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Das von Jessica Steiger für die Vereinsjugend ins Leben gerufene Crowdfunding auf der Toyota-Crowd war ein riesen Erfolg. Durch die Spendenden und Toyota kamen 4.200 € für die Vereinsjugend zusammen.

Von Tim Tersluisen

Nicht selbstverständlich

Dass ein Crowdfunding zugunsten unserer Jugend im Verein zustande kam war keinesfalls selbstverständlich. Zunächst hatte Jessica Steiger das Funding durch Klicks in ihren Social Media-Kanälen für sich entschieden: Toyota hatte sie nominiert, mit zwei weiteren Sportlern um die Funding-Chance zu kämpfen. Als Funding-Zweck war für sie selbstverständlich die Vereinsjugend an der Spitze. In einer eigens professionell produzierten Videobotschaft machte Jessica auf das Projekt aufmerksam.

Jessica Steigers Videobotschaft

Prämien und Werbung- der Stoff aus dem das Funding ist

Um ein Crowdfunding zu starten benötigt man zwei Kanäle. Zum einen braucht man Prämien, die einzigartig sind, die ganz wenig oder nichts kosten und für die Interessenten gutes Geld bieten. Dazu heißt es im Vorfeld: Viel telefonieren und um Gratis-Prämien werben. So kamen Socken, Designer-Kappen, Sonnenbrillen, kleine Goldbarren, Autogrammartikel und vieles mehr zusammen. Für diese haben die Fördernden Geld bezahlt; dieser Kanal entspricht einem Kaufgeschäft.

Der zweite Kanal ist die Spende ohne Gegenleistung. Diese Option ist in der Toyota-Crowd besonders interessant, weil Toyota pro Spendenden ab einer 10 Euro-Spende diese noch einmal um 10 Euro erhöht. Auf diesem Weg wurde das Funding mit 680 Euro von Toyota unterstützt.

Tagesaktuell und präsent

Um unsere Mitglieder und Förderer auf dem neusten Stand zu halten haben wir das Möglichste getan. Unsere Projekt- und Startseite wurde mehrmals täglich mit den neusten Zahlen des Spendenstands aktualisiert. Auf den Social Media-Kanälen wurde fleißig geworben und Jessica rief mehrfach per Mail und WhatApp dazu auf, das Crowdfunding zu unterstützen und zu teilen, teilen, teilen.

Am Ende steht der Erfolg

Es ist immer schön, wenn Mühen belohnt werden. In diesem Fall ist der Erfolg sogar messbar: 4.200 Euro erhält der VfL Gladbeck für seine Vereinsjugend. Geld, das wir in der Corona-Pandemie sehr gut einsetzen können: Für Speere, Stabhochsprung-Stäbe, Schwimm-Fallschirme, Stechcords, Spielgeräte und vieles, vieles mehr. Hier ist die Jugend eindeutig Gewinner.

Ein riesen Dankeschön

Das Spendenergebnis freut uns alle sehr. Wir sind den Spendenden und Toyota herzlich dankbar, denn ohne deren Engagement und Verzicht könnten wir unsere Jugend in diesem Jahr nicht so gut mit Material ausstatten. Das Ergebnis des Crowdfunding wird nachhaltig auf die kommenden Jahre wirken. Alle Anschaffungen werden langlebig sein und vielen Heranwachsenden Freude machen.

Wir sagen jedem, der sich für uns engagiert hat, herzlich Danke!

Das Bergfest liegt schon hinter uns: Wir haben noch 3 Tage Zeit, um Jessica Steigers Crowdfunding zugunsten unserer Vereinsjugend zu gewinnen! Es fehlen noch genau 430,- Euro an Spenden zur magischen 4.000-er Schwelle zum Sieg.

Einfacher geht es nicht

Das Toyota-Crowdfunding ist eine sehr überschaubare Sache.

  1. Man spendet für den VfL Gladbeck einen Geldbetrag oder sucht sich eine Prämie aus, die einem gefällt.
  2. Toyota spendet für jede Spende (ab 10 Euro) noch einmal 10 Euro dazu. Macht 20 Euro!
  3. Abwarten, ob wir das Spendenziel erreichen.
  4. Erreichen wir das Ziel, dann erhält die Jugendarbeit des VfL Gladbeck 4.000 Euro.
  5. Erreichen wir das Ziel nicht, dann erhalten alle Spender ihr Geld zurück und die Vereinsjugend geht leer aus 🙁

Also macht mit! Hier geht es direkt zur Projektseite, auf der ihr Spenden könnt. Jede Spende hilft, jede Spende kommt bei uns an. Garantiert!

Mehr Infos gefällig? Dann schaut Euch einmal unsere Projektseite zum Crowdfunding 2021 an.

Am Mittwoch, 30.06.2021, ab 22.15 Uhr ist unsere Spitzenschwimmerin Jessica Steiger bei Sten TV zu sehen. Sie nimmt Stellung zum Schwimmen im Freiwasser. Das Thema ist sehr ernst: Durch die Corona-Pandemie steigt die Zahl der schwimmunfähigen Personen deutlich an.

Nach einem 7-Stunden-Dreh und heftigem Abbau von Kraftreserven tritt Jessica Steiger, unsere Spitzen-Schwimmerin, für die Aufklärung vor den Gefahren des Schwimmens ein. Erst in jüngster Zeit ereigneten sich mehrere tragische Badeunfälle, bei denen Personen ums Leben kamen, weil sie die Gefahren des Grundelements unterschätzen.

Lesen Sie dazu auch einen Beitrag der WAZ Gladbeck (mit WAZ+).

Von Thomas Dieckhoff (WAZ Gladbeck)

Sandra Steigers Karriere-Highlight? Die Ex-Schwimmerin des VfL Gladbeck antwortet prompt: Olympia 1984. So hat sie Los Angeles damals erlebt.

Der Amateursport steht inzwischen glücklicherweise nicht mehr still. Die WAZ Gladbeck hat die fast sportfreie Zeit genutzt und Aktive oder Trainer auf ihre Karrieren zurückschauen lassen. Welches waren die schönsten Momente in ihrem Sportlerleben? Oder gab es vielleicht einen besonders bitteren Augenblick? Im letzten Teil unserer Serie erinnert sich Sandra Steiger vom VfL Gladbeck an ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen von Los Angeles.

Lesen Sie mehr mit WAZ+!

Von Thomas Dieckhoff (WAZ Gladbeck)

Jessica Steiger hat sich nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren können. „Es tut sehr weh“, bekennt die Topschwimmerin des VfL Gladbeck.

Der langgehegte und große Traum von Olympia, er geht für Jessica Steiger nicht in Erfüllung. Beim finalen Qualifikationswettkampf in Berlin schaffte es die Topschwimmerin des VfL Gladbeck nicht, eine Norm für die Sommerspiele in Tokio zu erfüllen. Und auch für einen Start in einer der deutschen Staffeln konnte sich die 28-Jährige in der Hauptstadt nicht empfehlen.

Lesen Sie mehr mit WAZ+.

Von Thomas Dieckhoff (WAZ Gladbeck) – Foto von Frank Oppitz (Kunke Medien)

Jessica Steiger vom VfL Gladbeck schwimmt in Eindhoven um die Olympia-Qualifikation. Ihr Einstieg über 50 Meter Brust und Freistil lässt hoffen.

Diese Zeiten lassen hoffen. Am ersten Tag des Olympia-Qualifikationsmeetings in Eindhoven überzeugte Jessica Steiger, Topschwimmerin des VfL Gladbeck, über 50 Meter Brust und Freistil jeweils mit guten Resultaten.

Lesen Sie mehr mit WAZ+.

Von Thomas Dieckhoff (WAZ Gladbeck) – Foto: Joachim Kleine-Büning

Jessica Steiger sicherte dem VfL Gladbeck ein Startguthaben für eine Crowdfunding-Aktion. Der Klub freut sich über einen vierstelligen Betrag.

Lesen Sie mehr mit WAZ+.

Unterstützt Jessica Steiger bei der Wahl zum TOYOTA CROWD Projekt des Jahres 2020!

Nach dem erfolgreichen fairplaid Crowdfunding-Projekt “MISSION TOKIO 2021” von Jessica ist Sie nun auf der TOYOTA CROWD für das Projekt des Jahres 2020 in der Kategorie “Olympia” nominiert worden.

Dabei tritt Jessy gegen Denise Krebs und Conrad-Robin Scheibner um den Titel an. Bei einem Gewinn, winkt ein 1.000 € Startguthaben für das VfL-Crowdfunding-Projekt für die Vereinsjugend auf der TOYOTA CROWD. Und Du kannst Jessy und dem VfL dabei helfen, indem Du ihrem Projekt deine Stimme gibst.

Das geht ganz schnell und einfach. Klicke dazu einfach auf den folgenden Link:
https://www.toyota-crowd.de/projekt-des-jahres/abstimmung

Hilf Jessy dabei, so viele Stimmen wie möglich zu gewinnen und teile den Link. Fünf Tage verbleiben für die Abstimmung (vom 11.03.2021 um 18 Uhr bis zum 15.03.2021 um 23:59 Uhr).

Übrigens: Für euch gibt es auch etwas zu gewinnen. Alle Infos findet ihr über den Link. Also auf geht’s. Danke für deine Unterstützung!

Von Thomas Dieckhoff (WAZ Gladbeck) – Foto von Frank Oppitz (Funke Medien)

Die deutschen Topschwimmer kennen nun die Olympia-Nominierungsrichtlinien. Für Jessica Steiger (Gladbeck) wird es bald ernst und hart.

Die Gladbecker Olympiahoffnung Jessica Steiger hat nun zumindest ein wenig Klarheit, wann es in Sachen Qualifikation für die Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) für sie ernst wird.

Fest steht außerdem: Um über 200 Meter Brust die Fahrkarte zu lösen, muss die 29-jährige Topschwimmerin des VfL Gladbeck den von ihr selbst gehaltenen Deutschen Rekord knacken.

Vom 1. bis zum 18. April können sich Aktive für Olympia qualifizieren

Während einige Aktive des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) gemäß den jetzt veröffentlichten aktualisierten Nominierungsrichtlinien für die Olympischen Spiele schon fest für Tokio 2021 planen können, muss sich der größte Teil der nationalen Elite noch qualifizieren.

Bei drei noch nicht genannten Wettkämpfen – die Rede ist von zwei in Deutschland und einem Meeting im schwedischen Stockholm – in der Zeit zwischen dem 1. und dem 18. April sollen die noch nicht besetzten Startplätze für die Spiele vergeben werden. Außerdem geht es in diesem Zeitraum um die Besetzung der insgesamt sieben deutschen Olympia-Staffeln. Dafür werden ausschließlich Zeiten berücksichtigt, die im Qualifikationszeitraum im April erzielt werden.

Bundestrainer erläutern die Kriterien für die Olympianominierung

„Wir haben die Kriterien für eine Olympianominierung so angelegt, dass unsere zuletzt stärksten Leistungsträger*innen sich in dieser schwierigen Zeit möglichst langfristig in ihren Trainingsprozessen auf Olympia fokussieren können“, wird Bundestrainer Bernd Berkhahn von swimsportnews.de zitiert.

Sein Kollege Hannes Vitense ergänzt: „Andere Nationen wie Italien oder die Niederlande fahren auch gut damit, frühzeitige Qualifikationslösungen anzubieten. Dann bleiben in der Methodik mehr Optionen zur Formausprägung vor den Olympischen Spielen, und bei Bedarf übrigens auch die Möglichkeit einer Berücksichtigung der Europameisterschaften im Mai.“

Deutscher Olympische Sportbund hält an den Normzeiten fest

Die Normzeiten bleiben identisch zu den ursprünglichen, im November 2019 veröffentlichten Qualifikationskriterien. Dazu Jessica Steiger: „Das wird verdammt hart.“

Kann man wohl so sagen. Denn über 200 Meter Brust der Frauen erhält beispielsweise die Tokio-Fahrkarte nur, wer eine Zeit von 2:24,90 Minuten schwimmt. Zur Erinnerung: Der Deutsche Rekord, den Jessica Steiger im Jahr 2017 in Berlin aufgestellt hat, liegt bei 2:25,00 Minuten.

Jessica Steiger stellen sich viele Fragen

„Ich möchte schon versuchen, die Einzelnorm über 200 Meter Brust zu schwimmen“, so die Gladbeckerin, die zudem natürlich auch die Chance nutzen will, sich für Staffelrennen zu qualifizieren. Das ist ihr zuletzt bei großen internationalen Meisterschaften stets gelungen – und stets hat sie dann mit Topleistungen überzeugt.

„Derzeit schwirren viele Fragezeichen in meinem Kopf herum“, sagt Jessica Steiger. Fragen stellen sich in der Tat ja viele: Wann und wo genau finden die Qualifikations-Wettkämpfe statt? Was passiert eigentlich, falls die Corona-Lage dazu zwingt, einen oder mehrere dieser Wettkämpfe abzusagen? Kann das zuvor geplante Höhentrainingslager des DSV Mitte Februar tatsächlich stattfinden?

Jessica Steiger braucht nun Wettkämpfe

Ungeachtet dieser und anderer Ungewissheiten steckt Jessica Steiger derzeit in einer harten Trainingsphase. Doch Training allein, das sie übrigens unter anderem am Olympiastützpunkt in Essen absolviert, reicht ihr aus nachvollziehbaren Gründen nicht, um in Topform zu kommen.

„Ich brauche Wettkämpfe“, betont die 29-Jährige. Das Problem ist, dass in Deutschland derzeit keine Meetings stattfinden. Nun plant Steiger Mitte Januar einen Trip nach Genf, um sich dort über 100 Meter Kraul, 50, 100 und 200 Meter Brust mit anderen Schwimmerinnen zu messen.

Jessica Steiger denkt über einen Start in Nizza nach

Ob das tatsächlich klappt oder nicht, stand am Mittwochmittag (6. Januar) allerdings noch nicht 100-prozentig fest. Im Blick haben Jessica Steiger und ihr Trainer Marcel Karow zudem ein Meeting in Nizza.

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Eine Zusammenfassung von Thomas Dieckhoff (WAZ Gladbeck)

Die Corona-Pandemie hat auch das Gladbecker Sportjahr geprägt. Aber: Es gab sehr viel mehr als abgesagte Meisterschaften und Meetings.

Das Jahr 2020 wird als Corona-Jahr in die Geschichte eingehen. Die Pandemie war in den vergangenen Wochen und Monaten Dauerthema, auch im Sport. In Gladbeck wurden etliche Sportveranstaltungen und Meisterschaften abgesagt bzw. verlegt. Und doch dreht sich in unserem Rückblick auf das Sportjahr 2020 nicht alles um das Coronavirus.

Alle sportlichen Großveranstaltungen in Gladbeck fallen aus

Dennoch müssen wir mit dem Virus und den Folgen für den Gladbecker Sport beginnen. Im März ging es Schlag auf Schlag, die Saisons in allen Sportarten wurden erst ausgesetzt und später abgebrochen.

Großveranstaltungen wie das Borsigmeeting des TV Gladbeck, der ELE-Triathlon des SV Gladbeck 13 oder auch das internationale U18-Tennisturnier des TC Haus Wittringen fielen allesamt der Pandemie zum Opfer. Das galt auch für den 100. Geburtstag von Wacker Gladbeck, den die Butendorfer unter anderem mit einer großen Sause in der Mathias-Jakobs-Stadthalle feiern wollten.

Julian Draxler hilft den Gladbecker Fußballklubs

Immerhin: In Julian Draxler fanden die Fußballvereine unserer Stadt einen noblen Unterstützer. Der aus Gladbeck stammende und für Paris Saint-Germain aktive Nationalspieler stellte mit einer Spende sicher, dass die finanziellen Einbußen der Klubs aus seiner Heimatstadt bis zum Ende der Saison 2019/2020 abgefedert werden konnten.

Dazu der Weltmeister von 2014: „Das ist für mich eine Herzensangelegenheit. Denn als ehemaliger Jugendspieler des BV Rentfort weiß ich um die Sorgen der örtlichen Fußballvereine.“

Jessica Steigers Traum von den Olympischen Spielen 2020 platzt

Als Thomas Bach am 24. März die Verschiebung der Olympischen Spiele bekanntgab, flossen in Gladbeck bittere Tränen der Enttäuschung. Jessica Steiger, die Topschwimmerin des VfL, hatte, nachdem sie die Spiele 2012 und 2016 verpasst hatte, nicht nur von Tokio 2020 geträumt, sondern auch die vergangenen vier Jahre hart dafür trainiert.

Selbst Monate später bezeichnete Steiger die Entscheidung des IOC als „einfach bitter“. Und fügte an: „Ich kämpfe das ganze Leben dafür.“ Und deshalb kämpft die amtierende Deutsche Meisterin und Rekordhalterin über 200 Meter Brust weiter – mit dem Ziel, 2021 nach Tokio zu kommen.

Kira Lipperheide gewinnt Silber bei der Bob-Weltmeisterschaft

Im Frauen-Bobsport zählt Gladbeck dank des nimmermüden Engagements von Heiner Preute (TV 12) inzwischen zu einer nationalen Hochburg. Während es in der jüngere Vergangenheit Anschieberin Annika Drazek war, die internationale Titel und Medaillen abräumte, sorgte anno 2020 Kira Lipperheide für tolle Erfolge.

Vor dem Auftakt der Saison hatte Preute mit Blick auf die Newcomerin von einem „Lehrjahr“ gesprochen. An deren Ende stand für Lipperheide, die wie Drazek von Hause aus Sprinterin ist, im Schlitten der Wiesbadenerin Kim Kalicki der Gewinn von Weltmeisterschaftssilber. Kurz zuvor hatte das Gespann bei der Junioren-WM Rang eins belegt.

Lipperheide und Kalicki strahlen nach ihrem WM-Coup um die Wette

Nach dem Überraschungscoup am 23. Februar in Alternberg strahlte Kira Lipperheide beim ARD-Interview mit Kim Kalicki förmlich um die Wette. Ihr Erfolgsgeheimnis? „Wir hatten keinen Druck“, so das Mitglied des TV Gladbeck Kufe. Und mit Blick auf Kalicki sagte sie: „Das ist einfach eine gute Pilotin.“

Enttäuscht zeigten sich dagegen die auf Rang vier notierten Mariama Jamanka und Annika Drazek. Letztere sagte: „Wir müssen darüber sprechen, wie die Saison verlaufen ist.“ Das sei nämlich „nicht die tollste“ gewesen. Die Gladbeckerin schaute aber auch schon wieder nach vorne: „Wir haben 22 im Blick und nicht diese Saison.“ 22 – da finden die Olympischen Winterspiele in Peking statt.

Simmou wird in seiner Heimatstadt Gladbeck Box-Europameister

Um kurz nach 19 Uhr ging es am 16. Februar in der Halle der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule los. Der Gladbecker Profiboxer Salahadin Simmou kämpfte gegen den Georgier Zaza Amiridze um den EM-Titel im Superweltergewicht nach Version der WBU. 500 Zuschauer in Rentfort-Nord feuerten ihren Liebling lautstark an.

Keine Viertelstunde später war Simmou schon Europameister. Ringrichter Arno Pokrandt hatte dessen Kontrahenten in der dritten Runde disqualifiziert. Aber der Reihe nach: Zu Beginn der dritten Runde hatte ein Zuschauer den Trainer des Georgiers attackiert.

Der Simmou-Gegner wird in der dritten Runde disqualifiziert

Daraufhin setzte Zaza Amiridze den Kampf nicht fort. Mehrmals forderte Ringrichter Arno Pokrandt Amiridze auf, weiter zu boxen. Das tat er jedoch nicht – was schließlich die Disqualifikation des Georgiers zur Folge hatte.

„Wir wollten einen sauberen und schönen Kampf. Wir wollten wissen, wer der Bessere ist“, sagte später Azedin Simmou, Trainer und Onkel des Box-Champions. Und weiter: „So haben wir uns das nicht vorgestellt.“

TV Gladbeck feiert die Rückkehr in die Volleyball-Regionalliga

Ende Februar trugen die Volleyballerinnen des TV Gladbeck ihr vorerst letztes Spiel in der Oberliga aus. Es ging gegen den VfL Telstar Bochum überraschend verloren – der Aufstieg in die Regionalliga war für den ehemaligen Zweitligisten dadurch in weite Ferne gerückt.

Infolge der Corona-Pandemie wurde die Saison schließlich abgebrochen. Anfang Juni durften die Blau-Weißen und Trainer Waldemar Zaleski aber doch über die Rückkehr in die höchste Spielklasse Westdeutschlands jubeln.

Im Nordpark knallen keine Sektkorken

Weil der TV Gladbeck zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs in der Oberliga 2 auf dem dritten Tabellenplatz lag und theoretisch noch hätte Erster werden können, stiegen die Gladbeckerinnen ebenso auf wie Spitzenreiter RC Borken-Hoxfeld II und der Zweitplatzierte TV Hörde II.

„Sektkorken“, schrieb seinerzeit die WAZ, „knallten am Dienstagabend beim Training auf der Beachanlage im Nordpark zwar nicht.“ Und wir zitierten den Trainer mit diesen Worten: „Aber alle waren und sind natürlich happy.“

Zieht der SV Zweckel nach Gelsenkirchen um?

Seit langer Zeit klagt der SV Zweckel über den Zustand des Rasenplatzes an der Dorstener Straße. Verantwortliche des Vereins, der es zwischenzeitlich bis in die Oberliga geschafft hatte, Trainer und Spieler hatten immer darauf aufmerksam gemacht, dass auf der Anlage über weite Strecken des Jahres ein vernünftiger Trainings- und Spielbetrieb nicht möglich sei.

Mitte des Jahres überraschte die Stadt Gladbeck dann mit der Nachricht, dass ein Umzug des SVZ an die Baulandstraße in Gelsenkirchen-Scholven angedacht sei. „Die Stadt Gladbeck und die Stadt Gelsenkirchen planen gemeinsam die Weiterentwicklung der bestehenden Gelsenkirchener Sportanlage an der Baulandstraße zu einer gemeinsamen Spielstätte für den SV Zweckel und Hansa Scholven“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Gladbeck vom 5. Juni.

DKP macht die „Dorstener Straße“ zum Wahlkampfthema

Während die Sportpolitiker in Gelsenkirchen und in Gladbeck das Projekt fast einhellig begrüßten, regte sich in Scholven Widerstand. Der SV Hansa, an der Baulandstraße zu Hause, sammelte sogar Unterschriften gegen den Umzug des Gladbecker Klubs. Und in Gladbeck machte die DKP mit dem Thema Wahlkampf.

Uli Wloch, der Vorsitzende des SV Zweckel, nahm anlässlich einer Sportausschusssitzung Stellung – pro Umzug. Er betonte: „Dass wir für diesen Plan sind, ist eine Entscheidung der Vernunft und keine des Herzens.“ Der SVZ, so Wloch weiter, müsse sich zukunftsfähig aufstellen. Der Vorstand sei nach eingehender Prüfung zu dem Schluss gekommen, dass „es keine bessere Alternative gibt als der Standort an der Stadtgrenze in Scholven“.


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