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„Wir wollen alles tun, um den Klassenerhalt zu schaffen“, sagt im Interview mit der WAZ Siegbert Busch, der Chef der Drittliga-Handballer des VfL. Der Boss der Rot-Weißen nimmt die Mannschaft in die Pflicht: „Ich wünsche und erwarte, dass die Mannschaft, die auf dem Platz steht, erkennen lässt, dass sie gewinnen will.“

Für die Handballer des VfL Gladbeck wird die Situation im Abstiegskampf der Dritten Liga West allmählich richtig brenzlig. Nachdem Team, Trainer Holger Krimphove und die Verantwortlichen ein paar Tage Zeit hatten, um die 27:35-Klatsche von Duisburg zu verdauen, sprach WAZ-Redakteur Thomas Dieckhoff mit Siegbert Busch, den Chef des VfL Gladbeck. Der verspricht den Fans: „Wir wollen alles tun, um den Klassenerhalt zu schaffen.“

Andernorts würde in der jetzigen Situation wohl die Trainerfrage gestellt. Da der VfL Gladbeck aber anders ist als andere Vereine, schenke ich mir diese Frage und möchte stattdessen wissen, ob Siegbert Busch, wäre er jetzt noch als Trainer tätig, nach der Partie in Duisburg und vor der in Hagen das übliche Programm durchziehen würde oder nicht?

Busch: Was man jetzt machen muss, und das hat mit dem Spiel gegen Eintracht Hagen nichts zu tun, ist die Mannschaft wieder an Standards heranzuführen. Zurzeit fehlen die Automatismen, beispielsweise in der 6:0-Deckung, und die muss sich das Team wieder erarbeiten, um zu einer inneren Ruhe zu kommen. Das muss ohne Ende geübt werden.

Die Partie in Rheinhausen, vor allem die erste Halbzeit, als es gar nicht lief, muss für Sie doch äußerst ernüchternd gewesen sein. Was kann, was muss die Mannschaft besser machen?

Sie muss besser spielen. Aber im Ernst, das Spiel in Duisburg ist total daneben gegangen, der Gegner hat uns vorgeführt. Unsere Mannschaft kann wesentlich besser spielen. Man muss aber auch zugeben, dass die Duisburger unheimlich diszipliniert und schlau agiert haben. Dennoch dürfen gerade unsere Leistungsträger nicht so schnell den Kopf hängen lassen. Ich habe am vergangenen Sonntag den Willen, ins Spiel reinzukommen, dieses Aufbäumen, vermisst. Und ich wünsche und erwarte, dass die Mannschaft des VfL Gladbeck, die auf dem Platz steht, erkennen lässt, dass sie gewinnen will. Tatsache ist doch, dass wir nicht schlechter sind als andere Mannschaften, zurzeit aber schlechter spielen. Vor allem gilt es, in der Deckung wieder stabiler zu werden und vorne disziplinierter zu spielen. Das geht alles nur mit mehr Konzentration und mehr Wille zum Erfolg. Unsere Mannschaft muss wissen, dass sie wirklich für jeden Erfolg hart arbeiten muss.

Der VfL Gladbeck hat, anders als zunächst geplant und auch angekündigt, auf dem Spielermarkt noch zweimal zugeschlagen. Das Umfeld verspricht sich vor allem von Kreisläufer Jan Brosch eine Menge . . .

Wir wollen alles tun, um den Klassenerhalt zu schaffen. Deshalb haben wir in Janis Braun und Jan Brosch auch noch zwei Spieler verpflichtet. Jan kommt für Tobias Reich, der uns ja wegen eines Auslandssemesters verlässt. Wir sind froh, so einen Akteur vom ASV Hamm bekommen zu haben.

Am Samstag tritt der VfL Gladbeck beim VfL Eintracht Hagen an. Die Rollen sind klar verteilt, Gladbeck geht als Außenseiter in dieses Spiel. Wie schätzen Sie die Lage ein?

Hagen ist momentan auch nicht so stabil. Deshalb würde ich sagen, dass am Samstag die Mannschaft, die ihre Nerven besser im Zaun hält und die weniger Fehler macht, das Spiel gewinnt. Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die beide verunsichert sind. Es dürfte also knapp werden. In der Hinrunde haben wir übrigens nur mit einem Tor Unterschied verloren.

Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Peggy Mendel

Auch in Rheinhausen gab es für die akut abstiegsbedrohten Handballer des VfL Gladbeck nichts zu holen. Die Rot-Weißen kassierten gegen die SG OSC Löwen Duisburg eine 27:35-Niederlage. Im ersten Abschnitt boten die Gladbecker dabei eine völlig indiskutable Leistung.

Auch im achten Spiel in Folge blieb der akut abstiegsbedrohte Handball-Drittligist VfL Gladbeck sieglos. Die Rot-Weißen boten in der Halle an der Krefelder Straße in Rheinhausen gegen die SG OSC Löwen Duisburg in der ersten Halbzeit eine völlig indiskutable Leistung und kassierten letztlich eine 27:35 (12:21)-Niederlage.

SG OSC Löwen Duisburg –
VfL Gladbeck 35:27 (21:12)

Spielfilm: 4:1 (5.), 7:2 (9.), 10:3 (12.), 13:5 (17.), 16:9 (23.), 21:12 (30.), 22:18 (38.), 28:20 (43.), 30:25 (52.), 33:26 (56.), 35:27 (60.).
VfL Gladbeck: T. Deffte, Tesch – Krings (9/3), Sankalla (3), Steinbach, Kunze, Singh Toor, Krönung (6/1), Mollenhauer (2), Reich (5), Geukes, Kryzun, Braun (1), Thoke (1).

Holger Krimphove, der Trainer des VfL, bezeichnete die Vorstellung seiner Mannschaft in den ersten 30 Minuten als „ziemlich katastrophal“. Der Coach: „In der Abwehr hatten wir große Probleme mit dem Kreisläufer. Das darf so nicht passieren. Und vorne haben wir einige Freie liegen gelassen und dadurch Gegenstöße bekommen.“ Die Duisburger, die das Hinspiel in der Riesener-Halle noch knapp verloren hatten, bedankten sich für die großzügigen Geschenke, die die Gladbecker verteilten und lagen nach zwölf Minuten bereits mit sieben Toren Vorsprung in Führung.

Vierte Niederlage in Folge
Kann es sein, dass es beim VfL den einen oder anderen Akteur gibt, der den Ernst der Lage noch nicht verstanden hat? „Das mag so sein“, beantwortete Holger Krimphove diese Frage der WAZ. „Ich versichere Ihnen, dass in der nächsten Woche alle kapiert haben, worum es geht.“

Immerhin rafften sich die Rot-Weißen nach dem Wechsel zu einer halbwegs ordentlichen Leistung auf. „Wir haben intensiver gespielt und besser verteidigt“, so Krimphove, der wie die 419 Zuschauer sah, dass der VfL den Rückstand nach dem Seitenwechsel auf vier Treffer verkürzen konnte (18:22, 38. Minute). In Verlegenheit bringen konnten die Gladbecker die Duisburger aber nicht. So stand am Ende die vierte Niederlage in Folge für den VfL, der zudem nun schon achtmal in Serie nicht gewinnen konnte.

Aus Sicht der Rot-Weißen waren somit die Ergebnisse der Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt noch das Beste an dem Wochenende. Denn auch die HSG Varel-Friesland, die SG Schalksmühle-Halver, ART Düsseldorf, der Neusser HV und die TSG A-H Bielefeld gingen leer aus. Krimphove wollte davon aber überhaupt nichts hören: „Wir müssen auf uns selbst gucken und nicht auf andere. Was wir brauchen, ist dringend ein Erfolgserlebnis.“

Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Biene Hagel

Nach sieben sieglosen Spielen will Handball-Drittligist VfL Gladbeck in der Partie bei der SG OSC Löwen Duisburg in die Erfolgsspur zurück. VfL-Trainer Holger Krimphove erwartet jedoch „Schwerstarbeit“.

Noch ohne Kreisläufer Jan Brosch, dafür aber erstmals mit Linksaußen Janis Braun tritt der abstiegsbedrohte Handball-Drittligist VfL Gladbeck zum Derby bei der SG OSC Löwen Duisburg an. Brosch, der wie berichtet vom Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen ein Zweitspielrecht erhalten hat, ist nämlich noch nicht spielberechtigt. „Jan darf erst in Hagen für uns auflaufen“, so VfL-Trainer Holger Krimphove.

Sieben Spiele ohne Sieg

Die Ausgangslage für die Gladbecker vor der Partie am Sonntag, 19. Januar, um 16 Uhr in der Halle an der Krefelder Straße in Rheinhausen fasst Krimphove in einem Satz prägnant zusammen: „Es ist mal wieder an der Zeit, dass wir als Sieger aus einem Spiel hervorgehen.“ Der letzte Erfolg der Rot-Weißen liegt tatsächlich schon etwas zurück: Am 26. Oktober des vergangenen Jahres gewann der VfL in Korschenbroich, danach blieb das Team in sieben Partien ohne Sieg und holte in dieser Phase gerade einmal zwei Zähler.

In Duisburg unternehmen die Gladbecker den nächsten Versuch, im Abstiegskampf zu punkten. Dabei machen sich Krimphove und die Seinen überhaupt nichts vor. „Auf uns wartet Schwerstarbeit“, sagt der Trainer, der vor allem die Defensive in die Pflicht nimmt. „Die Deckung wird das Wichtigste sein“, sagt Krimphove mit Verweis auf den starken Duisburger Rückraum mit Michael Heimannsfeld und Felix Handschke, den ebenfalls guten Kreisläufer Dennis Backhaus sowie den „nicht minder torgefährlichen Außen“. Krimphove: „Wir müssen eine sehr gute Rückzugsphase an den Tag legen, um Duisburg in den Positionsangriff zu bringen. Und wir müssen extrem beweglich sein, auch im Kopf.“ Im Angriff gelte es, so der Trainer weiter, „den starken Mittelblock zu knacken“. Kurzum: Auf Max Krönung & Co. wartet – siehe oben – Schwerstarbeit.

Eine zusätzliche Option

Einmal mehr können die Gladbecker nicht in Bestbesetzung antreten. Definitiv ausfallen werden Recep Koraman, Heiko Brandes und Sven Deffte. Immerhin verfügt Krimphove in Zugang Janis Braun über eine zusätzliche Option. Der schnelle Linksaußen dürfte am Sonntag schon Einsatzzeiten bekommen. Kreisläufer Jan Brosch muss sich hingegen, die Regularien wollen es so bei einem Akteur, der ein Zweitspielrecht erhält, noch eine Woche gedulden.

Die Duisburger, die am vergangenen Wochenende nicht spielten, absolvierten unter der Woche einen Test gegen den Zweitligisten TuSEM Essen. Dabei bot der OSC Löwen eine recht gute Leistung, obwohl die Partie mit 27:35 verloren ging. „Es war ein wirklich gelungener Test“, befand Duisburgs Trainer Jörg Förderer. Und: „Das war von uns zeitweise sogar richtig gut.“

Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Sebastian Konopka

Der abstiegsbedrohte Handball-Drittligist VfL Gladbeck hat nach Linksaußen Janis Braun (SV Westerholt) einen weiteren Akteur verpflichtet. Vom Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen wechselt der 22-jährige Kreisläufer Jan Brosch an die Schützenstraße. Der Unnaer erhält ein Zweitspielrecht.

Er bringt mehr als 90 Kilogramm Kampfgewicht auf die Waage, ist 2,03 m lang und im Drittliga-Abstiegskampf ein neuer Hoffnungsträger für den VfL Gladbeck: Jan Brosch wird zukünftig mit Zweitspielrecht für die Rot-Weißen auflaufen. Der 22-jährige Kreisläufer des Zweitligisten ASV Hamm absolvierte bereits am vergangenen Dienstag seine erste Trainingseinheit in der Riesener-Halle.

Eine Art Überflieger
„Jan kann uns weiterhelfen“, sagt VfL-Chef Siegbert Busch, der den Deal jetzt mit ASV-Trainer Kay Rothenpieler unter Dach und Fach brachte. Brosch kommt in Hamm aktuell an den etablierten Kreisläufern Björn Wiegers und Jakob Macke nicht vorbei; die zuletzt siebenmal in Serie erfolglosen Gladbecker suchten dringend Verstärkung und Ersatz für Tobias Reich, der die Rot-Weißen verlässt, weil er ein Auslandssemester absolviert.

Nach Rückkehrer Janis Braun, der für den Verbandsligisten SV Westerholt aktiv war und der den VfL auf der Linksaußen-Position verstärken soll, ist Brosch damit der zweite Zugang im neuen Jahr und der Beweis dafür, dass die Gladbecker gewillt sind, sich dem Abstiegskampf zu stellen.

„Wir mussten“, sagt VfL-Trainer Holger Krimphove, „vor dem Hintergrund, dass Tobi Reich uns verlässt und Sven Deffte auf unabsehbare Zeit ausfällt, reagieren.“ Brosch sei körperlich sehr präsent und könne dem Team im Mittelblock und am Kreis weiterhelfen. Auch Janis Braun könne der Mannschaft helfen. „Er ist ein schneller Linksaußen, er wird mit Don Singh Toor ein gutes Gespann bilden.“ Durch diesen Transfer kann Krimphove zudem Björn Sankalla im Rückraum einsetzen.

Jan Brosch ist eine Art Überflieger. Bis zur Saison 2011/2012 spielte der Kreisläufer nämlich noch für die SG Massen in der Bezirksliga. Als Mike Rothenpieler, der Bruder des ASV-Coaches Kay Rothenpieler, Trainer der Unnaer wurde, erkannte dieser dessen Talent und empfahl den jungen Akteur dem Westfalen-Oberligisten TuRa Bergkamen. In Bergkamen setzte sich Brosch auf Anhieb durch, so dass der ASV Hamm auf ihn aufmerksam wurde. Der Zweitligist verpflichtete ihn zur Saison 2013/2014 als Perspektivspieler. Der Sprung ins Handball-Unterhaus erwies sich aber noch als zu groß für den Akteur, der sagt, dass er „den Handball liebt“ und dessen Traum es war und ist, „vielleicht einmal Profi zu werden“. Jan Brosch wird künftig zweimal in der Woche an der Schützenstraße trainieren und alle weiteren Einheiten nach wie vor in Hamm absolvieren.

Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Klaus Hartmann

Durch den Sieg über den VfL konnte der Neusser HV nach Punkten zu Gladbeck aufschließen. Das Südwestfalen-Derby zwischen Hagen und Schalksmühle/Halver endet remis.

Des einen Freud’, des anderen Leid: Während sich der VfL Gladbeck nach der 24:27 (12:14)-Pleite beim Aufsteiger und direkten Konkurrenten um einen Nichtabstiegsplatz die Wunden leckt, die in den vergangenen Wochen und Monaten einfach nicht heilen wollen, erfreut sich Neuss nach zuvor sieben Pleiten in Serie an zwei Punkten und der einen oder anderen gelungenen Premiere. So kam der 22-jährige kroatische Rückraumspieler Bruno Kozina zu seinem Debut und erzielte prompt sechs Treffer.

Neusser Zugang schlägt ein

Dass der NHV die Verpflichtung Kozinas nicht vor der ersten Rückrundenpartie bekannt gab, hatte dabei nicht bloß taktische Gründe: „Klar wollten wir damit auch Gladbeck überraschen“, gibt Trainer René Witte im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ zu, „aber wir haben seine Freigabe am Freitagnachmittag tatsächlich erst kurz vor Toresschluss erhalten.“ Ein weiteres Neusser Novum: Erstmals in der zweieinhalbjährigen Witte-Ära schaffte es das Team , von einer 6-0-Deckung auf eine 5-1-Deckung umzuschalten. Dass der VfL in gewisser Weise zum Versuchskaninchen wurde, dürfte die Gladbecker besonders fuchsen.

Im südwestfälischen Derby teilten sich der VfL Eintracht Hagen und die SG Schalksmühle-Halver beim 23:23 (11:9) die Punkte. In einer intensiv geführten Partie erzielte Christian Feldmann acht Sekunden vor dem Ablaufen der Uhr den Schalksmühler Ausgleich – sehr zum Ärger von Hagens Schlussmann Stefan Nippes, der stark spielte und drei Siebenmeter parierte: „Das tut weh, wenn man kurz vor Schluss mit zwei Toren führt, auch wenn es am Ende vielleicht gerecht ist.“ Entsprechend heiter war die Stimmung bei der SG. „Ein Big Point“, freute sich Nippes-Gegenüber Formella, „für uns ist es super, hier einen Punkt mitzunehmen. Auch wenn man gemerkt hat, dass beide Teams offensiv noch nicht voll im Saft stehen.“ Man habe „in der Schlussminute hektisch und panisch gespielt“, bedauerte VfL-Coach Lars Hepp. Und stimmte Nippes unumwunden zu: „Schalksmühle hat sich den Punkt absolut verdient.“

Es geht eng zu im Abstiegskampf
Der Leichlinger TV setzte sich mit 29:23 (15:11) gegen die TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld durch, ohne sich dabei allzu sehr strecken zu müssen. Bielefeld bleibt mit sechs Zählern das Schlusslicht der Oberliga, Neuss und Gladbeck auf den weiteren Abstiegsplätzen weisen aktuell zehn Zähler auf. Auch der ART Düsseldorf, der mit 24:27 (12:13) der HSG Varel-Friesland unterlag, verbucht zehn Punkte, aber die weniger schlechte Tordifferenz für sich und wäre aktuell gerettet. Zum Glück ist die Saison aus Gladbecker Sicht noch lang.

Quelle: derwsten.der – Marcel Krischik | Foto: von Staegmann

Die Drittliga-Handballer des VfL Gladbeck haben im Kampf um den Klassenerhalt einen weiteren schweren Rückschlag hinnehmen müssen. Beim Neusser HV, einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, kassierten die Rot-Weißen eine 24:27-Niederlage.

Im Kampf um den Klassenerhalt musste Handball-Drittligist VfL Gladbeck einen weiteren schweren Rückschlag hinnehmen. Die Rot-Weißen kassierten zum Rückrundenauftakt beim Mitabstiegskonkurrenten Neusser HV eine 24:27 (12:14)-Niederlage. Der VfL holte damit aus den letzten sieben Spielen gerade einmal zwei Punkte.

Neusser HV – VfL Gladbeck 27:24 (14:12).

VfL Gladbeck: Tesch (1. – 53.), T. Deffte (53. – 60.) – Krings (2), Sankalla (1), Kunze (4), Singh Toor, Krönung (11/4), Mollenhauer (4), Reich, Geukes (1), Thoke (1).

Spielfilm: 3:3 (6.), 4:6 (12.) 6:7 (17.), 9:7 (20.), 11:8 (23.), 13:10 (29.), 14:12 (30.), 17:13 (36.), 18:17 (42.), 19:19 (46.), 23:19 (51.), 25:20 (54.), 25:24 (58.), 27:24 (60.).

Können die Gladbecker Abstiegskampf? Nach der Pleite in Neuss müssen sich die Fans, Verantwortlichen und Trainer Holger Krimphove ernsthafte Sorgen machen. Einmal mehr kassierte das Team eine Niederlage gegen einen unmittelbaren Konkurrenten, einmal mehr hatte sich der VfL die Pleite selbst zuzuschreiben. Denn die Gastgeber aus Neuss brannten in der Anton-Kux-Halle wahrlich kein Handball-Feuerwerk ab. Der alles entscheidende Unterschied: Der NHV erlaubte sich ein paar Fehler weniger als Gladbeck.

„Wieder haben Kleinigkeiten entschieden“, so Holger Krimphove. Dabei dachte er beispielsweise an die Szene, in der Thorben Mollenhauer in doppelter Überzahl überhastet den Abschuss suchte und dabei ein Stürmerfoul beging, statt den frei stehenden Pascal Kunze auf Rechtsaußen anzuspielen. Der VfL-Trainer dachte außerdem an die Rote Karte, die Kreisläufer Tobias Reich wegen Meckerns kassierte. Und er dachte an viele weitere Aktionen, in denen seine Mannschaft falsche Entscheidungen traf oder schlichtweg dumm patzte.

„Wir haben uns zu viele einfache Fehler erlaubt“, analysierte nach den 60 Minuten VfL-Chef Siegbert Busch, der auf der Tribüne mitgefiebert und mitgelitten hatte wie in seinen besten Zeiten als Trainer an der Linie. „Das war spielerisch zu wenig“, so Busch, „unsere Mannschaft spielt nicht druckvoll genug, sie spielt zu statisch.“ Und die Chancenverwertung sei gleichfalls nicht gut gewesen. Tim Deffte, Torwart und Kapitän der Gladbecker, fasste das Spiel in einem Satz prägnant zusammen: „Wir sind an unseren Unzulänglichkeiten gescheitert. Es war ja nicht so, als ob Neuss überragend gespielt hätte.“

Holger Krimphove trommelte nach Spielende seine Akteure in der Kabine zusammen, um sie auf die nächsten schweren Wochen einzuschwören. In der kurzen Ansprache appellierte der Trainer vor allem an den Teamgeist. Was genau hat er gesagt? „Entweder wir halten alle zusammen oder es funktioniert nicht. Wir können das nur als Mannschaft packen.“

Eines zumindest konnte man den Gladbeckern in Neuss nicht vorwerfen, nämlich mangelndes Engagement. Die Rot-Weißen rackerten und ackerten nach Kräften und kämpften sich sowohl nach einem Rückstand von vier (13:17, 34. Minute) als auch von fünf Toren (20:25, 54.) wieder zurück. Am Ende reichte dieses eine Mittel aber nicht.

Dass die Mitkonkurrenten ART Düsseldorf (24:27 bei der HSG Varel-Friesland) und TSG A-H Bielefeld (23:29 beim Leichlinger TV) ebenfalls leer ausgingen, konnte die VfL-er an diesem vermaledeiten Samstagabend auch nicht trösten. Alle wussten, dass sie im Abstiegskampf eine weitere Chance nicht genutzt hatten.

Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Biene Hagel

In der Dritten Handball-Liga West kommt es am ersten Spieltag der Rückrunde zum Kellerduell zwischen dem Neusser HV und dem VfL Gladbeck. Die Gäste fahren zuversichtlich nach Neuss. Seine Mannschaft, so VfL-Trainer Holger Krimphove, wisse, dass es jetzt in jeder Partie um die Wurst geht.

Abstiegskampf pur steht auf dem Programm, wenn der Neusser HV in der Dritten Handball-Liga West am ersten Spieltag der Rückrunde den VfL Gladbeck empfängt. Die Gastgeber belegen mit 8:22-Punkten den vorletzten Tabellenplatz, der VfL hat als Drittletzter 10:20-Zähler auf dem Konto. „Für uns ist das eines von 15 Endspielen“, sagt Holger Krimphove, der Trainer der Gladbecker, der auch in dieser eminent wichtigen Partie nicht seine beste Formation auf die Platte schicken kann.

Sven Deffte fällt aus
Ausfallen werden beim VfL nämlich neben dem schon seit Saisonbeginn fehlenden Recep Koraman und Heiko Brandes auch noch Sven Deffte. Der Abwehrchef der Rot-Weißen klagt über Rückenprobleme. Der VfL spielt also ohne Drei – eine Situation, die Krimphove jedoch ganz gelassen zur Kenntnis nimmt: „Es ist ja so, dass wir darin eine gewisse Routine entwickelt haben. Außerdem ist es beim Handball normal, wenn mal zwei Leute ausfallen.“ Er sei froh, dass das „abnorme Verletzungspech“, das den VfL am Ende der Hinrunde aus der Spur brachte, jetzt offenbar überwunden sei.

So spricht einer, der weiß, worauf es im Abstiegskampf ankommt. In der Ruhe liegt die Kraft – mit dieser Marschroute sind die Gladbecker ja auch schon in der vergangenen Saison gut gefahren, als sie bekanntlich lange Zeit um den Klassenerhalt kämpfen mussten, letztlich aber doch die Punkte einfahren konnten, die notwendig waren. Diese in der ersten Drittliga-Runde gesammelte Erfahrung könnte den Rot-Weißen nun helfen. Denn in Neuss wie in den folgenden 14 Partien wird der VfL einen klaren und kühlen Kopf behalten müssen, gerade auch nach Rückschlägen.

Die Gladbecker fühlen sich gerüstet, sie haben, seit sie am 2. Januar das Mannschaftstraining wieder aufgenommen haben, konzentriert auf die Rückrunde hingearbeitet. „Und zwar in dem Wissen“, betont Holger Krimphove, „dass es für uns in jedem Spiel um die Wurst geht.“

Entsprechend fokussiert werde seine Mannschaft in Neuss antreten, sagt der Trainer des VfL, der aus dem Hinspiel wie aus dem Videostudium um die handballerische Klasse des Gegners weiß: „Neuss hat zweifellos Qualität in der Mannschaft, der Verein hat zudem im Winter in Ceven Klatt einen routinierten Spieler verpflichtet, der Hoffnungsträger ist.“ Sein Team, so Krimphove, müsse in Neuss eine gute Rückzugsphase an den Tag legen, kompakt stehen und das gute Kreisläuferspiel der Gastgeber unterbinden. „Außerdem müssen wir das Tempo hochhalten“, so der Übungsleiter der Rot-Weißen.

Quelle: derwsten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Biene Hagel

In der Handball-Landesliga steht der VfL Gladbeck II beim Tabellenletzten ATV Dorstfeld unter Zugzwang. Währenddessen hat sich Kreisligist TV Gladbeck im Pokalwettbewerb für das Viertelfinale qualifiziert.

Es ist Abschluss und Start zugleich, das Spiel der zweiten Handball-Mannschaft des VfL Gladbeck II beim ATV Dorstfeld. Denn das erste Spiel im Jahr 2014 markiert für die Rothemden den Abschluss einer eher durchwachsenen Hinrunde in der Landesliga. Los geht’s am Samstag, 11. Januar, um 18.45 Uhr.

Es ist eines dieser Partien, in denen es um mehr geht als nur um zwei Punkte. Denn der VfL II reist als Tabellenelfter zum Letzten aus Dorstfeld. Gewinnt das Team von Trainer Kai Brockmann diese Partie nicht, werden die Rot-Weißen bedenklich in den Abstiegssumpf hingezogen. Die Gastgeber hingegen, die in dieser Saison elf von zwölf Spielen verloren haben, stehen mit dem Rücken zur Wand und ebenfalls unter Zugzwang.

Allerdings kann diese Ausgangslage nicht darüber hinwegtäuschen, dass es für die VfL-Reserve am heutigen Abend um nichts anderes als einen Sieg gehen kann. Nur so kann der Start ins neue Jahr ein guter werden.

Elmar Herne – TV Gladbeck 19:28 (8:15).

TVG: Poschzich, Böker, Schmidt (7), Löll (4), Klever (3), Winkelmann (3), Sporkmann (3), Sinke (3), Barz (3), Wissing (1), Rudzinski (1), Rotzoll.

Die Handballer des TV Gladbeck dürfen sich auf eine größere Aufgabe freuen: Dank des standesgemäßen 28:19-Siegs im Achtelfinale beim klassentieferen Gegner Elmar Herne stehen die Blau-Weißen im Viertelfinale des Kreispokals, wo hochkarätige Gegner warten.

Das Pokalspiel war sicherlich kein Leckerbissen, vor allem, weil sich die Gäste teilweise dem Niveau der Hausherren anpassten. Allerdings trat der TVG dabei stets souverän auf und hatte das Spiel bereits zur Pause entschieden. „Das war kein schönes Spiel, aber ein Pflichtsieg. Allerdings können wir in der Liga so nicht auftreten“, sagte TV-Coach Norbert Pröse.

Er spricht damit das Spiel seiner Mannschaft gegen den DSC Wanne-Eickel am heutigen Samstag an. Los geht’s in der Nordparkhalle um 19 Uhr. Wanne ist ein unbequemer, weil kompakt stehender und souverän auftretender Gegner, gegen den der TV zu allem Überfluss auch noch nie gewinnen konnte. „Wir wollen trotzdem unser Spiel aufziehen und zum Abschluss der Hinrunde noch einen Sieg holen“, so Pröse.

Quelle: derwesten.de – Sebastian Himmelseher | Foto: Jo Kleine-Büning

Hans-Jörg Conrad ist Mitglied im Vorstand der Handball-Abteilung des VfL Gladbeck und seit vielen vielen Jahren Obmann der ersten Mannschaft. Er ist überzeugt davon, dass die Rot-Weißen auch in der nächsten Saison in der Dritten Liga spielen werden.

1 Wird man die „Berger“-Busse, mit denen der VfL zu seinen Auswärtsspielen fährt, in der nächsten Saison samstags wieder regelmäßig auf der A2 in Richtung Ostwestfalen fahren sehen?

Das hieße ja, dass wir absteigen. Daher lautet meine Antwort: Nein. Auf die Fahrten Richtung Ostwestfalen habe ich auch überhaupt keinen Bock.

2 Woher rührt Ihr Optimismus?

Mein Optimismus ist darin begründet, dass unser Verletzungspech ja irgendwann ‘mal vorbei sein muss. Das letzte Hinrundenspiel gegen die SG Schalksmühle-Halver war in dieser Hinsicht typisch, wir sind schon auf dem Zahnfleisch gegangen und dann haben sich in Heiko (Brandes, d. Red) und Björn (Sankalla) noch zwei Spieler verletzt. Wenn das nicht passiert wäre, hätten wir diese Partie sicher nach Hause gebracht. So ein Verletzungspech habe ich in den ganzen Jahren noch nicht erlebt. Wir konnten bisher ja nicht ein einziges Mal komplett antreten.

3 Mit dem kompletten Kader wird alles besser?

Wenn wir komplett sind, verfügen wir beispielsweise über einen Knallerrückraum mit Max Krönung, Thorben Mollenhauer, Ruwen Thoke, Lukas Krings und nicht zu vergessen Björn Sankalla, der immer besser wird.

Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Gerhard Schypulla

Fehlende Konstanz und ungeheures Verletzungspech sind die Hauptursachen dafür, warum der VfL Gladbeck in der Dritten Handball-Liga auf einem Abstiegsplatz überwintert. Das Etappenziel, möglichst schnell den Klassenerhalt perfekt zu machen, haben die Rot-Weißen damit verfehlt.

Ihr anvisiertes Etappenziel haben die VfL-Handballer verfehlt. Das Team wollte in seiner zweiten Saison in der Dritten Liga frühzeitig den Klassenerhalt perfekt machen. Nach einem guten Einstieg in die Runde 2013/2014 mit 4:0- und 6:4-Punkten schwächelten die Rot-Weißen jedoch und überwintern auf dem ersten Abstiegsplatz.

Das hatten sie sich an der Schützenstraße natürlich anders vorgestellt, obwohl die Verantwortlichen Rückschläge durchaus einkalkuliert hatten. Schließlich galt es, in Lukas Krings, Björn Sankalla, Heiko Brandes, Tobias Reich, Jonathan Geukes und Ruwen Thoke sechs Zugänge zu integrieren.

Die bisherige Spielzeit
Der neu formierte VfL wusste nach einer durchwachsenen Vorbereitung anfangs zu überzeugen. Das Team startete mit Heimsiegen gegen Aufsteiger Neuss und Duisburg in die Runde. Danach kassierte es zwei knappe Niederlagen gegen Hagen und Leichlingen. Ende September feierte der VfL in Krefeld seinen ersten Auswärtserfolg. Eine schmerzhafte Pleite gab’s eine Woche später beim 23:31 gegen Gummersbach. In Korschenbroich (26:23) und gegen Dormagen (32:32) überraschten die Rot-Weißen, die am Ende der Hinrunde aber sechsmal in Serie ohne Sieg blieben. Für das Abschneiden spielte das Verletzungspech eine große Rolle, bislang konnte Trainer Holger Krimphove kein einziges Mal auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Und er wird dies auch in absehbarer Zeit nicht können, weil aktuell Heiko Brandes verletzt ist.

Die Stärken
In halbwegs kompletter Besetzung gehört der VfL Gladbeck in der laufenden Runde zweifellos zu den Mannschaften, die man als kompakt und äußerst unbequem bezeichnet. Die Rot-Weißen können eine knackige 6:0-Abwehr auf die Platte bringen, gegen die kaum Spaß macht zu spielen. Außerdem verfügen sie mit Max Krönung (zweitbester Torschütze der Liga), Thorben Mollenhauer, Lukas Krings und Ruwen Thoke über einen starken Rückraum.

Die Schwächen
Der VfL schafft es einfach nicht, konstant sein Leistungsvermögen abzurufen. Beste Beispiele waren die beiden Partien Mitte November gegen Dormagen und Düsseldorf. Das Spitzenteam aus Dormagen brachten die ersatzgeschwächten Gladbecker an den Rand einer Niederlage, eine Woche später ließ sich der VfL in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt förmlich aus der Halle schießen. Apropos fehlende Konstanz: In beinahe jedem Spiel leistete sich die Krimphove-Sieben eine mehrminütige Auszeit. Diese Phasen kosteten schon einige Punkte.

Der Ausblick 2014
„Es wird bis zum Ende der Saison eng bleiben“, sagte Mathias Grasediek, der Trainer der SG Schalksmühle-Halver, nach dem letzten Hinrundenspiel gegen Gladbeck. Was für die gefährdeten Sauerländer gilt, gilt auch für den VfL, der nun vor allem beweisen muss, dass er Abstiegskampf kann. Denn so viele Niederlagen gegen unmittelbare Konkurrenten wie in der ersten Serie dürfen sich die Gladbecker nicht mehr erlauben. Die Rot-Weißen dürften trotz aller Probleme und erneut einzukalkulierender Rückschläge die Klasse halten, falls sie ihre Nerven behalten und sich das Verletzungspech nicht weiter an der Schützenstraße einnistet. Das Potenzial für die Dritte Liga ist nämlich vorhanden.

Quelle: derwesten.de – Thomas Dieckhoff | Foto: Heinrich Jung


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