„Sowas spornt die Jungs nur an“

Am Freitagabend kann Trainer Sven Deffte noch einmal unter Wettbewerbsbedingungen seine Mannschaft unter die Lupe nehmen. Handball-Oberligist VfL Gladbeck bestreitet um 20.15 Uhr beim HC Wölfe Nordrhein das letzte Vorbereitungsspiel vor dem Saisonstart am 10. September beim VfL Eintracht Hagen II.

Der als OSC Rheinhausen bekannte Gegner war in der vergangenen Saison Neunter der Oberliga Niederrhein, spielt aber nun in der neu geschaffenen Regionalliga Nordrhein. Keine leichte Aufgabe, zumal beim VfL einige Spieler fehlen. Neben Max Krönung, der sich Anfang Juni bei der Polizei-Europameisterschaft einen Kreuzbandriss zugezogen hat, fällt mit Thorben Mollenhauer ein zweiter VfL-Torjäger aus. Allerdings aus beruflichen Gründen nur für ein Spiel.

Andere Spieler können sich beweisen
Im Test bei den Wölfen können sich nun also andere Spieler beweisen. „Wir werden die Ausfälle schon kompensieren. Jetzt müssen halt andere zeigen, dass sie in der Vorbereitung einen Schritt gemacht haben“, sagt Sven Deffte, der zudem auf Mats Pfänder verzichten muss. Der Neuzugang hatte sich in der Vorbereitung einen Nasenbeinbruch zugezogen.

Sven Deffte ist mit der Vorbereitung zufrieden. Doch das alles zählt nicht mehr, wenn die Oberliga-Saison gestartet ist. Nach der Partie in Hagen hat der VfL Gladbeck „fünf bis sechs Gegner, die in der Liga oben zu erwarten sind“, wie der Coach sagt. „Nach vier Spieltagen werden wir wohl schon sehen, wo die Reise hingehen wird.“

Dass Oberliga-Konkurrent HSG Gevelsberg/Silschede die Gladbecker zu den gefährdeten Mannschaften in der Liga zählt, interessiert den Trainer dabei überhaupt nicht. „Nur weil ein Leistungsträger fehlt? Man spricht ja dadurch den anderen die Stärke ab“, sagt Sven Deffte. „Ich denke, sowas spornt die Jungs nur an.“

Auch Tim Deffte, der Abteilungsleiter der VfL-Handballer teilt die Meinung des Kontrahenten nicht. „Wir sind Vizemeister in der Oberliga geworden. Wir haben eine überragende Saison gespielt und mussten uns erst am letzten Spieltag geschlagen geben“, sagt Tim Deffte. Und er ergänzt forsch: „Wir sind ein Vizemeister mit Perspektive.“

Der Altersdurchschnitt der ersten Mannschaft des VfL Gladbeck liegt nur knapp über 23 Jahre. Felix Brockmann – „ein guter Mann mit Perspektive“, wie Tim Deffte sagt – ist 19 Jahre alt, Alexander Kramer 18. Er wurde von der zweiten in die erste Mannschaft hochgezogen. Mats Pfänder ist sogar erst 17 Jahre alt. Er ist mit einem Zweitspielrecht ausgestattet und spielt auch noch für die A-Jugend der DJK Oespel-Kley. Auch der 17-jährige Fynn Blißenbach ist ein Junge mit Perspektive, der behutsam aufgebaut werden soll und vorrangig in der zweiten Mannschaft spielen soll. Tim Deffte: „Wir haben eine junge Mannschaft. Man muss sehen, wie wir in die Saison reinkommen. Daher werden wir auch kein Ziel ausgeben.“

Quelle: derwesten.de – Stefan Andres | Foto: Michael Korte

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