Archiv

Vom 19. bis zum 30. August findet in der taiwanischen Metropole Taipei die 29. Sommer-Universiade statt. An den Weltspielen der Studierenden nehmen rund 13.000 Sportlerinnen und Sportler aus über 150 Ländern an.

Darunter ist dieses Mal auch eine Gladbeckerin: Jessica Steiger vom VfL Gladbeck wird die deutsche Farben beim Schwimmen vertreten. Kurz vor ihrer Abreise stattete sie jetzt noch Bürgermeister Ulrich Roland einen Besuch im Rathaus ab.
Die Universiade zählt zu den weltweit größten Multisportveranstaltungen nach den Olympischen Spielen. Studenten aus der ganzen Welt messen sich im Basketball, Fechten, Fußball, Judo, Kunst- und Gerätturnen, Leichtathletik, Rhythmische Sportgymnastik, Schwimmen, Tennis, Tischtennis, Volleyball, Wasser- und Turmspringen und Wasserball. Den Auftakt zum zwölftägigen Wettkampfprogramm bildet eine dem olympischen Vorbild nachempfundene Eröffnungsfeier mit Einmarsch der Nationen und aufwändigen Showprogramm.

„Jessica steht vor einer Reise, die sie wahrscheinlich niemals vergessen wird. Sie ist eine unserer Vorzeige-Athletinnen und Sympathieträgerin. Die Teilnahme an der Universiade hat sie sich dank ihres großen Ehrgeizes und Trainingsfleißes sehr verdient. Wir sind stolz auf sie und drücken ihr alle die Daumen“, so Bürgermeister Ulrich Roland.

Quelle: facebook-Auftritt der Stadt Gladbeck

Sie hatte es eilig. Unmittelbar nach dem Frühtraining am Donnerstag düste Jessica Steiger schnell nach Hause, um sich die Vorläufe der Schwimm-Weltmeisterschaft über 200 Meter Brust anzugucken. Auch ihr Trainer Harry Schulz verfolgte das Geschehen im ungarischen Budapest ganz genau.

2:28,59 Minuten hätte die Top-Schwimmerin des VfL Gladbeck anbieten müssen, um bei der WM das Halbfinale zu erreichen. Eine Zeit, die die 25-Jährige ohne Wenn und Aber drauf hat. „In diesem Jahr“, so Harry Schulz, „ist Jessi sechsmal unter dieser Zeit geblieben.“ Einmal ist ihr dies im DM-Finale geglückt, als sie nach 2:25,00 Minuten angeschlagen und damit einen Deutschen Rekord aufgestellt hatte.

Vorbereitung auf die Universiade in China

Doch die vom Schwimmverband geforderte WM-Norm von 2:22,87 Min., die hatte Jessica Steiger verfehlt. Und deshalb hält sich die VfLerin derzeit nicht in Budapest auf, sondern im heimischen Gladbeck, wo sie sich ganz akribisch auf ihren Start bei der Universiade in China vorbereitet.

Schulz erneuerte gestern im Gespräch mit der WAZ seine Kritik an den hohen Normen: „Damit macht man sich die Basis kaputt, viele haben doch wegen der Normen schon aufgehört.“

Das Netz wundert sich über Steigers Nichtnominierung

Auch im Netz fanden sich nach den WM-Vorläufen über 200 Meter Brust Stimmen, die Unverständnis über Jessica Steigers Nicht-Berücksichtigung für Budapest äußerten.

Auf der Facebookseite der Schwimmsportnews etwa schrieb User Peter Ortwein: „Jessica Steigers Deutscher Rekord hätte heute im Vorlauf für Platz 8 bei den Weltmeisterschaften gereicht. Seit 2014 hat sich Jessica um ca. 2,5 Sekunden pro Jahr über diese Strecke verbessert. Dank der derzeitigen Qualifikationsvorgaben kann sie sich die Rennen im TV anschauen. Wenn das nicht motiviert.“

Jessica Steiger setzt ihr Trainingsprogramm fort

Becken Rand kommentierte: „Jessica Steiger wäre mit ihrer 2:25,00 von den DM immerhin als 8. im Halbfinale (rein hypothetisch). Christian Diener mit seiner Zeit von 1:57,51 als 9. auch im Halbfinale. Schade. Hätte man gerne gesehen.“

Was hat eigentlich Jessica Steiger gemacht, nachdem sie sich die WM-Vorläufe über 200 Meter Brust angeschaut hatte? Klar, eine weitere Trainingseinheit absolviert. „Wir“, so Harry Schulz, „wussten ja im Vorfeld, dass es utopisch ist, die Norm für Budapest zu schaffen.“

Quelle: waz.de – Thomas Dieckhoff

Auf den diesjährigen nordwestfälischen Langbahnmeisterschaften im Freiwasser in Münster dominierten die Schwimmerinnen und Schwimmer des VfL Gladbeck den Wettbewerb.

Unumstrittenes Highlight der Veranstaltung aus Sicht des VfL war die Strecke 100m Brust der Damen. Hier hatten sich neben Jessica Steiger auch Mara Verjé und Ilka do Paco Verhoeven für das offene Finale qualifiziert. Das rot-weiße Trio ließ der Konkurrenz nur das Nachsehen und triumphierte im Ziel über die Podestplätze 1 (Steiger), 2 (Verjé) und 3 (do Paco Verhoeven).

„Das war eine Vorstellung ganz nach unserem Geschmack“, war sich das Trainertrio um Harry Schulz, Waldemar Götze und Sandra Steiger einig. Aber nicht nur dieses Triple war damit gemeint.

Jessica Steiger ging auch über 100m Freistil an den Start und fischte Gold aus dem Münsteraner Wasser. Sie wurde während der Veranstaltung für unzählige Bezirksrekorde sowie für ihre deutschen Titel und den Deutschen Rekord geehrt.

Die Vizemeisterin über 100m Brust, Mara Verjé (03) dominierte ihren Jahrgang fast nach Belieben. Gold natürlich über 100m Brust sowie auch über 100m Rücken 200m Brust, 100m Freistil sowie Silber auf den Strecken 200m Freistil wie Lagen sprechen eine deutliche Sprache. Insgesamt gelang es dem Nachwuchstalent des VfL in drei offene Finals zu schwimmen.

In nichts nach stand ihr Ilka do Paco Verhoeven (2000) durch den Gewinn des begehrten goldenen Edelmetalls über 100m und 200m Brust, 200m Schmetterling sowie 200m Lagen. Silber über 200m Freistil sowie Bronze auf 50m Brust und dieses in jeweils neuer persönlicher Bestzeit gepaart mit insgesamt zwei Qualifikationen für die offenen Finals rundeten ihre tolle Leistung ab.

Das männliche Pendant der beiden in Person von Felix Brömmel-
haus (04) sorgte erneut mit seiner Leistung für Aufsehen. Dreifaches Gold auf 100m und 200m Rücken sowie über 100m Schmetterling in neuer persönlicher Bestzeit durfte sich Brömmelhaus neben seiner Silbermedaillen in Bestzeit über 200m Freistil und 200m Lagen sowie seine Bronzemedaille über 100m Freistil in sein Erfolgsbuch eintragen.

Gefreut haben dürfte sich Emma Ingendoh (02). „Bei ihr ist irgendwie endlich der Knoten geplatzt“, merkte das Trainertrio an. Was sie meinten war die überzeugende Vorstellung der jungen Schwimmerin durch ihre drei Goldmedaillen auf den Strecken 200m Lagen, 200m Rücken und 100m Schmetterling. Aber auch die beiden Silbermedaillen über 100m  Rücken und 100m Freistil, jeweils in neuer persönlicher Bestzeit, sowie Bronze in neuer Bestzeit auf 200m Schmetterling überzeugten die Trainer. Besonders freute sie sich über ihre Finalqualifikation über 100m Rücken in dem sie sich einen guten fünften Platz erschwamm.

Jolina Wolff (05) schwamm zu Gold, Silber und zweifachem Bronze. Zudem knackte sie zwei persönliche Bestzeiten.

Marie-Louise Möller (03) packte sich zweifaches goldenes Edelmetall über 200m Lagen und 200m Rücken mit jeweils Bestzeit für sie sowie dreifaches bronzenes Edelmetall über 100m Rücken und 100m sowie 200m Freistil in ihr Netz.

In seinem Jahrgang (07) ließ Ole Mense aufhorchen. Er schlug im Ziel zweimal als Erster an (100m Schmetterling; 200m Lagen), einmal als Zweiter (100m Rücken) sowie zweimal als Dritter (100m Freistil; 200m Rücken) an. Die neue Bestzeit auf 200m Freistil rundete seinen Erfolg ab.

Mit vielen weiteren Podest- und Starterfeldplatzierungen sowie neuen persönlichen Bestzeiten machten auf sich aufmerksam:

Aurora Challiér, Cinja Overbeck, Lina und Jannik Neustern, Jason Dickmann, Lara Adamzik, Rebecca Stewing und Yamina Peters.

Beitrag: Ralf Steiger

Die 129. Deutschen Meisterschaften im Schwimmen standen ganz im Zeichen von Jessica Steiger. Die für den VfL Gladbeck startende 25-Jährige gewann Gold über 50m und 200m Brust sowie Silber über 100m Brust. Über 200m Brust stellte sie außerdem einen Deutschen Rekord auf. Damit avancierte sie in Berlin zu der erfolgreichsten Aktiven. Und zu guter Letzt wurde Jessica Steiger anlässlich der Titelkämpfe ja auch noch als Newcomerin des Jahres 2016 ausgezeichnet.

Dreimal Edelmetall, drei vierte Plätze, viel Lob und jede Menge Schlagzeilen. Das ist wahrlich keine schlechte Bilanz für eine Sportlerin, deren erster Vorlauf in Berlin laut eigener Einschätzung „nicht optimal“ verlaufen ist und die sich deshalb „ein bisschen unsicher gefühlt“ hatte. Nur wenige Stunden später, nach dem Gewinn des Titels über 200m Brust in Rekordzeit, sah die Welt der Jessica Steiger schon wieder ganz anders aus.

Fernsehen und Zeitungen berichten über Rekordrennen

Das Fernsehen und viele Zeitungen berichteten über das Rekordrennen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Jessica Steiger gleichwohl die Norm für die Weltmeisterschaft in Budapest verfehlt hatte. „Wenn Rekorde nicht mehr reichen“, titelte beispielsweise die Berliner Morgenpost nach Steigers klasse Vorstellung über 200m Brust.

Zur Erinnerung: Jessica Steiger kassierte im A-Finale den zehn Jahre alten (!) Deutschen Rekord von Birte Steven um 33 Hundertstelsekunden. Bundestrainer Henning Lambertz stellte sogleich klar, dass die Gladbeckerin ungeachtet dessen nicht für die WM nominiert werde. „Keine Chance“, so der bei einigen Trainern und Aktiven (z. B. Paul Biedermann) längst in die Kritik geratene Lambertz, „Jessica ist eine fleißige junge Frau, die tolle Fortschritte gemacht hat. Aber für die Normerfüllung hätte sie zweieinhalb Sekunden schneller sein müssen.“

Steiger gewinnt Silbermedaille über 100m Brust

Die letzte Chance, vielleicht doch noch ein Ticket für Budapest zu lösen, verpasste Jessica Steiger am vorletzten Tag der Titelkämpfe über 100m Brust. Die Siegerin durfte sich nämlich Hoffnungen machen, für die 4x100m-Lagenstaffel berücksichtigt zu werden. Einmal mehr kam es zum Duell zwischen der VfLerin und Vanessa Grimberg (SV Region Stuttgart).

Die beiden Dauerrivalinnen lieferten sich ein spannendes Rennen, das Grimberg letztlich knapp zu ihren Gunsten entschied. Für sie standen 01:07,80 Minuten zu Buche, für Jessica Steiger 01:07,95 Minuten. Die Essenerin Michelle Lambert kam in 01:09,52 Minuten als Dritte ins Ziel – und für die Goldmedaille nicht in Frage.

Jessica Steiger wird ihren Weg unbeirrt weitergehen

Dass Jessica Steiger bei der WM nicht dabei ist, dürfte sie nicht entmutigen. Sie dürfte unbeirrt weiter ihren Weg gehen. Und außerdem geht es ihr letztlich gar nicht um Erfolge oder Edelmetall.

„Ich möchte erfahren, wie viel ich aus mir herausholen kann“, antwortete die Gladbeckerin nach der Kurzbahn-DM 2016, bei der sie zwei Titel gewonnen hatte und ebenfalls nicht für die WM berücksichtigt worden war, der WAZ auf die Frage, was sie eigentlich antreibt. Und weiter erklärte Steiger seinerzeit: „Ich wäre natürlich gerne mitgefahren und in gewisser Art und Weise ist das auch frustrierend. Aber ich kann darauf ja nur mit härterer Arbeit reagieren, um noch schneller zu werden.“

Quelle: waz.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Bernd König (imago)

Die Ehrung in ihrer Heimatstadt ist bereits geplant: Am Dienstag, 20. Juni, werden die Stadt, der Stadtsportverband und der VfL Gladbeck Jessica Steiger für ihren großen Coup auszeichnen. Die 25-jährige Topschwimmerin verteidigte bei den Deutschen Meisterschaften über 200 Meter Brust nicht nur ihren Titel, sondern stellte dabei auch einen nationalen Rekord auf.

„Zehn Jahre hat er gehalten, jetzt gehört er mir.“ Mit diesen Worten kommentierte Steiger auf ihrer Facebookseite ihr herausragendes Ergebnis bei der DM in Berlin. Und weiter: „Ich bin einfach nur überglücklich, mir endlich meinen Traum erfüllt zu haben.“
Jessica Steiger erreicht nach 2:25,00 Min. das Ziel

Im Finale über 200 Meter Brust hatte Jessica Steiger nach 2:25,00 Minuten das Ziel erreicht und damit für den erste Höhepunkt bei den 129. Deutschen Meisterschaften in der Hauptstadt gesorgt. Die VfLerin verbesserte die Bestmarke von Birte Steven, die sie anno 2007 vor zehn Jahren an gleicher Stelle 2:25,33 Minuten geschwommen hatte.

Nach dem Rennen verriet Steiger, dass sie Stevens Marke im Visier gehabt hatte. Leser der Gladbecker WAZ wussten das längst. „Der Deutsche Rekord ist jetzt nicht mehr so weit weg“, so Jessica Steiger im vergangenen April im Gespräch. Damals hatte sie im Gespräch mit dieser Zeitung betont, die Bestmarke attackieren zu wollen.

Aus einer WM-Teilnahme wird wohl nichts

In Berlin hat sie nun den Rekord tatsächlich kassiert. „Dass es jetzt hier geklappt hat, ist super“, so Steiger, die das Finale über 200m Brust vor der Stuttgarterin Vanessa Grimberg (2:27,28) und Michelle Lambert aus Essen (2:29,84) gewonnen hat.

Trotz der neuen Bestmarke wird Steiger aber wohl nicht bei der Weltmeisterschaft in Budapest starten. Der Deutsche Schwimm-Verband hatte nämlich für die Qualifikation eine noch deutlich schnellere Zeit von 2:22,87 Minuten verlangt. „Dass es fast utopisch werden würde, die WM-Norm zu knacken, war mir klar“, erklärte Steiger.

VfL-Chef Busch kritisiert Norm-Politik des Verbandes

Dazu hat Siegbert Busch, Vorsitzender des VfL Gladbeck und einer der ersten Gratulanten, seine ganz eigene Meinung. „Ich halte derart hohe Normen nicht für glücklich und sogar für kontraproduktiv. Erstens drohen deshalb Talente dem Sport verloren zu gehen, weil sie sich sagen, dass schaffe ich sowieso nicht. Und zweitens wird in diesem speziellen Fall eine großartige Leistung einfach nicht honoriert.“

Dass sich der Verband bei der Festsetzung der Normen ausschließlich an möglichen Medaillenplatzierungen orientiere, sei überhaupt nicht nachzuvollziehen, so Busch. „Was“, so der VfL-Chef, der ja durchaus ein Befürworter des Leistungssports ist, „ist eigentlich so schlimm daran, wenn jemand bei einer Weltmeisterschaft beispielsweise den neunten Platz belegt.“

Busch lobt Steigers Fleiß, Einsatz und Biss

Busch jedenfalls hat Jessica Steiger von ganzem Herzen gratuliert: „Ihr Fleiß, Einsatz und Biss haben sich ausgezahlt. Ich muss zugeben, dass ich begeistert bin. Jessica kann stolz auf sich sein. Wir sind es auch, obschon der VfL Gladbeck nur bedingt etwas zu ihrem tollen Erfolg beigetragen hat.“

Quelle: waz.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Annegret Hilse (imago)

Jessica Steiger fasste sich erst an den Kopf und wischte dann mit ihren Fingern die spontanen Tränen der Freude von ihren Wangen. 2:25,00 Minuten stand auf der Anzeigetafel im Berliner Europasportpark. Hinter den Ziffern blinkten zwei Buchstaben auf: DR. Die Gladbeckerin hatte bei den 129. Deutschen Schwimm-Meisterschaften den zehn Jahre alten Deutschen Rekord von Birte Steven über 200 Meter Brust um 33 Hundertstelsekunden verbessert.

Henning Lambertz stand von seinem Platz auf und klatschte. Aber mehr als Beifall und anerkennende Worte gab es nicht vom Bundestrainer für Jessica Steiger. Das Ticket für die Weltmeisterschaft im Juli in Budapest bleibt der 25-Jährigen zumindest vorläufig verwehrt.
Jetzt will sie sich an diesem Samstag mit dem Meistertitel über 100 Meter Brust für die Lagenstaffel bei der WM empfehlen.

Jessica Steiger ist ein Härtefall des neuen Nominierungskonzeptes im Deutschen Schwimm-Verband. Nur wer die Zeit des Olympia-Achten von Rio 2016 schwimmt, darf zur WM. „Ich freue­ mich über Jessicas Fortschritte, aber sie hat die Norm um zweieinhalb Sekunden verpasst”, sagte Lambertz. Es ist eine Radikalkur mit Nebenwirkungen. Aber Jessica Steiger lamentiert nicht groß, dass sie trotz des Rekords das WM-Ticket noch nicht gelöst hat. „Es ist einfach geil, was ich hier geschafft habe. Noch nie war eine Deutsche schneller als ich”, sagte sie. „Die Norm war utopisch für mich. Ich kannte die Regeln. Es bringt nichts, darüber jetzt zu jammern.”

Sie schwimmt gegen den Strom

Die Gladbeckerin ist die beste Deutsche, obwohl oder weil sie gegen den Strom schwimmt. Das ist eine Frage des Standpunktes. Auch örtlich. Der Bundestrainer möchte, dass sie an den Stützpunkt nach Essen wechselt. „Das will ich nicht. Ich habe in Gladbeck mein vertrautes Umfeld mit meinem Trainer Harry Schulz und meinem Mentalcoach Martin Braun” erläutert Jessica Steiger. „Hier habe ich große Fortschritte gemacht, und hier werde ich weiter daran arbeiten, mich zu verbessern und mich für Tokio 2020 zu qualifizieren.”

Da die deutsche Rekordhalterin nicht am Stützpunkt trainiert, erhält sie keinerlei finanzielle Förderung. Jessica Steiger geht trotzdem ihren eigenen Weg, auch wenn es ein teurer ist. Ihr Vater Ralf ist ihr Mäzen. „Allein für das dreiwöchige Höhentrainingslager in der Sierra Nevada habe ich 5000 Euro bezahlt”, erzählt er. Jessica macht alles anders – aber mit Erfolg. Nachdem sie in Regelstudienzeit ihren Bachelor in Erziehungswissenschaften gemacht hat, konzentriert sie sich jetzt auf den Sport. 26 Stunden trainiert sie in der Woche. Mit zusätzlicher Physiotherapie und Mentaltraining ist das ein Vollzeit-Job. Und wenn ein bisschen Zeit bleibt, bildet sie sich im Rahmen eines Heilpraktiker-Fernstudiums fort. „Ich brauche auch ein bisschen für den Kopf”, sagt sie und schmunzelt. Jessica Steiger blickt optimistisch nach vorn. Noch hat sie die Chance auf das WM-Ticket in Budapest. Und wenn es nicht klappt, schwimmt sie trotzdem weiter gegen den Strom. Tokio 2020 lockt. Der Traum lebt. Ihre Mutter hat ihr vom Erlebnis Olympia erzählt. Unter ihrem Mädchennamen Sandra Dahlmann erreichte diese 1984 in Los Angeles Platz neun.

Quelle: waz.de –  Thomas Lelegemann | Foto: DPA

„Zehn Jahre hat er gehalten, jetzt gehört er mir.“ Mit diesen Worten kommentierte Jessica Steiger ihren Coup bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin.

„Er“ – das ist der Deutsche Rekord über 200m Brust. Die Topschwimmerin des VfL Gladbeck hat ihn bei den nationalen Titelkämpfen geknackt. „Ich bin einfach nur überglücklich, mir endlich meinen Traum erfüllt zu haben“, so die 25-Jährige weiter.

Steiger erreicht nach 2:25,00 Minuten das Ziel

Jessica Steiger erreichte das Ziel bei ihrem Sieg im Finale über 200 Meter Brust in 2:25,00 Minuten. Damit sorgte sie für den erste großen Höhepunkt bei den Deutschen Meisterschaften. Die VfLerin verbesserte die Bestmarke von Birte Steven, die sie anno 2007 vor zehn Jahren an gleicher Stelle 2:25,33 Minuten geschwommen hatte.

Nach dem Rennen verriet Steiger, dass sie Stevens Marke im Visier gehabt hatte. WAZ-Leser wussten das längst. „Der Deutsche Rekord ist jetzt nicht mehr so weit weg“, so Jessica Steiger im vergangenen April. Damals betonte sie, ihn attackieren zu wollen. Aber auch dies: „Ich will mir aber keinen Druck machen.“

Bei der WM wird Steiger aber wohl nicht starten

In Berlin hat sie den Rekord kassiert. „Dass es jetzt hier geklappt hat, ist super“, so Steiger, die das Finale über 200m Brust vor der Stuttgarterin Vanessa Grimberg (2:27,28) und Michelle Lambert aus Essen (2:29,84) gewonnen hat.

Trotz der neuen Bestmarke wird Steiger aber wohl nicht an der Weltmeisterschaft in Budapest starten. Der Deutsche Schwimm-Verband hatte für die Qualifikation eine noch deutlich schnellere Zeit von 2:22,87 Minuten verlangt. „Dass es fast utopisch werden würde, die WM-Norm zu knacken, war mir klar“, erklärte Steiger.

Quelle: WAZ.de

Die swimsportnews-Berichterstattung zu den Deutschen Meisterschaften 2017 wird präsentiert von Speedo.

(15.06.2017) Jessica Steiger hat zum Auftakt der Schwimm-DM 2017 den ersten Deutschen Rekord der Titelkämpfe in Berlin aufgestellt. In 2:25,00 Minuten blieb sie über die 200m Brust um 3,3 Zehntel unter fast genau zehn Jahre alten Bestmarke von Birte Steven.

 Damit qualifizierte sich die Gladbeckerin zudem für die Universiade in Taiwan. Die Normzeit für die Weltmeisterschaften lag über diese Strecke bei 2:22,87 Minuten und war damit noch einmal deutlich schneller als der Deutsche Rekord.

„Ich habe gehofft, dass ich den Deutschen Rekord knacken kann. Dass es jetzt hier geklappt hat, ist super“, erklärte Steiger nach dem Rennen. „Und dass es fast utopisch werden würde, die WM-Norm zu knacken, war mich auch klar.“

Silber ging an Vanessa Grimberg in 2:27,18 Minuten. Auf den Dritten Platz kam Michelle Lambert (2:29,84) von der SG Essen.

Wie es heute in den weiteren Finals der Schwimm-DM 2017 läuft, erfahrt ihr hier: Schwimm-DM 2017 LIVE: Die Finals am Donnerstag

Quelle: Swimsportnews.de – Sebastian Schwenke | Foto: Alibek Käsler

Gladbeck/Sierra Nevada  Jessica Steiger hat sich über die Wahl zur Schwimm-Newcomerin des Jahr gefreut. Gerechnet hat sie mit dem Ausgang der Abstimmung eher richt.

Gladbecks Sportlerin des Jahres, NRW-Schwimmerin des Jahres und nun auch noch deutsche Schwimm-Newcomerin des Jahres 2016 kann sich derzeit vor Ehrungen kaum retten. „Ich habe mich total gefreut, das ist richtig cool“, gesteht die 24 jährig Aktive des VfL Gladbeck über ihre Wahl zur Schwimm-Newcomerin des Jahres.

Als das Ergebnis der Abstimmung am Donnerstagnachmittag auf der Facebookseite des Deutschen Schwimmverbandes veröffentlicht wurde,
absolvierte Jessica Steiger gerade eine Übungseinheit. Wer auch sonst, ist man fast geneigt zu sagen: ,,Mein Vater und eine Freundin hatten mir geschrieben“, so die Gladbeckerin, die gerade in der spanischen Sierra Nevada ein Höhentrainingslagcr absolviert.

Ehrung findet anlässlich der DM in Berlin statt

Jessica Steiger startete bei der EM 2016 in London erstmals für Deutschland.

Hatte Jessica Steiger mit diesem Ausgang der Wahl gerechnet? Wohl eher nicht. „Die anderen“, sagt sie nämlich mit Blick auf die ebenfalls nominierten Reva Foos, Nina Kost und Paulina Schmiedel, ,“haben im vergangenen Jahr auch gute Leistungen gebracht.“ Wie Steiger, die drei insgesamt nationale Titel gewann und zudem für den Deutschen Schwimmverband bei der EM startete.

Offiziell geehrt als Newcomerin des Jahres 2016 wird Jessica Steiger anlässlich der Deutschen Meisterschaften, die vom 15. bis zum 18. Juni in Berlin ausgetragen werden. Bei diesen Titelkämpfen möchte die Gladbeckerin sich auch noch selbst beschenken. ,,Mein Ziel ist es, über
200 Meter Brust eine Bestzeit aufstellen“, so die Top-Schwimmerin.

Steiger absolviert in Spanien ein Trainingslager

Zurzeit bereitet sich Jessica Steiger in der Höhe der Sierra Nevada auf die Titelkämpfe in der Hauptstadt vor. Sie hat am 4. Mai ihr Trainingslager bezogen, nach Hause geht`s wieder am 27. Mai. Es sind anstrengende Tage. „Im Moment bin ich sehr kaputt“, sagt sie im Telefonat mit der WAZ. Im Schwimmen gilt nun einmal der Satz: Wer schnell sein will, muss leiden.

Nach ihrer Rückkehr wird Jessica Steiger bei einem Meeting in Mönchengladbach ihre Form überprüfen. Danach geht`s schon zu den nationalen Titelkämpfen. Im vergangenen Jahr gewann sie bei den Deutschen Meisterschaften über 200 Meter Brust die Goldmedaille.

Thomas Dieckhoff

Quelle: Schwimmabteilung

Jessica Steiger hat beim Eindhoven Swim Cup in den Niederlanden ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt. Die Top-Schwimmerin des VfL Gladbeck gewann ihr Auftaktrennen bei dem top besetzten Meeting über 200 Meter Brust in 2:25,84 Minuten. Damit stellte Steiger eine persönliche Bestmarke auf. Und: Mit dieser Zeit belegt sie in der Weltjahresbestenliste aktuell den achten Platz.

„Bin damit super zufrieden“, ließ Jessica Steiger auf ihrer Facebookseite wissen. Henning Lambertz, seit 2013 Cheftrainer des Deutschen Schwimmverbandes, gratulierte und kommentierte ebenda ebenso kurz wie knapp: „Ein Hammer Rennen!!! Herzlichen Glückwunsch!!!“

Trainer Schulz hatte eine Steigerung quasi angekündigt

Harry Schulz, der Trainer des VfL Gladbeck, hatte eine Leistungssteigerung seiner Athletin nach ihrem Start in Edinburgh im Gespräch mit der WAZ quasi angekündigt.

„Jessi“, so der erfahrene Coach mit Blick auf die guten Vorstellungen Steigers in der schottischen Hauptstadt, „war über 100 und über 200m Brust nah an ihren persönlichen Bestzeiten dran. Wir werden nun im Training Schwerpunkte auf Schnelligkeit und Ausdauer legen. Dann könnte es Anfang April in Eindhoven weitere Leistungssteigerungen geben.“ Eine erste Leistungssteigerung hat es – siehe oben – bereits gegeben.

Jessica Steiger blickt auf ein Top-Jahr zurück

Mit Jessica Steiger dürfte also auch in diesem Jahr wieder zu rechnen sein. In 2016 wurde sie Deutsche Meisterin über 200 Meter und Titelträgerin über 100 sowie 200m Brust bei der Kurzbahn-DM. Des Weiteren wurde das Aushängeschild der Rot-Weißen für die Europameisterschaft in London in den Kader der Nationalmannschaft berufen. Die Leserinnen und Leser der WAZ haben diese klasse Leistungen der Schwimmerin honoriert und sie zu Gladbecks Sportlerin des Jahres 2016 gewählt.

Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff


1 2 3 4 7
Suchen

Archiv nach Jahren

Archiv

Twitter-Feed

Finde heraus, was gerade auf Twitter passiert! Aktuelle Nachrichten aus dem Verein findest Du bei #vflgladbeck:


  • RT @VfL_Gladbeck_HB: Unser Exklusiv-Sponsor und Gesundheitspartner Torsten Buch Osteopathie hat in diesen Tagen sein fünfjähriges... https:…
© 2017 VfL Gladbeck 1921 e.V.

Pin It on Pinterest