Der geplatzte Traum – Mission Tokio 2021

Der Traum von Olympia ist für Jessica Steiger geplatzt – vorerst. Sie gibt nicht auf sondern will kämpfen für Olympia 2021!

Anfang des Jahres sagte ich während einer Trainingseinheit zu meiner Freundin, dass ich gerne ein paar Monate vorspulen würde, um zu wissen, ob sich die ganze Quälerei im Training lohnt und wir zu den Olympischen Spielen fliegen dürfen. Dass mich nun ein Virus davon abhält, meinen Traum zu verwirklichen, hätte ich im Leben nicht gedacht! 

Ich war so nah dran – 33/100 fehlten mir zu meinem Ticket bei meinem ersten Qualiwettkampf. Nicht schlimm, dachte ich damals – es folgen ja noch ein paar Wettkämpfe… Als diese nach und nach ausfielen, wurde ich immer nervöser. Dann ging alles Schlag auf Schlag – die Schwimmbäder wurden weltweit eines nach dem anderen geschlossen – die Stimmen, die Olympischen Spiele zu verlegen, wurden immer lauter. Für mich persönlich ein Alptraum – was wird nun passieren? Werden die Spiele zum ersten Mal in der Geschichte ausfallen? Werden sie um ein, zwei Jahr(e) verschoben? Was bedeutet das für mich und meinen weiteren Weg?

Ich wollte doch Ende des Jahres kürzer treten und in das Berufsleben einsteigen. Meine Sponsorenverträge enden alle in diesem Jahr. Ich habe Bewerbungen geschrieben und extra meine Hochzeit ins Jahr 2021 gelegt. Ich habe alles für diesen einen Traum getan. Als die Entscheidung nun gefallen war und es hieß, dass die Olympischen Spiele um exakt ein Jahr verschoben werden, brach für mich eine kleine Welt zusammen.

Nach ein paar Tagen der Verzweiflung kam mein Kampfgeist zurück

Natürlich ist es die einzig richtige und sinnvollste Entscheidung! Die Gesundheit geht IMMER vor. Doch ich kam mir vor wie in einem schlechten Film – ich war soo nah dran, nach all den Jahren. Und jetzt fühlt es sich wieder so weit weg an… Nach ein paar Tagen der Verzweiflung kam mein Kampfgeist zurück. Lasse ich mir durch einen Virus meinen Traum kaputt machen? Klares NEIN!!! Doch wie geht es weiter? 

Ich brauchte einen neuen Plan. Meine Familie und Freunde haben mich beraten und mich letztendlich zu der Idee gebracht, ein Crowdfunding zu starten. Die Kosten im Leistungsbereich Schwimmen sind enorm, wenn man auf höchstem Niveau mit dabei sein will. Trainingslager, Nahrungsergänzungsmittel, Physiotherapie, Sportpsychologen, Wettkampfanzüge usw…. da lässt sich einiges aufzählen, aber unter allem schlägt schließlich eine 5-stellige Summe pro Jahr zu Buche. 

Würden jemand in einer für alle schwierigen und vor allem ungewissen Situation überhaupt etwas für mich und meinen Traum spenden? Wären 4.000€ als Spende angemessen? Würde ich überhaupt auf eine so hohe Summe kommen? Oder soll ich einfach den Betrag angeben, den ich für meine sportlichen Ziele dringend benötige?? Fragen über Fragen! Ich entschied mich in Absprache mit dem Betreiber der Crowd-Funding-Seite für eine Summe von 7.000€. Sie betonten, dass bei Erreichen der Summe das Ende der Spenden noch nicht erreicht sein muss.

Seid Teil von meinem Team auf dem Weg nach Tokio 2021

Ich nahm mir Zeit, um persönliche und außergewöhnliche Prämien auszuwählen, die es noch als Ansporn für eine Unterstützung zu ergattern gab. Schaut doch gern mal rein und seid Teil von meinem Team auf dem Weg nach Tokio 2021 🙂

Ich würde mich wahnsinnig darüber freuen: https://www.toyota-crowd.de/jessicasteigertokio2021!

Kleiner Fun-Fact: Schon damals wollte ich -wie meine Mama 1984- unbedingt zu den Olympischen Spielen. Mein Papa versprach mir damals, sich die Olympischen Ringe auf den Hintern tätowieren zu lassen, sollte ich die Qualifikation wirklich schaffen. Für wen wäre das kein Ansporn? 😉

Quelle: Radio Emscher-Lippe

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