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Wenn der VfL zum Handball-Heimspiel antritt, ist Super-Stimmung garantiert. Am Samstag gab es einen viel gefeierten Sieg gegen den Neusser HV. Gegen 10 Uhr am Sonntagvormittag twitterte die VfL-Handball-Abteilung: „Die Rote Wand rockt die Riesener-Halle. Geile Stimmung, geiles Publikum!!!!“ Die Fans hatten sich diesen besonderen Online-Dank per Twitter und Facebook mal wieder rundum verdient. Die Unterstützung in der Handball-Arena an der Schützenstraße war am Samstagabend beim 27:24-Sieg gegen den Neusser HV ein weiteres Mal phänomenal.

„Mensch, die machen hier in Gladbeck ja wirklich eine tolle Stimmung“, staunte im Auswärtsblock sogar ein mitgereister Fan des Neusser Teams. Nach zwei bitteren Heimniederlagen gegen TV Korschenbroich und den Spitzenreiter der 3. Handball-Bundesliga, TuS Ferndorf, drehten die VfL-Handball-Cracks voll auf und hielten mit dem Heimsieg Anschluss ans Tabellenmittelfeld.

Bei den VfL-Fans wie immer mittendrin: Hubert Adams an der großen Trommel. So gut wie kein Heimspiel geht hier ohne den 64-Jährigen über die Bühne.

Hubert Adams zählt zum Kern der großen VfL-Vereinsfamilie. Seine Frau Ulrike (Huppertz) war einst beim VfL als Diskuswerferin und Kugelstoßerin erfolgreich, seine Söhne Christoph und Florian widmeten sich ebenfalls der Leichtathletik und dann dem Handball. Natürlich beim VfL. Und jetzt bildet der frisch pensionierte Berufskraftfahrer Hubert Adams so etwas wie den Mittelpunkt des Heimspiel-Fanblocks.

„Die Jungs sind doch auf unsere Unterstützung angewiesen“, sagt er mit Blick auf das VfL-Drittliga-Team. „Ich habe selbst mal in der 3. Herrenmannschaft Handball gespielt und weiß ein wenig, wie das ist, selbst auf der Platte zu stehen. Wer als Spieler zum VfL kommt, kommt wegen des Zusammenhalts!“

Auch die Ehrengäste jubeln hier mit
Und dieser Zusammenhalt stimmt. Als der VfL am Samstagabend kurz vor Schluss mit drei Toren führt, kennt die lautstarke Unterstützung keine Grenzen mehr. Spannung pur am Spielfeld. Krönung, Krings, Mollenhauer & Co. stürmen über das Spielfeld, jede Menge Rückenwind kommt von den Rängen, wobei sich beim VfL auch die mit Ehrengästen besetzte „Haupttribüne“ nicht zu fein ist, lautstark Standing Ovations zu verteilen. Ein erheblicher Unterschied zum Geschehen auf den Bundesliga-Fußballrängen etwa im nahen Gelsenkirchen. Nach dem Happy End gehen die Fans aus der Riesener-Arena zufrieden nach Hause – noch einmal ein großer Unterschied zum Fußball-Wochenende in Gelsenkirchen. Hubert Adams: „Wir haben wieder mal gezeigt, dass wir in der Dritten Liga mit unserem Team bestehen können.“

Für die VfL-Fans ist das Heimspiel-Jahr jetzt zu Ende – aber 2015 wollen sie alle wiederkommen. Hubert Adams ist dann auch wieder dabei. Was sonst.

Quelle: derwesten.de – Michael Bresgott | Foto: Oliver Mengedoht

In der Dritten Handball-Liga holte der VfL Gladbeck im Kampf um den Klassenerhalt Big Points: Die Rothemden besiegten den Neusser HV mit 27:24.
Die Drittliga-Handballer des VfL Gladbeck feierten im Kampf um den Klassenerhalt einen ganz wichtigen Sieg. Gegen Mitkonkurrent Neusser HV setzten sich die Rot-Weißen vor 400 Zuschauern in der Riesener-Halle mit 27:24 (18:16) durch. „Hier regiert der VfL“, sangen die begeisterten Fans des Gastgebers nach der Partie.

VfL Gladbeck – Neusser HV 27:24 (18:16).

VfL Gladbeck: T. Deffte (1. – 10. und bei einem Siebenmeter), Tesch (10. – 60.) – Krings (6/1), Sankalla, Kunze (2), Krönung (5), Mollenhauer (11), Bach (1), Leibner, Dreiszis (2).

Spielfilm: 4:4 (5.), 7:7 (9.), 7:9 (11.), 9:9 (13.), 12:10 (17.), 16:12 (23.), 16:15 (29.), 18:16(30.), 21:17 (35.), 22:18 (43.), 22:20 (48.), 25:20 (53.), 25:22 (57.), 27:24 (60.).

„In Gladbeck“, sagte VfL-Obmann Hans-Jörg Conrad und lachte, „werden wieder Schlachten geschlagen.“ Wohl wahr! Die Begegnung mit dem Neusser HV stand nach dem Seitenwechsel nämlich ganz im Zeichen zweier aufopferungsvoll kämpfender Defensivreihen. Die Rheinländer verteidigten gut, die Gladbecker aber noch besser. „Wir haben“, lobte Sven Deffte, der Trainer der Rot-Weißen, „in der zweiten Halbzeit überragend gedeckt.“ Zwei Spieler hob er besonders hervor: „Björn Sankalla und Pascal Kunze haben ein riesen Lob verdient.“

Sankalla und Kunze machten den Unterschied, aber auch Andy Tesch im Tor, der nach zehn Minuten kam und in der Folgezeit etliche Schüsse der Neusser abwehrte. Ebenfalls nicht vergessen werden darf der Kapitän des VfL Gladbeck: Thorben Mollenhauer glänzte am Samstagabend als wurfgewaltiger und, noch wichtiger, auch sehr treffsicherer Rückraumrechter. Am Ende standen für „Molli“ elf Treffer zu Buche.

Der VfL Gladbeck verabschiedete sich nach dem Erfolg über den Neusser HV mit 13:17-Punkten in die kurze Weihnachtspause – das Team überwintert auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Schon am 10. Januar geht’s weiter mit einem Heimspiel gegen die zweite Mannschaft von GWD Minden. Sven Deffte, der Trainer der Gladbecker, schaute am Samstagabend schon einmal voraus: „Wir haben noch nichts erreicht. Der Kampf um den Klassenerhalt wird garantiert eine ganz enge Kiste. Ich bin aber positiv gestimmt, dass wir das mit der phänomenalen Unterstützung unserer Zuschauer schaffen.“

Und mit Spielern wie Pascal Kunze, der in der Begegnung mit Neuss auf der Platte der Riesener-Halle zum Mann des Abends avancierte. Der 26-jährige Student, ein Eigengewächs und Trainer der Landesliga-A-Jugend, bot im zweiten Abschnitt nicht nur eine überaus leidenschaftliche Vorstellung in der Abwehr. Kunze, den sie an der Schützenstraße alle nur Piwi rufen, erzielte in der 58. Minute auch den Treffer zum 26:22, der alle Zweifel am Erfolg des VfL Gladbeck beseitigte. Wenige Sekunden vor Schluss traf er erneut – zum 27:24-Endstand. Als alles vorbei war, sagte Kunze: „Der NHV hat in dieser Phase Max Krönung und Thorben Mollenhauer kurz gedeckt. Da musste ich ja mehr Verantwortung übernehmen.“ Es sei ein Kampfspiel gewesen. Kunze: „Neuss kam nach dem Wechsel mit unserer offensiven und aggressiven Deckung nicht so zurecht.“

Quelle: derwesten.de -Thomas Dieckhoff | Foto: Oliver Mengedoht

In der Dritten Handball-Liga empfängt der VfL Gladbeck den Neusser HV. Beide Teams gehören zum Kreis der Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen.

Sven Deffte, der Trainer des Handball-Drittligisten VfL Gladbeck, bringt die Ausgangslage vor der letzten Partie des Jahres kurz und knapp auf den Punkt. „Das“, sagt er und meint die Begegnung mit dem Neusser HV, „ist wieder ein 50:50-Spiel. Wir haben Heimrecht und wollen daher gewinnen.“

Brandes ist immer noch nicht fit
Ein Blick auf die aktuelle Tabelle der Dritten Liga West zeigt: Am Samstag, 13. Dezember, geht’s ab 19.30 Uhr in der Riesener-Halle an der Schützenstraße um Big Points. Der VfL Gladbeck und der Neusser HV haben jeweils 11:17-Zähler auf dem Konto und gehören somit zum Kreis der Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen. Wer gewinnt, hält Anschluss ans Tabellenmittelfeld, wer verliert, rutscht tiefer in den Abstiegssumpf. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Die aktuelle Form scheint gegen den Gastgeber zu sprechen. Während der VfL nämlich aus den letzten fünf Spielen nur einen mageren Punkt holte, errang der NHV in dieser Zeit acht Zähler. Spricht die Form also gegen Gladbeck? Sven Deffte schüttelt seinen Kopf und sagt: „Bis auf ein oder zwei Ausnahmen haben wir eine ordentliche Hinrunde gespielt.“ Und weiter: „Wir sind jetzt wieder besser drauf als in den beiden Wochen vor Ferndorf. Meine Mannschaft hat unter der Woche gut trainiert.“ Übrigens in fast kompletter Besetzung, nur Rechtsaußen Heiko Brandes konnte infolge seiner Bauchmuskelzerrung nicht jede Einheit bestreiten und wird sich heute Abend daher auch nur für den Notfall auf die Bank setzen.

Vorbereitet hat sich der VfL Gladbeck auf eine Neusser Mannschaft, die laut Trainer Sven Deffte „im Rückraum extrem stark besetzt ist“. Christopher Klasmann, Ivan Cosic und Thomas Bahn seien Spieler mit einem ausgeprägten Tordrang. Aber auch auf Außen sei der NHV mit Dennis Aust, der aus Ferndorf kam, und dem Ex-Dormagener Markus Breuer gut aufgestellt. „Neuss“, betont Deffte, „ist auf jeder Position gut besetzt.“ Sein Team müsse geschlossen auftreten, um gegen den Gast bestehen zu können.

Dass sich der ehemalige VfL-er Christopher Klasmann, mit 82/24 Treffern der Haupttorschütze der Neusser, am vergangenen Wochenende in der Partie gegen Wiesbaden eine Bänderverletzung zugezogen hat, hat sich in Gladbeck natürlich herumgesprochen. „Mir wäre es lieber, wenn Klasmann spielt“, sagt Sven Deffte. Begründung? „Unsere Torhüter kennen ihn. Und im vergangenen Jahr haben wir ihn ganz gut im Griff gehabt.“

Rene Witte, der Trainer und Manager des Neusser HV, hat seine Mannschaft vor den Spielern des VfL Gladbeck gewarnt. „Die sind stark, weil sehr robust“, wird der NHV-Coach in der Online-Ausgabe der Neuß-Grevenbroicher Zeitung zitiert. Er hat die Defensive der Gladbecker hervorgehoben, weil man sich auf die Systeme „nur sehr schwer vorbereiten“ könne. Zudem weist er auf den Rückraum des VfL hin. „Mega-Shooter“ nennt Witte Max Krönung, Thorben Mollenhauer und Lukas Krings.

Neuss besiegt Unitas Haan deutlich
Ganz sorgenfrei fahren die Neusser nicht zur Schützenstraße. Denn neben Christopher Klasmann ist auch der Einsatz von Dennis Aust gefährdet. Der Rechtsaußen konnte infolge einer Leistenzerrung zuletzt nicht mit der Mannschaft trainieren.

Unter der Woche bestritt der NHV übrigens noch ein Testspiel. Gegen Unitas Haan (Oberliga) setzte sich der Drittligist deutlich mit 45:28 durch.

Quelle: derwewsten.de – Thomas Dieckhoff| Foto: Gerhard Schypulla

Durch den Sieg über den VfL konnte der Neusser HV nach Punkten zu Gladbeck aufschließen. Das Südwestfalen-Derby zwischen Hagen und Schalksmühle/Halver endet remis.

Des einen Freud’, des anderen Leid: Während sich der VfL Gladbeck nach der 24:27 (12:14)-Pleite beim Aufsteiger und direkten Konkurrenten um einen Nichtabstiegsplatz die Wunden leckt, die in den vergangenen Wochen und Monaten einfach nicht heilen wollen, erfreut sich Neuss nach zuvor sieben Pleiten in Serie an zwei Punkten und der einen oder anderen gelungenen Premiere. So kam der 22-jährige kroatische Rückraumspieler Bruno Kozina zu seinem Debut und erzielte prompt sechs Treffer.

Neusser Zugang schlägt ein

Dass der NHV die Verpflichtung Kozinas nicht vor der ersten Rückrundenpartie bekannt gab, hatte dabei nicht bloß taktische Gründe: „Klar wollten wir damit auch Gladbeck überraschen“, gibt Trainer René Witte im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ zu, „aber wir haben seine Freigabe am Freitagnachmittag tatsächlich erst kurz vor Toresschluss erhalten.“ Ein weiteres Neusser Novum: Erstmals in der zweieinhalbjährigen Witte-Ära schaffte es das Team , von einer 6-0-Deckung auf eine 5-1-Deckung umzuschalten. Dass der VfL in gewisser Weise zum Versuchskaninchen wurde, dürfte die Gladbecker besonders fuchsen.

Im südwestfälischen Derby teilten sich der VfL Eintracht Hagen und die SG Schalksmühle-Halver beim 23:23 (11:9) die Punkte. In einer intensiv geführten Partie erzielte Christian Feldmann acht Sekunden vor dem Ablaufen der Uhr den Schalksmühler Ausgleich – sehr zum Ärger von Hagens Schlussmann Stefan Nippes, der stark spielte und drei Siebenmeter parierte: „Das tut weh, wenn man kurz vor Schluss mit zwei Toren führt, auch wenn es am Ende vielleicht gerecht ist.“ Entsprechend heiter war die Stimmung bei der SG. „Ein Big Point“, freute sich Nippes-Gegenüber Formella, „für uns ist es super, hier einen Punkt mitzunehmen. Auch wenn man gemerkt hat, dass beide Teams offensiv noch nicht voll im Saft stehen.“ Man habe „in der Schlussminute hektisch und panisch gespielt“, bedauerte VfL-Coach Lars Hepp. Und stimmte Nippes unumwunden zu: „Schalksmühle hat sich den Punkt absolut verdient.“

Es geht eng zu im Abstiegskampf
Der Leichlinger TV setzte sich mit 29:23 (15:11) gegen die TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld durch, ohne sich dabei allzu sehr strecken zu müssen. Bielefeld bleibt mit sechs Zählern das Schlusslicht der Oberliga, Neuss und Gladbeck auf den weiteren Abstiegsplätzen weisen aktuell zehn Zähler auf. Auch der ART Düsseldorf, der mit 24:27 (12:13) der HSG Varel-Friesland unterlag, verbucht zehn Punkte, aber die weniger schlechte Tordifferenz für sich und wäre aktuell gerettet. Zum Glück ist die Saison aus Gladbecker Sicht noch lang.

Quelle: derwsten.der – Marcel Krischik | Foto: von Staegmann

Die Drittliga-Handballer des VfL Gladbeck haben im Kampf um den Klassenerhalt einen weiteren schweren Rückschlag hinnehmen müssen. Beim Neusser HV, einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, kassierten die Rot-Weißen eine 24:27-Niederlage.

Im Kampf um den Klassenerhalt musste Handball-Drittligist VfL Gladbeck einen weiteren schweren Rückschlag hinnehmen. Die Rot-Weißen kassierten zum Rückrundenauftakt beim Mitabstiegskonkurrenten Neusser HV eine 24:27 (12:14)-Niederlage. Der VfL holte damit aus den letzten sieben Spielen gerade einmal zwei Punkte.

Neusser HV – VfL Gladbeck 27:24 (14:12).

VfL Gladbeck: Tesch (1. – 53.), T. Deffte (53. – 60.) – Krings (2), Sankalla (1), Kunze (4), Singh Toor, Krönung (11/4), Mollenhauer (4), Reich, Geukes (1), Thoke (1).

Spielfilm: 3:3 (6.), 4:6 (12.) 6:7 (17.), 9:7 (20.), 11:8 (23.), 13:10 (29.), 14:12 (30.), 17:13 (36.), 18:17 (42.), 19:19 (46.), 23:19 (51.), 25:20 (54.), 25:24 (58.), 27:24 (60.).

Können die Gladbecker Abstiegskampf? Nach der Pleite in Neuss müssen sich die Fans, Verantwortlichen und Trainer Holger Krimphove ernsthafte Sorgen machen. Einmal mehr kassierte das Team eine Niederlage gegen einen unmittelbaren Konkurrenten, einmal mehr hatte sich der VfL die Pleite selbst zuzuschreiben. Denn die Gastgeber aus Neuss brannten in der Anton-Kux-Halle wahrlich kein Handball-Feuerwerk ab. Der alles entscheidende Unterschied: Der NHV erlaubte sich ein paar Fehler weniger als Gladbeck.

„Wieder haben Kleinigkeiten entschieden“, so Holger Krimphove. Dabei dachte er beispielsweise an die Szene, in der Thorben Mollenhauer in doppelter Überzahl überhastet den Abschuss suchte und dabei ein Stürmerfoul beging, statt den frei stehenden Pascal Kunze auf Rechtsaußen anzuspielen. Der VfL-Trainer dachte außerdem an die Rote Karte, die Kreisläufer Tobias Reich wegen Meckerns kassierte. Und er dachte an viele weitere Aktionen, in denen seine Mannschaft falsche Entscheidungen traf oder schlichtweg dumm patzte.

„Wir haben uns zu viele einfache Fehler erlaubt“, analysierte nach den 60 Minuten VfL-Chef Siegbert Busch, der auf der Tribüne mitgefiebert und mitgelitten hatte wie in seinen besten Zeiten als Trainer an der Linie. „Das war spielerisch zu wenig“, so Busch, „unsere Mannschaft spielt nicht druckvoll genug, sie spielt zu statisch.“ Und die Chancenverwertung sei gleichfalls nicht gut gewesen. Tim Deffte, Torwart und Kapitän der Gladbecker, fasste das Spiel in einem Satz prägnant zusammen: „Wir sind an unseren Unzulänglichkeiten gescheitert. Es war ja nicht so, als ob Neuss überragend gespielt hätte.“

Holger Krimphove trommelte nach Spielende seine Akteure in der Kabine zusammen, um sie auf die nächsten schweren Wochen einzuschwören. In der kurzen Ansprache appellierte der Trainer vor allem an den Teamgeist. Was genau hat er gesagt? „Entweder wir halten alle zusammen oder es funktioniert nicht. Wir können das nur als Mannschaft packen.“

Eines zumindest konnte man den Gladbeckern in Neuss nicht vorwerfen, nämlich mangelndes Engagement. Die Rot-Weißen rackerten und ackerten nach Kräften und kämpften sich sowohl nach einem Rückstand von vier (13:17, 34. Minute) als auch von fünf Toren (20:25, 54.) wieder zurück. Am Ende reichte dieses eine Mittel aber nicht.

Dass die Mitkonkurrenten ART Düsseldorf (24:27 bei der HSG Varel-Friesland) und TSG A-H Bielefeld (23:29 beim Leichlinger TV) ebenfalls leer ausgingen, konnte die VfL-er an diesem vermaledeiten Samstagabend auch nicht trösten. Alle wussten, dass sie im Abstiegskampf eine weitere Chance nicht genutzt hatten.

Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Biene Hagel

Der VfL Gladbeck besiegte am ersten Spieltag der Dritten Handball-Liga Aufsteiger Neusser HV mit 27:22 (15:13). Lukas Krings mit sechs Treffern war bester Schütze der Gastgeber.

40 Sekunden vor Schluss reckte Tim Deffte, der Torwart des Handball-Drittligisten VfL Gladbeck, seine Arme triumphierend in die Höhe. Björn Sankalla hatte für die Gastgeber gegen den Neusser HV gerade das 27:22 erzielt. Spätestens mit diesem Treffer war die Partie zugunsten der Rot-Weißen entschieden.

VfL Gladbeck –
Neusser HV 27:22 (15:13)

VfL Gladbeck: Tesch (1. – 30.), T. Deffte (31. – 60.) – Krings (6), Sankalla (2), Brandes (4), Kunze (2), S. Deffte, Singh Toor (2), Krönung (4/1), Reich (4), Geukes (2), Thoke (1).
Spielfilm: 1:2 (5.), 3:3 (8.), 5:4 (12.), 8:6 (15.), 13:10 (23.), 14:12 (28.), 16:14 (38.), 18:17 (42.), 22:19 (49.), 22:21 (55.), 24:21 (58.), 27:22 (60.).

„Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte nach den intensiv geführten 60 Minuten VfL-Rückkehrer Heiko Brandes, der in der Auftaktbegegnung mit dem Aufsteiger aus Neuss einer der auffälligsten Akteure auf Seiten der Gladbecker war. Brandes agierte ab Mitte der ersten Halbzeit in der 5:1-Abwehr auf der vorgezogenen Position und im Angriff auf Rechtsaußen. Vier Treffer steuerte er zum Erfolg seiner Mannschaft bei. „Ich habe mir in der Deckung das Selbstvertrauen geholt“, so Brandes, „und dann gehen die Dinger vorne auch rein.“ Der aus Schalke an die Schützenstraße zurückgekehrte Gladbecker, der einst in der Jugendabteilung des VfL das Handballspielen gelernt hat, bezeichnete den Sieg als „wichtig“. Es sei das erwartet schwere Spiel gewesen, so Heiko Brandes.

Das war es tatsächlich. Der VfL, der am Samstagabend seinen wurfgewaltigen Rückraumlinken Thorben Mollenhauer (Studienreise nach Frankreich) ersetzen musste, rief in dem Vergleich mit dem Neusser HV spielerisch sicherlich noch längst nicht sein Potenzial ab. „Da ist auf vielen Positionen Luft nach oben“, stellte später Trainer Holger Krimphove sachlich fest. Und weiter: „Es greift noch nicht alles ineinander.“ Der Sieg sei dennoch verdient gewesen, weil der VfL in der zweiten Halbzeit besser gedeckt habe als vor dem Seitenwechsel.

Holger Krimphove sah wie die rund 400 Zuschauer in der Riesener-Halle über die komplette Zeit eine mit Herz und Hingabe kämpfende Heimmannschaft, die alles daran setzte, um den Neuling niederzuringen. „Das Gladbecker Publikum“, zeigte sich VfL-Torwart und Kapitän Tim Deffte sicher, „wird das honorieren.“ Das Team, so der Schlussmann, der neben Brandes und Mittelmann Lukas Krings zu den besten Akteuren auf der Platte zählte, habe sich in der neuen Saison gerade für die Heimspiele viel vorgenommen. Er versprach den Zuschauern „eine Mannschaft, die kämpft und Leidenschaft zeigt“.

Die Fans der Rot-Weißen honorierten schon am Samstagabend die engagierte Vorstellung der Ihren. Bereits drei Minuten vor Ende der Partie standen die Gladbecker Anhänger auf den Rängen und feierten erleichtert Max Krönungs verwandelten Siebenmeter zum 24:21 und Tobias Reichs Treffer zum 25:21, die das Spiel zugunsten den VfL entschieden.

Während sich danach VfL-Coach Holger Krimphove für die lautstarke Unterstützung bedankte, sagte sein Neusser Kollege Rene Witte dies: „Als Aufsteiger haben wir uns über 60 Minuten ganz ordentlich präsentiert.“ 19 Fehlwürfe seien zu viel gewesen, so der Übungsleiter des Aufsteigers. „Wir müssen schnell lernen.“

Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Heinrich Jung

In der 3. Handball-Liga empfängt der VfL Gladbeck zum Auftakt Aufsteiger Neusser HV. Die Partie geht am Samstag, 31. August, um 19.30 Uhr in der Riesener-Halle an der Schützenstraße über die Bühne.

Die Zeit der Tests gehört bis zum nächsten Januar der Vergangenheit an, in der Dritten Handball-Liga wird ab sofort wieder um Punkte gekämpft. Dabei wartet auf den VfL Gladbeck am ersten Spieltag gleich eine vergleichsweise undankbare Aufgabe, weil sich am Samstag, 31. August, um 19.30 Uhr im Neusser HV ein Aufsteiger in der Riesener-Halle vorstellt.

„Neuss“, sagt VfL-Trainer Holger Krimphove, „wird versuchen, die Euphorie mitzunehmen. Unsere Aufgabe besteht darin, dem Gast zu zeigen, was für ein Wind in der Dritten Liga herrscht.“ Seine Mannschaft, so der Übungsleiter der Gladbecker, müsse sich vor eigenem Publikum als Einheit präsentieren und von Beginn an 100-prozentig dagegenhalten.

Dass der VfL unlängst bei einem Turnier in Leichlingen im Spiel um den fünften Platz den Neusser HV mit 18:14 bezwingen konnte, hält Krimphove für unwichtig. „Ich bewerte bekanntlich Ergebnisse in der Vorbereitung sehr zurückhaltend“, so der Trainer der Rot-Weißen. „Gut war es, dass wir den NHV schon einmal gesehen haben“, so Krimphove weiter. In Leichlingen konnte der Neuling den Gladbecker Coach durchaus beeindrucken. Er warnt vor allem vor der aggressiven Deckung und dem Tempospiel der Neusser. „Sie spielen sehr schnell nach vorne“, so der Übungsleiter der Gastgeber, der daher von seiner Mannschaft Geduld und Disziplin einfordert.

Nach den intensiven Wochen der Vorbereitung ist Krimphove froh, dass nun um Zählbares gespielt wird: „Wenn wir zwei weitere Wochen trainiert hätten, wären mir andere Sachen aufgefallen, die man verbessern könnte. Irgendetwas ist schließlich immer.“ Sein Team, betont der VfL-Trainer, habe den Punkt erreicht, an dem er sage, das Spiel gegen Neuss könne kommen. Krimphove: „Wir haben in der Vorbereitung diverse Male gezeigt, dass wir über sehr gute Qualität verfügen. Wenn die Mannschaft aus den Rückschlägen, die es zweifellos gab, die richtigen Schlüsse gezogen hat und 100 Prozent in die Waagschale wirft, dann habe ich riesengroßes Vertrauen in dieses Team.“

Der Neusser HV wird in Gladbeck verletzungsbedingt auf seinen zweiten Kreisläufer Kai Funke verzichten müssen. Jan Kerssenfischer und der ehemalige VfL-Akteur Christopher Klasmann sind wohl angeschlagen, wobei Krimphove fest davon ausgeht, dass Klasmann es sich nicht nehmen lassen wird, an alter Wirkungsstätte aufzulaufen.

Rene Witte, der Trainer der Gäste, sagt vor der Partie in der Riesener-Halle: „Für uns gibt es nur schwere Spiele, für uns ist jedes Spiel ein Endspiel.“ Drittliga-Erfahrung haben im Kader des Neulings nur Torhüter Nico Nothen und Rechtsaußen Viktor Fütterer, die beide unter Witte mit Unitas Haan in der damaligen Regionalliga West aufliefen. Ungeachtet dessen sagt der NHV-Trainer: „Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Der Klassenerhalt ist machbar.“

Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Heinrich Jung


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