Nachrichtenarchiv

Drei Sportler entsandten die VfL Leichtathleten zu den Westfalenmeisterschaften der Altersklassen U18/20 nach Hagen und alle drei waren erfolgreich.

Anne Berger wieder stark

Das stärkste Ergebnis lieferte Anne Berger ab. Sie siegte im Stabhochsprung der Altersklasse U20 souverän und qualifizierte sich auch für die Deutschen Meisterschaften in Ulm mit dieser Leistung. Anschließend ging sie auch noch im Hochsprung an den Start und sicherte sich mit einer Höhe von 1,49 m die Silbermedaille.

Unternehmen „Titelverteidigung“ erfolgreich

Im Dreisprung ging André Krüger an den Start, wie Anne Berger auch Titelverteidiger des Vorjahres. Mit einer Leistung von 12,62 m blieb er zwar unter dem Vorjahresergebnis, allerdings hat André auf Grund seiner Berufsausbildung das Training etwas vernachlässigen müssen, so dass Trainer und Vater Rainer Krüger dennoch nicht unzufrieden war, denn auch mit dieser Leistung gelang das Unternehmen Titelverteidigung.

Dreisprung-Debut für Jaqueline Schreiber

Die Dritte im Bunde war Westfalenmeisterschafts-Novizin Jacqueline Schreiber, die im Dreisprung der Altersklasse U18 ihren ersten Einsatz auf Landesebene vollzog. Der Einstand gelang mit Höhen und Tiefen, denn nach zwei ungültigen Versuchen zitterte sie sich mit einer Weite von 9,82 m in den Endkampf der besten Acht. Danach sprang sie mit 10,02 m zunächst eine neue Bestweite, bevor sie dann im letzten Versuch alles reinlegte und sich auf 10,43 m steigerte. Mit dieser Weite belegte sie am Ende den überraschenden vierten Rang, ein Ergebnis, das Rainer Krüger, der erkälteten Athletin in diesem Zustand fast nicht zugetraut hatte. Damit wird auch Jacqueline, wie Anne und André bei den NRW-Jugendmeisterschaften am 14./15.07. in Wattenscheid an den Start gehen.

Er ist Gladbecks Mr. Sportabzeichen. Anno 1952 hat Rolf Weichert erstmals erfolgreich die Prüfungen des Deutschen Sportbundes absolviert. Seitdem war das Mitglied des VfL Gladbeck in jedem Jahr bei den „Olympischen Spielen des kleinen Mannes“ dabei.

Kürzlich ist der agile 84-Jährige vom Landessportbund im Essener GOP Varieté Theater für seine tollen sportlichen Leistungen ausgezeichnet worden. Rolf Weichert war im Kreis der Hobbysportler aus Nordrhein-Westfalen der einzige Aktive, der 65-mal den Fitnessorden erworben hat.

Weichert war Mitglied im Arbeiter-Wassersportverein

Sport war und ist wichtiger Bestandteil seines Lebens. 1946, unmittelbar nach Kriegsende wurde Rolf Weichert Mitglied im Arbeiter-Wassersportverein, der kurze Zeit später in VfL Gladbeck umbenannt worden ist. Er ist geschwommen, später Leichtathlet geworden, insbesondere ein leidenschaftlicher Langstreckenläufer.

Aktiv ist er nach wie vor regelmäßig. „Zwei-, dreimal in der Woche gehe ich schwimmen“, verrät Rolf Weichert der WAZ im VfL-Treff,, „außerdem mache ich am Wochenende Nordic Walking oder bin auf Skirollern unterwegs.“ Da wird der doch in diesem Sommer sicher erneut das Sportabzeichen erwerben, oder? „Das weiß ich noch nicht“, antwortet Weichert.

WAZ-Leser wählen ihn 2010 zum Sportler des Jahres

Ganz ähnlich hat sich der aus Rentfort stammende und längst in Zweckel heimisch gewordene VfLer, der mit seiner Edith verheiratet ist und zwei ebenfalls sportlich-aktive Töchter hat, vor knapp sieben Jahren geäußert. Seinerzeit hatten ihn die Leserinnen und Leser der WAZ zu Gladbecks Besten des Jahres 2010 gewählt, weil er in diesem Jahr zum 59. Male das Sportabzeichen erworben hatte. Damals hatte Rolf Weichert angekündigt, die 60 noch voll zu machen: „Danach ist Schluss.“

Inzwischen hat Weichert das Deutsche Sportabzeichen 65-mal erworben. Eine Erfolgsgeschichte, die – unglaublich, aber wahr – mit einem Misserfolg anfing. „Mit 18 habe ich das Sportabzeichen nicht geschafft“, erzählt er und lacht. Am Kugelstoßen sei er gescheitert. Der Ehrgeiz des Gladbeckers war geweckt. Welche Disziplin bereitet ihm heutzutage die größten Probleme? „Der Standweitsprung“, antwortet Weichert.

Für VfL-Chef Busch ist Weichert ein Vorzeigesportler

Für Siegbert Busch, den Vorsitzenden des VfL Gladbeck, ist Rolf Weichert ein Vorzeigesportler und Vorzeige-VfLer: „Rolf ist ein Paradebeispiel dafür, wie der Sport dabei hilft, mit hoher Lebensqualität älter zu werden. Das ist das, was der VfL Gladbeck möchte: Seine Mitglieder bis ins hohe Alter begleiten.“

Quelle: waz.de – Thomas Dieckhoff | Foto: JKB

Die 129. Deutschen Meisterschaften im Schwimmen standen ganz im Zeichen von Jessica Steiger. Die für den VfL Gladbeck startende 25-Jährige gewann Gold über 50m und 200m Brust sowie Silber über 100m Brust. Über 200m Brust stellte sie außerdem einen Deutschen Rekord auf. Damit avancierte sie in Berlin zu der erfolgreichsten Aktiven. Und zu guter Letzt wurde Jessica Steiger anlässlich der Titelkämpfe ja auch noch als Newcomerin des Jahres 2016 ausgezeichnet.

Dreimal Edelmetall, drei vierte Plätze, viel Lob und jede Menge Schlagzeilen. Das ist wahrlich keine schlechte Bilanz für eine Sportlerin, deren erster Vorlauf in Berlin laut eigener Einschätzung „nicht optimal“ verlaufen ist und die sich deshalb „ein bisschen unsicher gefühlt“ hatte. Nur wenige Stunden später, nach dem Gewinn des Titels über 200m Brust in Rekordzeit, sah die Welt der Jessica Steiger schon wieder ganz anders aus.

Fernsehen und Zeitungen berichten über Rekordrennen

Das Fernsehen und viele Zeitungen berichteten über das Rekordrennen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Jessica Steiger gleichwohl die Norm für die Weltmeisterschaft in Budapest verfehlt hatte. „Wenn Rekorde nicht mehr reichen“, titelte beispielsweise die Berliner Morgenpost nach Steigers klasse Vorstellung über 200m Brust.

Zur Erinnerung: Jessica Steiger kassierte im A-Finale den zehn Jahre alten (!) Deutschen Rekord von Birte Steven um 33 Hundertstelsekunden. Bundestrainer Henning Lambertz stellte sogleich klar, dass die Gladbeckerin ungeachtet dessen nicht für die WM nominiert werde. „Keine Chance“, so der bei einigen Trainern und Aktiven (z. B. Paul Biedermann) längst in die Kritik geratene Lambertz, „Jessica ist eine fleißige junge Frau, die tolle Fortschritte gemacht hat. Aber für die Normerfüllung hätte sie zweieinhalb Sekunden schneller sein müssen.“

Steiger gewinnt Silbermedaille über 100m Brust

Die letzte Chance, vielleicht doch noch ein Ticket für Budapest zu lösen, verpasste Jessica Steiger am vorletzten Tag der Titelkämpfe über 100m Brust. Die Siegerin durfte sich nämlich Hoffnungen machen, für die 4x100m-Lagenstaffel berücksichtigt zu werden. Einmal mehr kam es zum Duell zwischen der VfLerin und Vanessa Grimberg (SV Region Stuttgart).

Die beiden Dauerrivalinnen lieferten sich ein spannendes Rennen, das Grimberg letztlich knapp zu ihren Gunsten entschied. Für sie standen 01:07,80 Minuten zu Buche, für Jessica Steiger 01:07,95 Minuten. Die Essenerin Michelle Lambert kam in 01:09,52 Minuten als Dritte ins Ziel – und für die Goldmedaille nicht in Frage.

Jessica Steiger wird ihren Weg unbeirrt weitergehen

Dass Jessica Steiger bei der WM nicht dabei ist, dürfte sie nicht entmutigen. Sie dürfte unbeirrt weiter ihren Weg gehen. Und außerdem geht es ihr letztlich gar nicht um Erfolge oder Edelmetall.

„Ich möchte erfahren, wie viel ich aus mir herausholen kann“, antwortete die Gladbeckerin nach der Kurzbahn-DM 2016, bei der sie zwei Titel gewonnen hatte und ebenfalls nicht für die WM berücksichtigt worden war, der WAZ auf die Frage, was sie eigentlich antreibt. Und weiter erklärte Steiger seinerzeit: „Ich wäre natürlich gerne mitgefahren und in gewisser Art und Weise ist das auch frustrierend. Aber ich kann darauf ja nur mit härterer Arbeit reagieren, um noch schneller zu werden.“

Quelle: waz.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Bernd König (imago)

Vergangenes Wochenende ging es für den Leichtathletiknachwuchs des VfL Gladbeck 1921 zu den westfälischen Meisterschaften ins Hohenhorst-Stadion nach Recklinghausen, das die VfL-Athleten bereits vom Pfingstmeeting in diesem Jahr kannten.

Für Christiane Berger (W14) war es ein gelungener Tag, sie startete zuerst über 80m Hürden. Dort lief Bestleistung von 12,98 s und kam als Fünfte in den Endlauf. Dort wurde sie dann Sechste in 13,28 s. Danach startete im Speerwurf wo sie einen guten Fünften Rang mit 29,26 m belegte. Im Stabhochsprung sprang sie neue Bestleistung mit 2,80 m und wurde dafür mit dem Bronzerang belohnt.

Luis Cruz-Behler (M15) belegte einen guten vierten Platz im Stabhochsprung, wo er 2,90 m überquerte. Über 80m Hürden erreichte er als Vierter den Endlauf in 12,04 s, dort lief er dann als Sechster über die Ziellinie in 12,15 s. Die 100m lief er in 13,00 s. Ähnlich gut lief es auch für Julian Winking (M15).  Auch er lief Bestzeit über 80m Hürden in 12,35 s und schaffte es als Achter in den Endlauf. Dort wurde er erneut Achter in 12,64 s. Im Stabhochsprung knackte er das erste Mal die 3m-Marke. Er belegte damit den dritten Rang in Westfalen. Emily Klein (W14) trat zu Beginn im Hochsprung an. Dort verbesserte sie ihre Bestleistung um einen cm und wurde nur aufgrund der Fehlversuchsregelung mit 1,48m Neunte. Danach ging es für sie zum Kugelstoßen. Hier gelang ihr sogar ein Platz auf dem Siegerpodest mit einer Leistung von 9,22 m erreichte sie Rang 8.

Für Lena Hoffmann (W14) lief es nicht ganz rund. Im Weitsprung blieb sie nach einem ungültigen Versuch deutlich unter ihrer Bestleistung von 4,90m, sie sprang 4,23m. Über 100m lief sie in 13,73s durchs Ziel. Jedoch schaffte sie im Diskuswurf eine neue Bestleistung. Mit einer Weite von 22,60m wurde sie Sechste. Paul Wingartz (M14) trat über 100m an und erreichte sein Ziel, unter 13s zu laufen. Er verpasste zwar knapp den endlauf, konnte mit einer Zeit von 12,85s aber voll und ganz zufrieden sein. Giulia Postel (W15) trat im Kugelstoßen und Diskuswurf an. Im Kugelstoßen blieb sie mit 8,52m deutlich unter ihren Möglichkeiten. Den 1kg-Diskus warf sie auf eine Weite von 22,08m und wurde Siebte.

Auch zwei 4x100m-Staffeln schickte der VfL ins Rennen. Die Jungen mit Luis Cruz Behler am Start, Paul Wingartz, Julian Winking und Jan Luca Rapien liefen Bestzeit und qualifizierten sich für die NRW-Meisterschaft mit einer Zeit von 49,49s und einem siebten Platz. Die Mädchen (Christiane, Emily, Giulia, Lena) schafften 3 gute Wechsel und liefen ebenfalls Bestzeit in 54,60s.

Die Ehrung in ihrer Heimatstadt ist bereits geplant: Am Dienstag, 20. Juni, werden die Stadt, der Stadtsportverband und der VfL Gladbeck Jessica Steiger für ihren großen Coup auszeichnen. Die 25-jährige Topschwimmerin verteidigte bei den Deutschen Meisterschaften über 200 Meter Brust nicht nur ihren Titel, sondern stellte dabei auch einen nationalen Rekord auf.

„Zehn Jahre hat er gehalten, jetzt gehört er mir.“ Mit diesen Worten kommentierte Steiger auf ihrer Facebookseite ihr herausragendes Ergebnis bei der DM in Berlin. Und weiter: „Ich bin einfach nur überglücklich, mir endlich meinen Traum erfüllt zu haben.“
Jessica Steiger erreicht nach 2:25,00 Min. das Ziel

Im Finale über 200 Meter Brust hatte Jessica Steiger nach 2:25,00 Minuten das Ziel erreicht und damit für den erste Höhepunkt bei den 129. Deutschen Meisterschaften in der Hauptstadt gesorgt. Die VfLerin verbesserte die Bestmarke von Birte Steven, die sie anno 2007 vor zehn Jahren an gleicher Stelle 2:25,33 Minuten geschwommen hatte.

Nach dem Rennen verriet Steiger, dass sie Stevens Marke im Visier gehabt hatte. Leser der Gladbecker WAZ wussten das längst. „Der Deutsche Rekord ist jetzt nicht mehr so weit weg“, so Jessica Steiger im vergangenen April im Gespräch. Damals hatte sie im Gespräch mit dieser Zeitung betont, die Bestmarke attackieren zu wollen.

Aus einer WM-Teilnahme wird wohl nichts

In Berlin hat sie nun den Rekord tatsächlich kassiert. „Dass es jetzt hier geklappt hat, ist super“, so Steiger, die das Finale über 200m Brust vor der Stuttgarterin Vanessa Grimberg (2:27,28) und Michelle Lambert aus Essen (2:29,84) gewonnen hat.

Trotz der neuen Bestmarke wird Steiger aber wohl nicht bei der Weltmeisterschaft in Budapest starten. Der Deutsche Schwimm-Verband hatte nämlich für die Qualifikation eine noch deutlich schnellere Zeit von 2:22,87 Minuten verlangt. „Dass es fast utopisch werden würde, die WM-Norm zu knacken, war mir klar“, erklärte Steiger.

VfL-Chef Busch kritisiert Norm-Politik des Verbandes

Dazu hat Siegbert Busch, Vorsitzender des VfL Gladbeck und einer der ersten Gratulanten, seine ganz eigene Meinung. „Ich halte derart hohe Normen nicht für glücklich und sogar für kontraproduktiv. Erstens drohen deshalb Talente dem Sport verloren zu gehen, weil sie sich sagen, dass schaffe ich sowieso nicht. Und zweitens wird in diesem speziellen Fall eine großartige Leistung einfach nicht honoriert.“

Dass sich der Verband bei der Festsetzung der Normen ausschließlich an möglichen Medaillenplatzierungen orientiere, sei überhaupt nicht nachzuvollziehen, so Busch. „Was“, so der VfL-Chef, der ja durchaus ein Befürworter des Leistungssports ist, „ist eigentlich so schlimm daran, wenn jemand bei einer Weltmeisterschaft beispielsweise den neunten Platz belegt.“

Busch lobt Steigers Fleiß, Einsatz und Biss

Busch jedenfalls hat Jessica Steiger von ganzem Herzen gratuliert: „Ihr Fleiß, Einsatz und Biss haben sich ausgezahlt. Ich muss zugeben, dass ich begeistert bin. Jessica kann stolz auf sich sein. Wir sind es auch, obschon der VfL Gladbeck nur bedingt etwas zu ihrem tollen Erfolg beigetragen hat.“

Quelle: waz.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Annegret Hilse (imago)

Jessica Steiger fasste sich erst an den Kopf und wischte dann mit ihren Fingern die spontanen Tränen der Freude von ihren Wangen. 2:25,00 Minuten stand auf der Anzeigetafel im Berliner Europasportpark. Hinter den Ziffern blinkten zwei Buchstaben auf: DR. Die Gladbeckerin hatte bei den 129. Deutschen Schwimm-Meisterschaften den zehn Jahre alten Deutschen Rekord von Birte Steven über 200 Meter Brust um 33 Hundertstelsekunden verbessert.

Henning Lambertz stand von seinem Platz auf und klatschte. Aber mehr als Beifall und anerkennende Worte gab es nicht vom Bundestrainer für Jessica Steiger. Das Ticket für die Weltmeisterschaft im Juli in Budapest bleibt der 25-Jährigen zumindest vorläufig verwehrt.
Jetzt will sie sich an diesem Samstag mit dem Meistertitel über 100 Meter Brust für die Lagenstaffel bei der WM empfehlen.

Jessica Steiger ist ein Härtefall des neuen Nominierungskonzeptes im Deutschen Schwimm-Verband. Nur wer die Zeit des Olympia-Achten von Rio 2016 schwimmt, darf zur WM. „Ich freue­ mich über Jessicas Fortschritte, aber sie hat die Norm um zweieinhalb Sekunden verpasst”, sagte Lambertz. Es ist eine Radikalkur mit Nebenwirkungen. Aber Jessica Steiger lamentiert nicht groß, dass sie trotz des Rekords das WM-Ticket noch nicht gelöst hat. „Es ist einfach geil, was ich hier geschafft habe. Noch nie war eine Deutsche schneller als ich”, sagte sie. „Die Norm war utopisch für mich. Ich kannte die Regeln. Es bringt nichts, darüber jetzt zu jammern.”

Sie schwimmt gegen den Strom

Die Gladbeckerin ist die beste Deutsche, obwohl oder weil sie gegen den Strom schwimmt. Das ist eine Frage des Standpunktes. Auch örtlich. Der Bundestrainer möchte, dass sie an den Stützpunkt nach Essen wechselt. „Das will ich nicht. Ich habe in Gladbeck mein vertrautes Umfeld mit meinem Trainer Harry Schulz und meinem Mentalcoach Martin Braun” erläutert Jessica Steiger. „Hier habe ich große Fortschritte gemacht, und hier werde ich weiter daran arbeiten, mich zu verbessern und mich für Tokio 2020 zu qualifizieren.”

Da die deutsche Rekordhalterin nicht am Stützpunkt trainiert, erhält sie keinerlei finanzielle Förderung. Jessica Steiger geht trotzdem ihren eigenen Weg, auch wenn es ein teurer ist. Ihr Vater Ralf ist ihr Mäzen. „Allein für das dreiwöchige Höhentrainingslager in der Sierra Nevada habe ich 5000 Euro bezahlt”, erzählt er. Jessica macht alles anders – aber mit Erfolg. Nachdem sie in Regelstudienzeit ihren Bachelor in Erziehungswissenschaften gemacht hat, konzentriert sie sich jetzt auf den Sport. 26 Stunden trainiert sie in der Woche. Mit zusätzlicher Physiotherapie und Mentaltraining ist das ein Vollzeit-Job. Und wenn ein bisschen Zeit bleibt, bildet sie sich im Rahmen eines Heilpraktiker-Fernstudiums fort. „Ich brauche auch ein bisschen für den Kopf”, sagt sie und schmunzelt. Jessica Steiger blickt optimistisch nach vorn. Noch hat sie die Chance auf das WM-Ticket in Budapest. Und wenn es nicht klappt, schwimmt sie trotzdem weiter gegen den Strom. Tokio 2020 lockt. Der Traum lebt. Ihre Mutter hat ihr vom Erlebnis Olympia erzählt. Unter ihrem Mädchennamen Sandra Dahlmann erreichte diese 1984 in Los Angeles Platz neun.

Quelle: waz.de –  Thomas Lelegemann | Foto: DPA

„Zehn Jahre hat er gehalten, jetzt gehört er mir.“ Mit diesen Worten kommentierte Jessica Steiger ihren Coup bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin.

„Er“ – das ist der Deutsche Rekord über 200m Brust. Die Topschwimmerin des VfL Gladbeck hat ihn bei den nationalen Titelkämpfen geknackt. „Ich bin einfach nur überglücklich, mir endlich meinen Traum erfüllt zu haben“, so die 25-Jährige weiter.

Steiger erreicht nach 2:25,00 Minuten das Ziel

Jessica Steiger erreichte das Ziel bei ihrem Sieg im Finale über 200 Meter Brust in 2:25,00 Minuten. Damit sorgte sie für den erste großen Höhepunkt bei den Deutschen Meisterschaften. Die VfLerin verbesserte die Bestmarke von Birte Steven, die sie anno 2007 vor zehn Jahren an gleicher Stelle 2:25,33 Minuten geschwommen hatte.

Nach dem Rennen verriet Steiger, dass sie Stevens Marke im Visier gehabt hatte. WAZ-Leser wussten das längst. „Der Deutsche Rekord ist jetzt nicht mehr so weit weg“, so Jessica Steiger im vergangenen April. Damals betonte sie, ihn attackieren zu wollen. Aber auch dies: „Ich will mir aber keinen Druck machen.“

Bei der WM wird Steiger aber wohl nicht starten

In Berlin hat sie den Rekord kassiert. „Dass es jetzt hier geklappt hat, ist super“, so Steiger, die das Finale über 200m Brust vor der Stuttgarterin Vanessa Grimberg (2:27,28) und Michelle Lambert aus Essen (2:29,84) gewonnen hat.

Trotz der neuen Bestmarke wird Steiger aber wohl nicht an der Weltmeisterschaft in Budapest starten. Der Deutsche Schwimm-Verband hatte für die Qualifikation eine noch deutlich schnellere Zeit von 2:22,87 Minuten verlangt. „Dass es fast utopisch werden würde, die WM-Norm zu knacken, war mir klar“, erklärte Steiger.

Quelle: WAZ.de

Drei Niederlagen hintereinander

An den Medenspielen nimmt Bistritz mittlerweile nicht mehr teil. Ungeachtet dessen packt er aber weiter an. Mannschaftsaufstellung, Organisation der Auswärtsfahrten und der Heimspiele, Führen der Mannschaftskasse usw. – es gibt schließlich genug zu tun. Und außerdem spielt Bistritz immer noch um Trainingspunkte. „Die Kollegen“, sagt VfL-Sprecher Michael Conrad, „wissen, was sie an ihrem Kapitän haben.“

Die Saison verlief zunächst wenig erfolgreich für die Herren 65/2: Sie startete mit einem 2:4 gegen TC Hohenstein Witten 1 (Punkte: Werner Oepping und Wolfgang Schierbaum). Ebenfalls mit 2:4 ging das Match gegen TG GW Gelsenkirchen verloren und beim TuS 09 Erkenschwick 1 gab’s gar ein 1:5. Drei Niederlagen in Folge, die bei näherer Betrachtung allesamt sehr unglücklich waren. Allein in Erkenschwick gingen ein Einzel (Diethard Quade) und die beiden Doppel (Joachim Hoffmann/Jürgen Denk; Werner Robering/Karheinz Pia) im Match-Tiebreak verloren.

Am letzten Spieltag durfte der VfL aber beim TuS Heven 09/67 einen Sieg feiern. Hoffmann, Quade und Schierbaum sorgten für die 3:1-Führung. Den Zähler zum Erfolg holten Jürgen Denk/Karl-Heinz Rauschel in zwei Sätzen (6:3 , 6:0).

Quelle: waz.de

Am letzten Spieltag bezwang der VfL Gladbeck den TC Rechen Bochum 2 mit 7:2. Christian Sump, Christopher Reimann, Mario Sommerfeld und Florian Karwig legten den Grundstein zum Erfolg, im Anschluss spielten Sump/Marcel Dembenski, Sebastian Drews/Reimann und Sommerfeld/Simon Terschek den klaren Sieg heraus.

5:4-Sieg gegen BW Harpen 2

Davor hatten die VfL-Herren mit 5:4 gegen den TC Blau-Weiß Harpen 2 gewonnen. Auch in dieser Partie stand es nach den Einzeln 4:2 für Gladbeck, Reimann/Sommerfeld sorgten für den Siegpunkt.

Die Herren 55 des VfL erreichten in der Bezirksliga zwei Siege und kassierten zwei unglückliche Niederlagen. Dabei war die Mannschaft mit Aufstiegsambitionen angetreten.

Zuletzt siegte die Gladbecker Mannschaft um Thomas Kaminski zum Abschluss der Saison gegen den Aufsteiger Recklinghäuser TG mit 7:2. Schwabe/Reimann, Thomas Kaminski/Mühle gewannen im Einzel und Doppel. Den siebten Punkt steuerten Manfred Sommerfeld/Dieter Schraven im dritten Doppel bei.

Bemerkenswert das längste Spiel des Tages: Der Gladbecker Roman Franiel verlor sein Spiel gegen Burkhard Seidel nach drei Stunden und 20 Minuten im Tiebreak mit 5:7, 7:6 und 3:10.

Quelle: waz.de


1 2 3 4 112
Suchen

Archiv nach Jahren

Archiv

Twitter-Feed

Finde heraus, was gerade auf Twitter passiert! Aktuelle Nachrichten aus dem Verein findest Du bei #vflgladbeck:


© 2016 VfL Gladbeck 1921 e.V.

Pin It on Pinterest