind an. Kann man wohl so sagen: Am vergangenen Wochenende bezwang der Tabellenletzte völlig überraschend die auf Rang drei notierte HSG Krefeld in Krefeld mit 35:34. Und nach ihrem dritten Saisonsieg wittern die Hessen wieder Morgenluft. Dass sich der Aufsteiger noch längst nicht aufgegeben hat, beweist eine Aussage von HSG-Linksaußen Yakup Kaplan: „Wir müssen nachlegen“, sagte er dem „Wiesbadener Kurier“ vor der Partie in Gladbeck. Und weiter: „Wenn wir in den nächsten drei, vier Spielen punkten, sind wir wieder im Geschäft um den Klassenerhalt.“
Nur noch sechs Punkte beträgt der Abstand der Hessen zum rettenden Ufer. Dass Trainer Stephan Metz nun ankündigte, nach der Saison aus beruflichen Gründen seinen Posten zur Verfügung zu stellen, soll die Wiesbadener nicht vom Kurs abbringen. Kapitän Valentino Dottorello sprach vielmehr von einer gemeinsamen Mission, die Mannschaft und Trainer noch zu erfüllen hätten.
Die Gladbecker stehen zwar besser da als der Gast aus Wiesbaden. Doch angesichts des zarten Drei-Punkte-Vorsprungs vor dem ersten Abstiegsplatz zählt für die Rot-Weißen am Samstagabend nur ein Sieg. Wie muss der VfL denn wohl spielen, um das Schlusslicht bezwingen zu können? „Es muss uns gelingen, die robuste Deckung der Wiesbadener in Bewegung zu bringen“, so Trainer Sven Deffte. Und außerdem gelte es, Gegenstöße zu vermeiden. „Es wird viel schwerer als in der Hinrunde“, so der VfL-Coach noch einmal.
Dreiszis ist angeschlagen
Personell sieht es bei den Gladbeckern zwar besser aus als am vergangenen Samstag in Hagen, weil Pascal Kunze, Florian Bach und Don Singh Toor wieder fit sind und der VfL somit ein bisschen breiter aufgestellt ist. In Freddy Steinbach, David Kryzun und Sebastian Dreiszis drohen aber nach wie vor drei Akteure aus dem Kader auszufallen. Es ist daher gut möglich, dass sich Heiko Brandes für den Fall der Fälle bereithält, obwohl der Rechtsaußen zuletzt überhaupt nicht trainieren konnte.
Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Oliver Mengedoht
06. Feb. 2015
Auf den VfL Gladbeck II wartet ein Vier-Punkte-Spiel
Der VfL Gladbeck II steht in der Handball-Landesliga vor einem ganz wichtigen Spiel. Der Drittletzte muss nämlich beim Vorletzten aus Hamm ran.
Die Handball-Reserve des VfL Gladbeck steht vor einem der wohl wichtigsten Spiele der Landesliga-Saison. Im Kampf um den Klassenerhalt reisen die Rothemden als Drittletzter am Samstagabend zum Tabellenvorletzten SG Handball Hamm III. Los geht’s um 19.15 Uhr.
Es ist wohl ein echtes Vier-Punkte-Spiel, das der VfL II in Ostwestfalen vor der Brust hat. Auch Coach David Nowak ist sich der Bedeutung der Partie bewusst. „Das ist das Spiel, vor dem ich als Trainer am meisten Respekt vor habe“, kommentiert er seine Gemütslage. Die einfachste Rechnung in diesem Fall lautet: Will die Zweitvertretung der Rothemden die Klasse halten, muss er Spiele gegen die Teams, die hinter ihm stehen, auf jeden Fall gewinnen. Dumm nur, dass das schon gegen die zweite Mannschaft der PSV Recklinghausen nicht aufging.
Dazu kommt, dass Hamm womöglich auf Unterstützung aus dem Oberliga-Aufgebot und aus dem der A-Jugend-Bundesliga hoffen kann und zuletzt mit vier Punkten aus drei Spielen auf sich aufmerksam machte. Dennoch gibt sich Nowak kämpferisch: „Die Jungs sind sich bewusst, um was es geht. Die Reaktion muss Samstag kommen.“
Quelle: derwesten.de – Sebastian Himmelseher | Foto: Oliver Mengedoht
04. Feb. 2015
Mal wieder Abstiegskampf
VfL-Gladbeck-Kapitän Thorben Mollenhauer ist schon lange beim VfL und kennt sich im Abstiegskampf aus. Er führt die Mannschaft in der schwierigen Lage und glaubt an ein gutes Ende.
Thorben Mollenhauer ist bereits seit 1996 Handballer beim VfL Gladbeck, wurde über die Jahre Torjäger, Führungsspieler, und Mannschaftskapitän des Drittliga-Teams, das auch in dieser Saison wieder gegen den Abstieg kämpfen muss. Mollenhauer kennt das inzwischen. Wie oft er schon mit dem VfL im Abstiegskampf steckte? Mollenhauer zählt: „Jetzt, letztes Jahr, davor das Jahr…“ Er kennt das schon und weiß, worauf es in dieser Situation ankommt.
Beim flüchtigen Blick auf die Tabelle sieht die Lage zurzeit zwar deutlich entspannter aus als in der vergangenen Saison, als die Gladbecker erst am grünen Tisch den Startplatz in der Dritten Liga West zugesprochen bekamen. Doch trotz drei Plätzen Vorsprung sind es auch nur drei Punkte bis zum Strich, bei einer Menge noch ausstehender direkter Duelle.
Wieder Abstiegskampf also, das wissen auch die Spieler, erst recht der Kapitän.
Wichtiges Spiel am Samstag
„Es fühlt sich an wie Abstiegskampf“, meint Mollenhauer, „aber jeder weiß damit umzugehen. Wir nehmen die Situation an, auch wenn sie nicht schön ist. Wir sind die, die es ändern können.“ Als Kapitän ist er dabei besonders gefragt, die jüngeren Spieler zu führen, ihnen zur Seite zu stehen.
Zwar sei er nicht der einzige Führungsspieler, meint „Molli“, aber natürlich übt er das Kapitänsamt nicht nur in den Spielen, sondern auch dazwischen aus: „Wir reden viel im Training und versuchen, den Druck gleichmäßig auf alle Schultern zu verteilen.“ Keiner in der Mannschaft müsse sich Sorgen machen, das funktioniere bislang, findet der Kapitän: „Die Stimmung im Team ist gut.“
Ob das noch lange so bleibt, oder ob der Druck durch Niederlagen immer weiter größer wird, hängt vor allem von den Ergebnissen ab, die die Mannschaft abliefert. Zum Beispiel an diesem Samstag, wenn Schlusslicht HSG Wiesbaden zu Gast in der Riesener-Halle ist. Mollenhauer warnt leise: „Das Hinspiel konnten wir gewinnen, da hatte Wiesbaden viele Ausfälle. Jetzt wird eine andere Mannschaft auf der Platte stehen. Sie haben am Wochenende Krefeld geschlagen.“ Und schickt dann die Kampfansage hinterher: „Wir wollen die Punkte vor unseren eigenen Fans natürlich in Gladbeck behalten, das wäre ganz wichtig.“ Dann wäre der VfL Gladbeck langsam auf dem Weg heraus aus dem Abstiegskampf. Mollenhauer sieht die Mannschaft gerüstet für den Kampf um den Klassenerhalt: „Wir stehen überm Strich, die Position wollen wir bis zum Saisonende halten und das können wir auch. Nach Wiesbaden kommen noch mehrere direkte Duelle mit Mannschaften auf Augenhöhe, wenn wir die für uns entscheiden, haben wir sehr, sehr gute Chancen.“
Vor allem wäre der VfL womöglich schon relativ früh gerettet, hofft Mollenhauer: „Vielleicht schaffen wir es, schon ein oder zwei Spieltage vor Schluss alles klar zu machen.“
Auf ein mögliches Abstiegsendspiel am letzten Spieltag gegen den zurzeit einen Rang und einen Punkt hinter seinem VfL notierten Neusser HV kann Thorben Mollenhauer wohl gut verzichten.
Quelle: derwesten.de – Philipp Ziser | Foto: Gerhard Schypulla
02. Feb. 2015
Heiko Brandes tauscht Trikot gegen Trainerbank
Die Landesliga-Reserve des VfL Gladbeck stellt sich für die kommende Saison auf der Trainerposition neu auf und bleibt dabei ihrer Linie treu. Heiko Brandes, der zurzeit verletzte Rechtsaußen der ersten Mannschaft, wird im Sommer die Zweite übernehmen.
Eine interne Lösung also, die Stefan Grochtdreis, sportlicher Leiter beim VfL, für „optimal“ hält. Brandes selbst sagte, er habe nicht mit dem Angebot gerechnet, dann nach einigen Tagen Bedenkzeit aber zugesagt. Heiko Brandes ist Eigengewächs des VfL und kehrte nach einem Engagement bei der HSG Schalke 04/96 zuletzt an die Schützenstraße zurück. Gekommen, um zu bleiben, wie es scheint. „Er kennt und lebt den Verein. Mir ist wirklich ein Stein vom Herzen gefallen, als er uns letzte Woche die Zusage gegeben hat“, sagt Grochtdreis mit hörbar freudigem Unterton.
Doch hinter der Besetzung steckt nicht nur Verbundenheit mit dem VfL, sondern auch eine nachhaltige Strategie. „Wir wollen eine noch engere Verflechtung zwischen A-Jugend und erster Mannschaft erreichen“, so Grochtdreis. Hintergrund: Mit Pascal Kunze (A-Jugend), Heiko Brandes (bald zweite Mannschaft) und Sven Deffte (erste Mannschaft) hat der VfL vertikal ein Trainer-Trio installiert, das sich hervorragend kennt, was zu mehr Austausch über die „Beförderung“ junger Talente führen soll.
Spielertrainer nicht ausgeschlossen
Für Heiko Brandes ist es indes die erste Trainerstation. Der 31-Jährige, der bis zum Ende der laufenden Saison mit einer langwierigen Schambeinentzündung ausfallen wird, wird sich damit endgültig aus dem aktiven Spielbetrieb der ersten Mannschaft zurückziehen. Ob er denn nach erfolgreicher Genesung in der Zweiten selbst mal wieder zum Ball greift? „Da muss man den Heilungsprozess abwarten. Ich halte es jedenfalls nicht für ausgeschlossen“, meint Grochtdreis. Brandes sagt: „Es ist nicht angedacht, aber man soll niemals nie sagen.“
Mit der internen Lösung Heiko Brandes hat der VfL II also frühzeitig die Weichen für die kommende Saison gestellt. Bleibt also nur noch abzuwarten, ob der neue Coach ab dem Sommer eine Bezirks- oder Landesligamannschaft trainiert.
Quelle: derwesten.de – Sebastian Himmelseher | Foto: Gerhard Schypulla
01. Feb. 2015
VfL Gladbeck verliert in Hagen deutlich mit 22:31
Eine 22:31 (10:13)-Niederlage kassierte der abstiegsbedrohte VfL Gladbeck in der Dritten Handball-Liga beim Tabellenzweiten VfL Eintracht Hagen. Die abstiegsbedrohten Drittliga-Handballer des VfL Gladbeck blieben beim Tabellenzweiten VfL Eintracht Hagen chancenlos. 22:31 hieß es aus Sicht der ersatzgeschwächt angetretenen Rot-Weißen nach den 60 Minuten in der Hagener Energie Arena.
„Die Kraft“, sagte Sven Deffte, der Trainer des VfL Gladbeck, „hat bei weitem nicht gereicht.“ Er musste zum einen in Heiko Brandes, Florian Bach und Don Singh Toor auf drei Stammkräfte verzichten und zum anderen Akteure wie Lukas Krings oder Pascal Kunze aufbieten, die unter der Woche noch krank gewesen waren. „Das Spiel in Hagen“, so Deffte weiter, „ist jetzt schon wieder abgehakt. Unsere Leistung in der ersten Halbzeit war okay.“ Nach dem Seitenwechsel erlaubten sich die Gladbecker zu viele Fehlversuche, die die Gastgeber zu einfachen Toren nutzten. Zudem schonte Sven Deffte nun Krings und Kunze.
Der Vorsprung der Rot-Weißen vor dem ersten Abstiegsplatz, den die SG OSC Löwen Duisburg belegt, beträgt nach wie vor drei Punkte. Denn auch die Duisburger gingen am 19. Spieltag leer aus. Sie verloren mit 21:23 bei der SG Schalksmühle-Halver. In der SG Ratingen (25:27 in Zweibrücken) und im VfL Gummersbach II (23:31 gegen den TuS Ferndorf) gaben zwei weitere Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen, ihre Spiele ab. Ein Ausrufezeichen setzte dagegen die HSG Wiesbaden. Der Tabellenletzte, der sich am Samstag, 7. Februar, in der Gladbecker Riesener-Halle vorstellt, gewann bei der HSG Krefeld völlg unerwartet mit 35:34. Die Rot-Weißen sollten sich also auf einen hochmotivierten Gegner einstellen. Sven Deffte: „Die Wiesbadener Mannschaft ist mit der in der Hinrunde nicht mehr zu vergleichen. Sie hätte schon in Soest fast gewonnen und hat gegen Hagen eine Halbzeit lang gut mitgehalten.“
Wie der VfL Gladbeck am vergangenen Samstag. Als Marius Leibner, Kreisläufer der Rot-Weißen, den krassen Außenseiter in der 20. Minute mit 8:7 in Führung brachte, nahm Hagens Trainer Lars Hepp erst einmal eine Auszeit. In der Folge dreht der VfL Eintracht das Spiel und ging in der 29. Minute mit 13:10 in Führung.
Die Gladbecker konnten nach dem Seitenwechsel dem Top-Team nicht mehr Paroli bieten. Die Gastgeber hatten nun leichtes Spiel und führten nach 39 Minuten mit 20:15 und nach 44 Minuten mit 25:15.
In Moritz Schölich gab ein A-Jugendlicher sein Drittliga-Debüt. Dem Linksaußen der Gladbecker glückte in der 57. Minute sein erster Treffer für die Erste.
Qulle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: O. Mengedoht


